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Der US-Kongress hat die öffentliche Verwaltung faktisch lahmgelegt. Es ist zum sogenannten „Government-Shut-down“ gekommen, weil sich Republikaner und Demokraten nicht einigen konnten. Jetzt müssen 800.000 Staatsbedienstete in den Zwangsurlaub verabschieden. Nun kursieren Berechnungen, dass dies das Land täglich 1 Mrd. Dollar kosten würde, aber auch noch andere, höhere Beträge sind zu finden.

Und wie reagieren die Börsen?

Zumindest in Deutschland kam es zunächst einmal zu einer Erholung, der DAX startete freundlich. Viele Anleger fragten sich, warum der DAX nicht ähnlich einbricht, wie es die US-Indizes gestern vorgemacht haben. Nun gut, es ist nicht das erste Mal, dass es zu diesem  „Government-Shut-Down“ in den USA gekommen ist, das gab es schon häufiger. Insgesamt sehen die Märkte das noch relativ gelassen. Relevanter ist die Frage, ob Mitte Oktober die Schuldenobergrenze angehoben wird. Wenn dies nicht geschieht, könnte es die Märkte auch nachhaltiger belasten. Sogar diverse Crash-Szenarien sind denkbar. Die kommenden Wochen werden also turbulent werden in den USA. Ob sich die Märkte dieser „Unsicherheit“ tatsächlich entziehen können, ist mehr als fraglich.

Schlechter Zeitpunkt

Das, was die Situation aus charttechnischer Sicht so brisant macht, ist, dass sich der S&P500 zurzeit am oberen Ende seines großen, seit 2009 existenten, Aufwärtstrendkanal (blau) befindet (siehe Steffens Daily vom 26.09.2013 und den Text vom vom 30.09.2013). Das heißt, in Verbindung mit diesen politischen Querelen könnte an den US-Börsen eine Abwärtskorrektur eingeleitet werden, welche den Kurs des S&P500 um bis zu 280 Punkten auf 1400 Punkte, bzw. um mehr als 16 Prozent einbrechen ließ. Und diese Korrektur wäre, aus charttechnischer Sicht, nichts anderes als eine ganz normale Entwicklung. Da interessanterweise häufig charttechnische Szenarien zu den politischen/wirtschaftlichen Ereignissen passen, ist das ein weiterer Grund, der mich vorsichtig werden lässt.

DAX an wichtigem Widerstand

Werfen wir aber zum Vergleich einen Blick auf den DAX:

Sie sehen hier den Aufwärtstrend des DAX seit Oktober 2011. Zwar befindet sich der DAX nicht an der oberen Begrenzung des Aufwärtstrendkanals, aber wir erkennen, dass er in einem engeren Kanal seit Mitte 2012 um die Mittellinie herum fluktuiert. Und bei diesem engeren Kanal steht er an der oberen Begrenzung. Es gibt hier also ebenfalls Hinweise auf eine mögliche Korrektur.

Niemals gegen den Trend

Das Bild sieht damit scheinbar eindeutig aus: Der S&P500 steht sowohl im langfristigen, als auch im kurzfristigen Chart an der Oberseite der Trendkanäle, der DAX hat ebenfalls eine wichtige Trendlinie erreicht und getestet. Dazu passen die politischen Querelen in den USA, und auch fundamental gäbe es einiges rumzumäkeln. Wenn man dann noch die Gefahr sieht, dass auch noch die Fed ihre Anleihenkäufe eindämmen könnte, muss man doch fast auf fallende Kurse setzen. Oder?

Aber so einfach ist Börse nicht. Sie ist ganz im Gegenteil ziemlich kompliziert. Folgendes ist schwierig zu vermitteln. Natürlich besteht die Gefahr einer Konsolidierung, keine Frage, sonst würde ich nicht so deutlich darüber schreiben. Aber ich würde nicht auf diese Konsolidierung setzen, sprich ich würde keine Short-Positionen aufbauen. In großen Aufwärtstrends, wie wir sie seit 2009 sehen, tauchen immer wieder Krisen auf, welche die Anleger dazu bewegen, sich von ihren Aktien zu trennen. Aber häufig sind diese Konsolidierungen viel kürzer als erwartet, reichen also nicht einmal bis an die Unterseite der Trendkanäle. Genauso häufig werden trotz aller Ängste und Sorgen solch scheinbar klaren Signale einfach nach oben aufgelöst.

Mit anderen Worten: Das Chance/Risiko-Verhältnis für Short-Trades in Aufwärtstrends ist sehr niedrig. Und die langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass man hier lieber auf der Long-Seite bleiben sollte.

Die menschliche Psyche will einem jedoch etwas anderes vorgaukeln: „Nun sind die Kurse schon so hoch gelaufen, die Risiken ballen sich, jetzt MUSS doch die Korrektur kommen!“ Dieser Satz hat aber viele Menschen arm gemacht. Und selbst wenn sie kommt, gibt es zuvor gerne noch einmal ein Signal, dass alle, die auf fallende Kurse gesetzt haben, aus dem Markt kegelt …

Das dürfen Sie nicht aus den Augen verlieren

Es gibt einen klaren Grund für diese Rally und der liegt in den niedrigen Zinsen in den USA. Das ist alles. Und dieser Grund bleibt uns noch lange erhalten. Zwar können zwischenzeitlich auch größere Konsolidierungen auftreten, aber die Wahrscheinlichkeiten sind auf der Long-Seite einfach erheblich höher. Und so lange die Zinsen niedrig sind und sich keine großen Top-Formationen in den Charts zeigen, sollte man von der Tendenz her Long ausgerichtet bleiben.

Liquidität überschwemmt die Realität. Oder anders ausgedrückt: Ein Aufwärtstrend entwickelt sich entlang einer Mauer der Angst…

Viele Grüße

Jochen Steffens

PS Zum Steffens Daily vom Freitag: Der DAX ist zwar mit einem Gap-Down unter die am Freitag beschriebene Seitwärtsbewegung gefallen, heute aber wieder mit einem Gap-Up in diese eingetreten. Mit dieser Bewegung wurde das Verkaufssignal negiert (eine Art Island-Reversal). Jetzt ist wieder alles offen. Übrigens auch ein schönes Beispiel für das oben Beschriebene…


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