In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Seltsam. Ich habe zwei Mails erhalten, die mir vorgeworfen haben, ich hätte mich im dem Steffens Daily vom Dienstag über die „kleinen ...
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Inhaltsverzeichnis

Der Horror des kleinen Traders

Seltsam. Ich habe zwei Mails erhalten, die mir vorgeworfen haben, ich hätte mich im dem Steffens Daily vom Dienstag über die „kleinen Trader“ lustig gemacht. In diesem Text ging es unter anderem um das Tradersentiment. Da dies offensichtlich missverständlich formuliert war, folgendes:

Ich wäre sicherlich der letzte, der sich über „kleine“, also eigenverantwortlich handelnde Trader lustig machen würde. Dafür war ich zu lange selbst einer und habe alle Höhen, aber auch ohne Frage all diese verstörenden Tiefen des Traderlebens durchgemacht. Ich kann mich selbst heute noch, nach diesen vielen Jahren gut an all den Horror erinnern, den man in den Anfängen der Traderkarriere durchlebt – zwangsläufig. Das hat sich zu fest eingebrannt.

Ich kann mich daher noch gut an die fast schlaflosen Nächte erinnern, wenn eine Position in Schieflage geriet. An das sehr frühe Aufstehen, um zu schauen, wie sich die japanischen Börsen entwickelt haben. Ich weiß nur zu gut, wie ich morgens übernächtigt und mit nichts als einem Kaffee zum Frühstück vor den Monitoren saß und einfach nur hoffte, dass es dieses Mal vielleicht doch irgendwie gut geht.

Die Momente, die sich in die Erinnerung einbrennen

Und ebenso gut sind mir noch die Momente gegenwärtig, in denen man einfach resigniert und verzweifelt den Monitor ausschaltet und sich schwört, nie wieder auch nur einen Cent an diesen vermaledeiten Börsen zu investieren. Natürlich auch all die Selbstzweifel, wenn man seine Intelligenz, seine Erfahrung, einfach alles in Frage stellt und sich nur noch eine Decke über den Kopf ziehen will. Dann, wenn man das Gefühl hat, der Einzige zu sein, der immer nur verliert (eine typische „Denke“ des Anfängers).

Es ist nicht lustig…

Wenn Sie das alles hinter sich gebracht haben, können Sie sich nicht mehr über all diejenigen „lustig“ machen, die auch diesen Weg gehen. Es ist also vielmehr so, dass ich einen hohen Respekt vor alle jenen haben, die all das auf sich nehmen, um den Märkten nur ein paar Prozent abzuringen. Noch höher ist mein Respekt vor denjenigen, die es dann nach drei, fünf oder erst nach zehn Jahren schaffen, sich durchzubeißen und schlussendlich erfolgreich werden.

Beim Text zum Trader-Sentiment ging es also nicht darum, sich über irgendjemanden lustig zu machen!

Die Schwierigkeit das Massendenken zu enttarnen

Als Trader weiß man (bzw. lernt es in den ersten Jahren), dass es eine solche Massenstimmung gibt. Diese wird durch die Medien und die Ereignisse „erzeugt“. Jeder einzelne Trader wird aber – meist unbewusst – von dieser Massenstimmung mehr oder weniger beeinflusst, selbst wenn er diesen Faktor kennt.

Es ist somit sehr wichtig, diese „Mainstream-Stimmung“, die ständig auf uns wirkt, zu enttarnen und ausgrenzen. Erst dann hat man die Möglichkeit, an seine Intuition zu gelangen und erfolgreich zu werden. Es ist eigentlich das, woran die meisten scheitern: Sie vertrauen zu sehr ihrer eigenen Stimmung, die zum Großteil von diesem Mainstream-Gefühl gelenkt wird. Und dann macht man als Trader die Fehler, die so viele machen – z.B. am Hoch kaufen und am Tief verkaufen.

Das Trader-Sentiment will daher genau das Gefühl, die Stimmung des Mainstreams abfragen und somit helfen, ihn zu enttarnen. Wenn also 60 Prozent „falsch“ liegen, freut mich das nicht, weil ich diese 60 Prozent für dumm halte. Das ist totaler Unsinn. Ich habe schließlich selbst auch abgestimmt und versuche dabei genau nach meinem Gefühl abzustimmen, von dem ich weiß, dass es falsch liegen kann – so wie es in der Beschreibung vorgeschlagen wird. Ich würde mich demnach selber für dumm halten…

Nein, es freut mich ausschließlich aus einem Grund: weil dieser Indikator funktioniert und damit den Teilnehmer helfen kann, zu erkennen, wann ihr Gefühl ein Massengefühl ist. So einfach ist es manchmal…

Der Aufwärtstrend im Bund-Future

Und wenn ich schon beim Rückblick bin, ein Nachtrag zum Text gestern: Als Indikator für die Anleihemärkte können wir uns auch einmal den Bund Future anschauen. Denn hier zeichnet sich ein möglicher Bruch des Aufwärtstrends ab:

Sie sehen, dass der kleine, steilere Aufwärtstrend (grün) zu brechen droht. Die Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die man in die Bewegungen der Vergangenheit hineininterpretieren könnte, ist allerdings keine, die Umsätze stimmen nicht, das nur als Hinweis.

Sie sehen auf der unteren Seite des grünen Trendkanals allerdings zwei Linien. Hier ist vorerst nicht klar, welche relevant ist. Da es sich bei der Bewegung in den vergangen Jahren auch nur um einen Test des blauen Aufwärtstrendkanals von oben handeln kann, würde ich sogar einen Bruch nicht überbewerten. Erst wenn die Kurse nachhaltig in den alten Trend zurückfallen, wäre dies bearish zu werten. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass der Bund-Future in den nächsten Jahren in eine Seitwärtsbewegung übergeht, dessen obere Begrenzung quasi schon definiert ist, während die untere Begrenzung der Spanne sich noch herauskristallisieren muss.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

PS Auf den Einbruch im Gold gehe ich dann morgen ein.


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Seltsamer Einbruch bei den Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe! 

In der Woche vergangenen Woche sollen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 31.000 auf 292.000 Anträge gefallen sein. Das wäre der niedrigste Stand seit April 2006. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg auf 330.000 Anträgen gerechnet.

Allerdings teilte das Arbeitministerium mit, dass zwei Bundesstaaten ihre Zahlen nicht vollständig gemeldet hätten, weil sie ihre Computersysteme umstellten. Es muss also damit gerechnet werden, dass es in den kommenden Wochen zu einer erheblichen Revision dieser Zahl kommen wird. Und somit hat dieser Wert für den Moment keine Aussagekraft!

 


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