In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Es gibt so Nachrichten, die gefallen mir nicht – es sind zumeist nicht diejenigen, die durch die Medien hoch und runter geprügelt werden. Dazu ...
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Inhaltsverzeichnis

Medienferne Warnzeichen

Es gibt so Nachrichten, die gefallen mir nicht – es sind zumeist nicht diejenigen, die durch die Medien hoch und runter geprügelt werden. Dazu zählt zum Beispiel, dass die Ratingagentur Moody’s die USA heute im Zusammenhang mit den Querelen um die Schuldenobergrenze verwarnt hat. Diese wird Mitte Oktober wieder erreicht und es droht eine Zahlungsunfähigkeit.

Nein, es sind solche, die eher am Rande vermeldet werden. So hat der weltweit größte Einzelhändler, Wal Mart, laut Bloomberg, aufgrund der eher verhaltenen Umsatzentwicklung mit einer Kürzung seiner Bestellungen reagiert. Lieferanten wurden benachrichtigt, dass das Unternehmen seine Lagerbestände im zu Ende gehenden dritten und im bevorstehenden vierten Quartal verringern möchte. Zudem hatte Wal-Mart bereits im August seine Umsatzprognose für dieses Jahre von plus fünf auf nunmehr plus zwei bis drei Prozent revidiert.

Als Reaktion auf diese Nachricht sind einige Zulieferer von Wal-Mart an den Börsen doch zum Teil deutlich unter Druck geraten. Schnell wurden auch Dementis von eben diesen Zulieferern veröffentlicht.

Warum ist der Oktober ein Crash-Monat?

Aber darum geht es nicht. Es geht um das wichtige vierte Quartal in den USA. Meistens ergeben sich im Oktober erste Hinweise, wie dieses Schlussquartal ausfallen wird. Und wenn hier die Erwartungen hoch sind, ist auch das Enttäuschungspotenzial groß und damit besteht ein hohes Abwärtspotenzial an den Börsen.

Nun ist Wal-Mart nicht der einzige Einzelhändler, der mit Problemen kämpft Auch der größte Warenhausbetreiber der USA, Macy’s, hat ebenfalls im August einen Umsatzrückgang bekanntgegeben.

Beide Unternehmen weisen darauf hin, dass die US-Bürger weniger Geld für nicht unbedingt notwendige Anschaffungen ausgeben. Das wiederum könnte unter anderem mit den Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen zusammenhängen, die im Zuge der Fiskalklippe eingeleitet wurden.

Wenn also jetzt Wal-Mart die Zulieferer informiert, dass das Unternehmen Lagerbestände abbauen will, so könnte das ein Hinweis darauf sein, dass das Unternehmen auch mit einem schlechten vierten Quartal rechnet. Sollte sich im Oktober genau das abzeichnen, könnte es nach dem starken Anstieg der vergangenen Monate doch zu einer empfindlicheren Konsolidierung kommen!

Blicken wir dazu auf den S&P500 Chart:

Blau hinterlegt ist die alte, große Seitwärtsbewegung seit 1997, aus welcher der S&P5000 in diesem Jahr eindrucksvoll nach oben ausgebrochen ist. Die blauen Linien markieren den aktuellen Aufwärtstrend, der aus charttechnischer Sicht als höchst dynamisch und gesund bezeichnet werden muss.

Aber wir sehen auch, dass sich die Kurse seit Monaten an der oberen Trendlinie des Aufwärtskanals aufhalten. Damit besteht ein theoretisches (!) Abwärtspotenzial bis zur unteren Trend-Linie. Das ist allerdings nur eine Möglichkeit, mehr nicht.

Der Ausbruch aus dem Rechteck könnte nämlich auch zu einer Trendbeschleunigung führen. Das würden die Kurse anzeigen, wenn die obere Linie nach oben gebrochen wird.

Wir müssen also auf weitere Hinweise warten. Ein solcher Hinweis könnte folgende Formation liefern:

Ein Keil, der warnt

Im Moment verkeilt sich der Kurs zwischen der oberen Trendlinie und den jeweiligen Bewegungstiefs (rote Linie). Solche aufwärtsgerichtete Keile sind gerne ein Warnzeichen und leiten Konsolidierungen ein.

