In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: So muss es sein. Passend zur Sommerpause Ihres Steffens-Dailys blieb der DAX in einer engen Seitwärtsbewegung. In den Medien wurde diese Phase mi ...
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So muss es sein. Passend zur Sommerpause Ihres Steffens-Dailys blieb der DAX in einer engen Seitwärtsbewegung. In den Medien wurde diese Phase mit „Sommerloch“ oder „Sommerschlaf“ bezeichnet. Heute „rauscht“ der DAX in die Tiefe, und Sie erhalten prompt wieder eine Ausgabe des Steffens Dailys. Also gerade rechtzeitig – perfekt.

Wobei „rauschen“ nicht ganz der richtige Ausdruck ist. Der DAX notierte zum Börsenstart lediglich um ca. 1,2 Prozent niedriger.  Nur angesichts der ruhigen Tage in den vergangenen Wochen erscheint dieser Rutsch heftig. So ist das Problem auch nicht etwa die Höhe des Kursverlustes, sondern dass der DAX erneut an einer wichtigen charttechnischen Marke zu scheitern droht. Fangen wir also mit der charttechnischen Situation an, bevor wir auf die fundamentalen Gründe für diese leichte Schwäche kommen. Dazu die bekannte DAX-Analyse nach der Target-Trend-Methode:

 

 

Beim DAX besteht nun die Gefahr, dass er zum zweiten Mal an der aus Sicht der Target-Trend-Methode höchst wichtigen 8.413-Punkte-Marke abprallt. Eine stärkere Eintrübung des Chartbilds ergäbe sich jedoch erst, wenn er auch noch unter die 8.211er Marke oder sogar wieder unter das Niveau des ehemaligen Allzeithochs von 8151,57 Punkten fällt. Geschieht das, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er die Mittellinie des aktuellen Rechtecks bei 7.930 Punkten ansteuert oder sogar bis an die 7.447er Marke rutscht.  

Der Aufwärtstrend im DAX

Dies ist aber lediglich ein sehr frühes Warnsignal, das bisher noch nicht durch weitere Analysen bestätigt wird. Dazu der DAX nach klassischer Charttechnik:

Sie sehen, dass sich der DAX seit Herbst 2011 in einem nahezu perfekten Aufwärtstrend aufhält, der nun durch das Bewegungshoch im Mai auch eine klare Obergrenze hat (diese werde ich auch in den Target-Trend-Chart einarbeiten – dazu aber in den kommenden Tagen mehr). Mit dieser neuen Obergrenze entsteht eine neue Mittellinie. Diese hat der DAX vor wenigen Wochen mit einem Gap-up (Kurslücke nach oben / kleines blaues Rechteck) überschritten (und diese damit bestätigt).  Nun testet er die Mittellinie von oben.

Dies ist aus Trendsicht noch ein ganz normales Verhalten. So lange dieser sehr starke und eindeutige Trend im DAX in Ordnung ist, müssen wir uns keine großen Gedanken machen. Die vorherrschende Tradingrichtung muss daher weiterhin „Long“ bleiben, da die Wahrscheinlichkeit für Trades auf steigende Kurse deutlich höher ist als die für fallende Kurse. Der Trend bleibt unser Freund.

Was zeichnet einen relevanten Aufwärtstrend aus?

Aber ist das auch wirklich der relevante Aufwärtstrend? Es gibt in der Target-Trend-Methode eine Technik, um zu bestimmen, ob der gefundene Trend und dessen Dynamik auch tatsächlich relevant sind. Dazu zeichnet man einfach Parallelen in den Trendkanal ein. Finden sich an diesen Parallelen viele Auflagepunkte, bestätigt dies den Trend. Das sieht dann wie folgt aus:

Sie sehen, dass es eine Reihe innere Trendlinien gibt, die diesen Trendkanal eindeutig bestätigen. Die Auflagepunkte sind durch kleine blaue Kreise gekennzeichnet.

Zusammenfassung

Der DAX schafft es bereits seit mehreren Monaten nicht, die hier schon vor geraumer Zeit als höchst wichtige 8.413er Marke zu überwinden. Ein zweites Scheitern an dieser Marke wäre ein erstes Warnsignal. Man sollte dieses Warnsignal aber noch nicht überbewerten, denn der Aufwärtstrend im DAX ist noch eindeutig in Ordnung. Wenn man eine an die Chancen und Risiken ausgerichtete Depot-Strategie verfolgt, kann man erste kleine Positionen veräußern. Man muss dann aber auch, sobald die 8.413er Marke doch überwunden wird, wieder zukaufen.

Fundamentale Situation

Vielleicht hilft ein Blick auf die fundamentale Situation, um diesen kleinen Dissens zwischen erstem Warnsignal und starkem Aufwärtstrend aufzuklären. Der Grund für die Kursverluste, die besonders die US-Indizes betrifft, ist natürlich, dass am morgigen Mittwoch um 20.00 Uhr (MEZ) das Sitzungsprotokoll der Fed-Sitzung veröffentlicht wird. Die Anleger sind in Sorge, dass daraus schon genauer zu entnehmen ist, wann die Fed anfängt, die milliardenschweren Anleihekäufe zu drosseln. Analysten vermuten, dass bereits im September mit dieser Drosslung angefangen wird.

Allerdings, und das wird übersehen, bedeutet eine Drosselung der Anleihekäufe nicht sofort eine tatsächliche Straffung der Geldpolitik. Wie Ben Bernanke es so schön formuliert hat: Die Fed tritt nicht auf die Bremse, sie nimmt lediglich den Fuß etwas vom Gas.

Wenn Sie mich schon länger lesen, wissen Sie, dass ich die Meinung vertrete, dass eine expansive Geldpolitik die Kurse grundsätzlich weiter treiben wird, da gerade in den USA immer noch keine Alternative zu Aktien existiert.

Die Bewertung der fundamentalen Analyse anhand des Anlagehorizonts

Da kein Ende dieser Politik in Sicht ist, werden die Kurse nicht nachhaltig unter dieser Drosselung leiden, so dass eine eventuelle Schwäche ein vorübergehendes Phänomen bleiben wird. Das heißt natürlich nicht, dass diese Schwäche nicht in eine kurze oder sogar längere Konsolidierung übergehen kann. Ein sicherlich bedeutender Faktor der Kursbewegungen, vor allem im kurzfristigen Bereich, hängt mit der Anleger-Psyche zusammen. Und wenn die Anleger Sorger haben, kann dies die Kurse belasten. Die zuvor beschriebene Analyse ist schließlich eine fundamentale. Und diese sind selten in der Lage die kurzfristigen Schwankungen an den Aktienmärkten einzufangen, setzen sich aber langfristig nahezu immer durch.

Was aber kann die Kurse belasten?

Wenn die Kurse nachhaltiger beeinträchtigt werden, dann durch ein Wiederaufflammen eines der Krisenherde (USA, Europa) oder durch das Entstehen einer neuen Krise. Doch da Krisen auch in normalen Zeiten meist überraschend auftreten, darf eine allgemeine Sorge vor neuen Krisen ohne weitere Faktoren, die diese Sorge bestätigen, nicht zu Anlageentscheidungen führen.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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