In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Der DAX springt heute zeitweise um über 2 Prozent nach oben. Hintergrund ist, dass es wieder erste zarte Anzeichen einer Lösung im Haushaltstrei ...
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Der DAX springt heute zeitweise um über 2 Prozent nach oben. Hintergrund ist, dass es wieder erste zarte Anzeichen einer Lösung im Haushaltstreit der USA gibt. US-Präsident Barack Obama wird sich heute mit Vertretern der Republikaner treffen, um über mögliche Kompromisse zu reden. Es ist das erste Treffen dieser Art seit Beginn des Shutdowns. Analysten nehmen an, dass sich Republikaner und Demokraten wahrscheinlich auf eine Überganszeit einigen, in der dann weiter verhandelt werden wird.

Diese Meldung allein reichte schon aus, die Märkte zu euphorisieren, auch wenn sie noch nichts über eine wirkliche Beendigung des Streits aussagt. Aber Börse ist immer eine Spekulation auf eine mögliche Zukunft. Und mit dieser Nachricht im Rücken traden erste Anleger darauf, dass es zu einer solchen Einigung kommt. Wundern Sie sich also nicht, wenn nun die Kurse bei immer deutlicheren Anzeichen für eine Einigung steigen. Sollte es dann zu einer Einigung kommen, könnte es noch einen kleinen finalen Anstieg geben. Aber seien Sie dann auch nicht überrascht, wenn die Kurse danach wieder in sich zusammen fallen. Es wird immer auf ein Ereignis hin getradet. Nur wenn Ereignisse „überraschend“ auf den Markt treffen, reagiert der Markt im Nachhinein.

Übrigens sollten Sie bei dem ganzen Geplänkel nicht vergessen, dass vor allem die großen Unternehmen in den USA kein Interesse an einer größeren Rezession in den USA haben. Und die Parteien werden unter anderem eben über Spenden von diesen Unternehmen finanziert. Das bedeutet nicht, dass eine Einigung absolut sicher ist, aber es gibt starke Kräfte im Hintergrund, die eine Einigung einfordern werden.

Fed zeigt sich uneins

Interessant war zudem, dass gestern veröffentlichte Sitzungsprotokoll der Fed. Demnach ist die Entscheidung, die Anleihekäufe noch nicht einzugrenzen, relativ knapp ausgefallen. Nun hängt die Entscheidung der Fed wahrscheinlich an dieser Einigung zwischen Demokraten und Republikanern. Die Fed wird vermutlich mit dem Ausstieg aus den Anleihekäufen warten, bis sich hier eine mittelfristige Lösung gefunden hat. Kommt es also nur zu einer zeitlich kurzen Verschiebung, könnte die Fed auch noch weiter abwarten.

Und damit stellt sich die Frage, ob die  Anleihekäufe vielleicht sogar erst dann zurückgefahren werden, wenn die Nachfolgerin von Ben Bernanke, Janet Yellen im Amt ist. Janet Yellen steht insgesamt für die Fortsetzung der extrem lockeren Geldpolitik. Zumindest wird sie so in den Medien verkauft. Vielleicht ist sie mit diesem Hintergrund die Richtige, um den Ausstieg vorsichtig zu initiieren, ohne dass sich der Markt sorgt, dieser Ausstieg würde zu schnell abgewickelt.

Notenbankchefwechsel-Crash

Es kann in diesem Zusammenhang sein, dass Sie in den kommenden Monaten von einem Gerücht lesen, dass sich hartnäckig im Markt hält. Es lautet, dass immer dann, wenn ein neuer Notenbankchef in den USA sein Amt antritt, ein Crash folgt. Und das könnte natürlich dieses Mal wieder passen. Schließlich übernimmt Janet Yellen eine schwere Bürde. Sie wird es vermutlich sein, welche die extrem expansive Geldpolitik zurückführen muss. Und da sind Verwerfungen an den Börsen nicht ausgeschlossen. Kommt es also wieder zu einem solchen Fed-Wechsel-Crash?

Schauen wir uns aber zunächst einmal an, was an diesem Gerücht überhaupt dran ist. Dazu der Dow Jones Chart mit allen Fed-Vorsitzenden seit 1951:

 

Ein wirklicher Crash direkt nach der Amtseinführung hat nur Alan Greenspan erleiden müssen. Er wurde am 11.08.1987 Chef der US-Notenbank und bereits im Oktober desselben Jahres kam es zu dem bekannten 87er Crash. Ben Beranke musste immerhin schon etwas mehr als zwei Jahre warten, bis es zu einem ausgewachsenen Crash kam. Das geschah erst in Folge der Lehman-Brothers Pleite 2008.

Der einzige, der außerdem noch so einigermaßen in diese Kategorie passen würde, ist Arthur F. Burns. Allerdings übernahm er das Amt eher mitten in einem Crash. Ob das dann gilt?

Natürlich fragt es sich auch, was bereits ein Crash ist. Mindestens 20 Prozent oder erst ab 30 oder sogar 40 Prozent?

Fazit

Insgesamt ist diese Idee nicht stimmig. Zu Crashs kommt es immer wieder an den Börsen. Da ein Notenbankchef vergleichsweise selten wechselt, steigt also die Wahrscheinlichkeit, dass er mindestens einen größeren Crash in seiner Amtszeit erlebt. Ein direkter Zusammenhang zwischen Crash und Amtseinführung ist hingegen eindeutig nicht zu erkennen.

Also. Solche Überschriften und wilden Theorien lassen sich gut verkaufen, doch meistens wird hier mehr Panik gemacht, als einer tatsächlichen Überprüfung stand hält. Wenn Sie also in den kommenden Monaten von einer solchen Crashgefahr lesen, können Sie sich nun beruhigt zurücklehnen, an Ihrem Wein nippen und weise konstatieren:

An den Börsen geht es auf und ab und manchmal knallt es – das bleibt das ewige Gesetz. Alles andere sind Börsenmärchen…

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

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