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Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

in der vergangenen Woche stiegen die Märkte deutlich an. Als Grund wurde hauptsächlich die absehbare Einigung im US-Haushaltsstreit genannt, inklusive einer Anhebung der Schuldengrenze.

Haushaltsstreit, Berichtssaison und Fed-Entscheidung

Auf diese Hoffnung setzen nun offenbar die Investoren mit steigenden Kursen. Aber trotz dieser verheißungsvollen Zeichen dürfte eine Lösung noch einige Zeit auf sich warten lassen. Und damit könnten die Anleger auch von einem anderen Kalkül getrieben werden: Zumindest während der laufenden Verhandlungen dürfte die Fed kaum mit dem Ausstieg aus ihren Anleihekaufprogrammen beginnen. Und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch die Fed-Sitzung Ende Oktober ohne einen entsprechenden Beschluss vorübergeht. Dann käme erst die nächste und letzte Fed-Sitzung im Dezember als nächster Termin in Betracht.

Auch die inzwischen laufende Quartalsberichtssaison könnte ein Indiz dafür sein, dass die Fed vorerst weiterhin die Füße stillhält. Denn die ersten Ergebnisse sind alles andere als ermutigend. So sanken nach der ersten Woche die Gewinnerwartungen weiter (siehe Grafik).

Daten

Quelle: Zacks Investment Research, Inc.

Ergebnisse und Erwartungen gehen zurück

Besonders prekär dabei: In diesem Rückgang sind bereits die tatsächlichen Ergebnisse aus der Vorwoche berücksichtigt. Die Ergebnisse der Unternehmen, die bislang ihre Zahlen vorlegten, fielen unter dem Strich sogar schlechter als in den Vorquartalen aus. Das scheinbar sehr ordentliche Gewinnwachstum von 9,8 % im Vergleich zum Vorjahr relativiert sich, wenn man berücksichtigt, dass dieselben Unternehmen im zweiten Quartal einen Zuwachs von 18,2 % schafften und im Durchschnitt der vergangenen vier Quartale sogar 17,8 %. Ähnlich sieht es bei den Umsätzen aus: Der aktuelle Anstieg von 1,4 % liegt ebenfalls unter dem des Vorquartals und unter dem Vier-Quartale-Durchschnitt von 4,2 %.

Wer diesem – zugegeben sehr frühen – Trend etwas Positives abgewinnen will, muss  die Branchen detailliert betrachten. Die oben genannte negative Tendenz kehrt sich um, wenn man den Finanzsektor aus der Betrachtung herauslässt. Dann liegen die aktuellen Ergebnisse über denen des Vorquartals und auch über dem Vier-Quartale-Durchschnitt. Allerdings werden dennoch für sieben von 16 Sektoren Gewinnrückgänge erwartet. Das betrifft insbesondere die Technologiebranche, den Energiesektor und Rohstoffunternehmen.

So sollen die Gewinne der High-Tech-Firmen im S&P 500 in diesem Quartal um 1,2 % sinken. Gleichzeitig werden aber steigende Umsätze erwartet. Das bedeutet also, dass die Margen sinken, und zwar so stark, dass sie die Umsatzzuwächse auffressen. Weil die Margen ohnehin seit längerem auf einem sehr exponierten Niveau liegen, dürfte diese aktuelle Margenerosion den Kritikern wieder Auftrieb geben, die argumentieren, dass das derzeitige Niveau ohnehin nicht nachhaltig sei.

Hohes Enttäuschungspotenzial – Gefahr für die Märkte

Wie bereits in der Vorwoche erläutert (siehe Steffens Daily vom 07.10.2013), kommt es nun jedoch vor allem auf die Ausblicke der Unternehmen an. Diese waren in den Vorquartalen überwiegend negativ, was zu den Abwärtskorrekturen führte, die in der obigen Grafik dargestellt sind. Die ersten Prognosen der laufenden Berichtssaison haben an diesem Trend allerdings noch kaum etwas geändert.

Dennoch bleiben die Erwartungen für die Folgequartale weiterhin nahezu unverändert hoch. Die Qualität sowie der Ton der Unternehmensprognosen werden jedoch der Schlüssel dafür sein, ob sich die bisher nur leichten Abwärtskorrekturen beschleunigen oder nicht. Wenn größere Abstriche an den Erwartungen nötig werden, dürften dadurch auch die Märkte unter Druck kommen. Denn eine Einigung im US-Haushaltsstreit sowie eine weitere Verschiebung des Fed-Ausstiegs sind inzwischen weitgehend eingepreist und dürften daher einen Kursrutsch nicht verhindern.

Das Enttäuschungspotenzial ist also hoch. Und die Entscheidung fällt womöglich bereits in der kommenden Woche. Denn dann werden rund 20 % der S&P500-Unternehmen ihre Ergebnisse vorgelegt haben. Und erfahrungsgemäß bleibt ein dann bereits zu erkennender Trend bei Ergebnissen und Ausblicken auch bis zum Ende der Berichtssaison bestehen. Folglich könnten bald die Korrekturen bei den Gewinnschätzungen und Kursen einsetzen...

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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