In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Gold hat es schwer, zurzeit. Zwar gab es nach dem kleinen Goldcrash bis zum Tief bei 1.188 Dollar eine schöne Gegenbewegung, die sich auch zu einem ...
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Inhaltsverzeichnis

Gold am Scheideweg

Gold hat es schwer, zurzeit. Zwar gab es nach dem kleinen Goldcrash bis zum Tief bei 1.188 Dollar eine schöne Gegenbewegung, die sich auch zu einem tragfähigen Boden mit anschließendem dynamischem Aufwärtstrend hätte ausweiten können. Doch durch den Kursrückgang der vergangenen Tage trübt sich das bullishe Bild wieder ein.

Dazu zunächst einmal der Gold-Chart:

Gold startete vom Tief bei 1.188 Dollar eine Art V-Erholung. Diese wird so genannt, weil der Kursverlauf an ein „V“ erinnert. Allerdings ist zu erkennen, dass diese Gegenreaktion die 1.360er Marke nicht ohne eine zwischenzeitliche Konsolidierung erreichen konnte. Die rechte Seite des V’s entwickelte sich somit deutlich weniger dynamisch, als die linke. Das ist ein erster zarter Schwäche-Hinweis.

Hätte, wäre, wenn

Trotzdem konnte der Goldpreis anschließend noch den (hier schon frühzeitig genannten) wichtigen Widerstand bei 1.360 Dollar dynamisch überwinden. Wäre der Kurs lediglich bis an diesen Widerstand zurückgefallen und hätte sich dann eine erneute Aufwärtsbewegung ausgebildet, wäre eine klassische Bodenformation entstanden. Gleichzeitig wären so diese ersten Schwächehinweise aufgelöst worden. Das erste Kursziel hätte dann bei mindestens 1.600 – 1.700 Dollar gelegen.

Der Konjunktiv

Aber das ist alles im Konjunktiv geschrieben, logischerweise, denn genau das ist nicht geschehen. Stattdessen fiel Gold wieder unter diese wichtige 1.360er-Marke und generiert damit ein weiteres Schwächesignal. Zudem blieben auch die hier eingezeichneten Abwärtstrends intakt. 

Diese Schwächesignale bedeuten nicht, dass nun unbedingt ein weiterer Einbruch folgen muss. Sie lassen lediglich darauf schließen, dass das Bulllen-Lager noch nicht stark genug ist. Und das ist meist kein gutes Zeichen.

Die Konsolidierung

Wenn Sie den Steffens Daily schon länger lesen, wissen Sie, dass wir bei Stockstreet Konsolidierungen analysieren, um die Stärke der jeweiligen Lager (Bullen / Bären) herauszufinden. Um zu verdeutlichen, wie wir darauf kommen, versuche ich einmal die verschiedenen charttechnischen Entwicklungen je nach Dauer der Konsolidierung darzustellen. Wir zoomen dazu in den Chart hinein und betrachten nur noch die V-Erholung:

Es geht nun wieder um Wahrscheinlichkeiten. Die verschiedenfarbigen Linien symbollisieren die wahrscheinlichsten, idealtypischen Entwicklungen und zwar abhängig von dem vorherigen prozentualen Rückgang der Kurse vom Hoch aus gesehen (blaue Kursniveaus rechts im Chart) . Diese zeigen, welchen Einfluss die Stärke der Konsolidierung auf den weiteren Kursverlauf hat.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Je tiefer die aktuelle Abwärtsbewegung geht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein folgender Trend flacher ausfällt. Gleichzeitig steigt aber natürlich auch die Wahrscheinlichkeit für eine Wiederaufnahme der Abwärtsbewegung. Auch das sollte man sich bewusst machen. (Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass Gold irgendwann in nächster Zeit noch einmal die 1.000-Dollar-Marke anlaufen wird. Aber das nur nebenbei.)

Fibonacci-Niveaus und ihre Bedeutung

Fällt der Kurs in einer Konsolidierung lediglich auf das 23% Retracement zurück, ist das meistens sehr bullish. Das ist auch logisch, weil die Bullen es schaffen, frühzeitig das Ruder wieder zu übernehmen.

Auch ein Rückfall auf das 38er Retracement ist meist noch sehr bullish.

Generell gilt, dass eine Konsolidierung um 50 % der vorherigen Aufwärtsbewegung die Scheidemarke zwischen „Noch klar bullish“ und „Vorsicht, die Bullen haben ein Problem“ darstellt. Und damit ist alles unterhalb dieser 50%-Marke mit Vorsicht zu genießen.

Ein Rückfall auf das 61er-Retracement gilt als „so gerade noch tragbar“. Meistens folgt dann aber erst einmal, sofern sich der Markt erholt, eine eher schwache Aufwärtsbewegung oder sogar eine Seitwärtsbewegung.

Alles darunter führt entweder zu einer Seitwärtsbewegung oder eben früher oder später zu dem Rückfall unter das bisherige Tief und damit zu einem klaren Verkaufssignal.

Fazit:

Gold ist heute in den Bereich der 50-Prozent-Marke der Aufwärtsbewegung seit dem Juni-Tiefs gefallen. Der Goldpreis sollte nun nicht weiter abgeben, das wäre kein gutes Signal! Wer mit einer sehr schnellen und dynamischen Erholung gerechnet hatte, muss jetzt bereits akzeptieren, dass das wohl eher nicht geschieht. Wenn sich der Goldpreis jetzt auf diesem Niveau fängt, müssen zudem bald die Abwärtstrends gebrochen werden, um den dann wieder leicht bullishen Eindruck nachhaltig zu bestätigen.

Sollte Gold jedoch unter die 1.188er Marke fallen, wird es noch einmal dynamisch abwärts gehen. Denn dann wäre die Hoffnung der vielen Goldbullen erneut enttäuscht worden, und das könnte eine finale Verkaufswelle als Zeichen der endgültigen Resignation auslösen.

Achten Sie also sehr genau darauf, wie Gold sich in den kommenden Tagen entwickelt, also ob sich der Kurs im Bereich des 50er-Niveaus fängt oder weiter fällt.  

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens


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US-Konjunkturdaten

Die Erzeugerpreise stiegen im August lediglich um 1,4 Prozent, nach einem Anstieg von 2,1 Prozent im Juli. Ohne  Nahrungsmittel und Energie blieben die Erzeugerpreise sogar konstant.

Da die Erzeugerpreise eine Vorlaufindikator für die Inflation darstellen, könnte das ein Hinweis sein, dass der Preisdruck weiter nachlässt. Und das gäbe der Fed, sofern sich die Tendenz fortsetzt, die Möglichkeit, die expansive Geldpolitik fortzuführen. Ob also tatsächlich bereits nächste Woche eine Verrringerung der Anleihekäufe verkündet wird, ist mehr als fraglich.

Der Einzelhandelsumsatz im August stieg nur um 0,2 Prozent. Analysten hatten mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Die Umsätze ohne Kfz erhöhten sich um 0,1 Prozent. Auch hier zeigt sich eine nachlassende Tendenz. Es wird also spannend, was die Fed im Statement zu der wirtschaftlichen Entwicklung der USA sagen wird.


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