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Da kommt womöglich noch einiges auf uns zu. Nach den Aussagen von Ben Bernanke vor knapp einer Woche und den Problemen bei den chinesischen Banken (siehe Steffens Daily von gestern) sind die Renditen vieler Staatsanleihen deutlich gestiegen. Angesichts der eigentlich weltweiten Schuldenproblematik kann das natürlich nicht im Interesse der Notenbanker sein. Steigen die Renditen zu schnell, werden neue Kredite für die Staaten wieder deutlich teurer, und das wiederum würde die finanziell sowieso immer noch sehr angespannte Haushaltssituation vieler Länder erneut verschärfen.

Beruhigung ist angesagt

Und so versuchen nun weltweit die Chefs der wichtigsten Notenbanken zu beruhigen. Sie alle stimmen nun in den gleichen Chor ein, dass es keine plötzlichen Änderungen in der Zinspolitik geben wird. Damit soll versucht werden, die Renditen wieder zu senken. Seitens der Fed von Minneapolis wurde sogar  „eiligst“ eine Telefonkonferenz einberufen. In der hieß es, dass die Fed solange ihr Anleihekaufprogramm fortsetzen wird, bis die Arbeitslosenrate in den USA gesunken sei, und dass die Fed zudem die Zinsen auch nach dem Ende des Anleihekaufprogramm noch lange nahe null halten werde.

Eigentlich wiederholte sie damit nur das, was schon Ben Bernanke gesagt hatte. Aber die Fed zeigt damit, dass ihr die vom Markt quasi vorweggenommene Änderung der Zinspolitik nicht gefällt. Es ist das, was ich in der vergangenen Woche schrieb: Der Markt hat die Fed nicht richtig verstanden.

Auch die Notenbank in China versicherte, dass die Liquiditätsrisiken im Interbanken-Markt weitgehend unter Kontrolle seien und dass die stark gestiegenen Geldmarktzinsen wieder auf ein vernünftiges Maß zurückgeführt werden sollen.

Fragile Lage

Und trotzdem zeigt die Reaktion der Märkte, wie fragil die Lage zurzeit ist oder besser, wie nervös die Anleger sind. Ich möchte nicht wissen, welche Reaktionen der Markt für uns bereithält, wenn die Fed in zwei oder drei Jahren tatsächlich die ersten Zinserhöhungen ankündigen wird. Allerdings kann es sein, dass die Euphorie die Angst eindämmen wird, sofern die Märkte bis dahin weiter steigen sollten. An den Reaktionen der vergangenen Handelstage können wir allerdings erkennen, dass wir von einem solchen Szenario noch weit entfernt sind – eigentlich ein bullishes Zeichen.

Märkte reagieren nachhaltig erst auf deutliche Zinssteigerungen

Zudem, und das sollten Sie nicht aus den Augen verlieren, war es bisher immer so, dass die Märkte zwar kurzfristig auf Zinserhöhungen reagierten, aber die Trends erst dann ein Ende fanden, wenn die Zinsen ein bestimmtes Niveau erreichen.

Dieses „bestimmte Niveau“ müsste man im Prinzip mit einer Formel beschreiben – ich versuche es mit Worten:

Grundlage: Das renditehungrige Geld sucht risikoarme Anlagen bei hoher Rendite. So gibt es demnach drei Faktoren, welche beachtet werden müssen:

- die Renditechancen bei den Aktien

- die Renditen der Anleihen

- das jeweils aktuelle Risikoempfinden der Anleger im Zusammenhang mit der entsprechenden Anlage.

Das heißt: Erst wenn die großen institutionellen Anleger der Überzeugung sind, dass die Renditechancen im Aktienmarkt nicht mehr attraktiv scheinen und gleichzeitig das Rückschlagrisiko steigt, werden sie bei Zinsen, die oberhalb der Inflation notieren (!), Geld aus den Aktien- in die Anleihemärkte verschieben. Und davon sind wir noch weit entfernt.

Aber wer hat dann verkauft?

Das ist die gute Frage. Ich vermute, dass erste große Adressen ihre Depots an das durch die Aussagen der Fed langfristig veränderte Risikoprofil angepasst haben und dass in diese Schwäche die Nachrichten aus China einschlugen. Und dann reagierten natürlich die zittrigen und kurzfristig agierenden Anleger auf die Kursverluste und sind ausgestiegen.

Und wie geht es weiter?

Korrekturen tauchen in jedem Aufwärtstrend auf und sind eigentlich nur normal. Auch wenn diese Korrekturen, gerade wenn die Angst noch das Zepter an den Märkten in Händen hält, immer etwas Panisches haben. Leider kann man nur sehr schwer unterscheiden, ob es sich lediglich um eine Korrektur oder schon den Anfang eines neuen, nachhaltigen Abwärtstrends handelt.

Die Stärke der Gegenbewegung

Wir werden versuchen, anhand der Stärke der Gegenbewegungen auszumachen, ob ein Trendwechsel vorliegt. Bis dahin kann man eigentlich nicht viel dazu sagen. Schauen wir erst einmal, wie der Markt auf die Beruhigungsversuche der Notenbanker weltweit reagiert.

S&P500 noch im Test

Der S&P500 hat gestern das ehemalige Allzeithoch bei 1.576 Punkten getestet. Es gibt noch eine andere Unterstützungslinie bei ca. 1.555 Punkten, die ebenfalls eine gewisse Relevanz hat. Diese hat er gestern intraday ebenfalls getestet. Zum Handelsschluss konnte er sich aber wieder auf das Niveau des ehemaligen Allzeithochs retten. Insofern verläuft der Test noch normal. Und wie ich schrieb: Erst wenn das Allzeithoch im S&P500 nachhaltig nach unten gebrochen wird, wäre dies eine Bestätigung der ersten bearishen Signale im DAX.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

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