Der Grund ist einfach: Zwar finden sich bei tieferen Kursen immer noch Käufer, aber aber nach diesen Käufen an den Tiefs kann der S&P 500 keine dynamischen Aufwärtsbewegungen mehr ausbilden, die entsprechend weit über das vorherige Hoch reichen. Das ist ein Zeichen dafür, dass einfach ein Deckel auf den Kursen ist. Gerne entstehen solche Formationen dann, wenn starke Hände verkaufen und schwache Hände kaufen.

Sie müssen also jetzt darauf achten, was geschieht. Wird die obere blaue Linie nach oben gebrochen, dann muss mit einer Trendbeschleunigung gerechnet werden. Das wäre bullish. 

Wird hingegen die rote Linie nachhaltig nach unten verlassen und entstehen dadurch tiefere Tiefs, muss mit einer Konsolidierung gerechnet werden, welche die Kurse zumindest wieder an die 1.600er Marke treibt. Das wäre eher bearish.

Don’t Panic

Ich weiß, diese Zeilen wirken pessimistisch. Ich möchte aber lediglich auf mögliche Gefahren hinweisen. Sie kennen das von mir. Noch besteht aber kein Grund zur Panik. Ein Keil ist auch keine nachhaltige Topformation. Die Aufwärtstrends sind zudem alle noch in Ordnung, die Stimmung im Vergleich zu dem, was in den vergangenen Monaten charttechnisch geschehen ist, vergleichsweise schlecht - was ein gutes Zeichen ist.

Der Chart lässt also lediglich erkennen, dass größere Adressen ihre Positionen reduzieren. Und das ist angesichts der Schuldenobergrenze und eines möglicherweise schlechteren vierten Quartal nicht einmal verwunderlich.

Doch nach wie vor gibt es dieses "Totschlag-Argument", von dem ich schon seit so vielen Monaten immer und immer wieder schreibe: Die Fed-Politik der Niedrigzinsen und der unabdingbare Wille der Fed (und auch der Politik) die Aktienmärkte nach oben zu treiben, um die Renten der Baby-Boomer Generation zu finanzieren. Und diese Faktoren sind in den Jahren seit dem Tief 2009 in der Lage gewesen, sämtliche Krisen, Ängste und Sorgen der Anleger zu überkompensieren!

Die Trendbeschleunigung

Nun sind gerade institutionelle Anleger sowieso etwas unterinvestiert. Und daraus könnte auch wieder ein stärkeres Aufwärtspotenzial entstehen. Und zwar dann, wenn der Markt nicht einbricht oder nur eine kurze Konsolidierung durchläuft. Wenn dann noch die oberen Begrenzungen nach oben aufgelöst werden, kämen gerade im letzten Quartal des Jahres viele institutionelle Anleger in arge Underperformance zum Markt. Und genau das könnte Ursache der oben beschriebenen Trendbeschleunigung werden. 

Man sollte also nie die Kraft eines solch dynamischen Aufwärtstrends bei gleichzeitig extrem niedrigen Zinsen unterschätzen!

Sehen Sie die Warnung also als das, was sie ist. Ein Hinweis, aufmerksamer zu werden und vielleicht, bei entsprechenden weiteren Hinweisen, Positionen vorsichtig abzubauen. Doch gleichzeitig müssen Sie dann auch in der Lage sein, dann, wenn die Märkte trotz allem weiter steigen, schnell wieder einzusteigen.

Denn trotz all der klugen und fundamentalen Überlegungen, die so viele Kommentatoren Tag für Tag anstellen, hat schlussendlich immer nur der Markt Recht. Und an diesem Grundgesetzt der Börse ist nicht zu rütteln.

Viele schmunzelnde Grüße

Ihr

Jochen Steffens

www.stockstreet.de


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US-Konjunkturdaten

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind um 5.000 auf 305.000 gesunken. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg auf 330.000 vorhergesagt.

Der Wert für den gleitenden Vierwochendurchschnitt sinkt weiter um 7.000 auf 308.000.



Wir können nun einen langen und stabilen Abwärtstrend bei den durchschnittlichen Erstanträgen erkennen (grüne Linie). Das könnte sich in den kommenden Wochen fortsetzen, da vor und in dem vierten Quartal durch das Weihnachtsgeschäft der Arbeitsmarkt unterstützt ist.


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