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Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

der Fed-Vorsitzende Ben Bernanke hat in der vergangenen Woche mit seinem sehr detaillierten Ausstiegsszenario aus der ultralockeren Geldpolitik der Fed den Märkten einige Turbulenzen beschert (siehe Steffens Daily vom 20.06.2013). Aber auch Chinas Zentralbank mischte dabei kräftig mit.

Fed und Chinas Zentralbank verursachen Kursrutsch

Denn ganz unerwartet kamen Bernankes Äußerungen nicht. Eine mehr oder weniger klare Aussage der Fed zum Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik war längst erwartet (oder besser: befürchtet) worden. Die Märkte konnten sich also bereits darauf einstellen und taten dies auch. Das zeigt zum Beispiel der Anstieg der Renditen für langlaufende US-Staatsanleihen seit Anfang Mai (siehe Pfeil in folgendem Chart):

US-Treasuries 

Quelle: Federal Reserve Bank, Darstellung mit MarketMaker

Mit seinen Ausführungen in der Vorwoche verursachte Bernanke nochmals einen kräftigen Aufschlag bei den Renditen, die dadurch auch einen wichtigen Widerstand überwanden (blaue Linie). Und auch die Aktienmärkte reagierten negativ.

Allerding kam es im S&P 500 erst am Donnerstag zu dem massiven Kursrutsch von über 2,5 % (dem größten an einem Tag seit November 2011, einem Höhepunkt der Euro-Schuldenkrise). Fed-Statement und Bernankes Erklärung waren aber schon am Mittwoch, und zwar während der regulären Handelszeiten der US-Börsen. Was verstärkte die negative Reaktion der Börse?

Im Gegensatz zur US-Notenbank Fed erklärte nämlich die chinesische Zentralbank am Donnerstag, dass sie mit sofortiger Wirkung den Geldhahn für die Banken des Landes zudreht. Diesen würde damit keine zusätzliche kurzfristige Liquidität mehr zur Verfügung gestellt. Chinas Zentralbank reagierte damit auf drastische Weise auf die zunehmenden Überhitzungen im Finanzsektor des Landes.

In China drohte ein Liquiditätsengpass

Durch horrende (krisenbedingte) Konjunkturprogramme, eine entsprechend freizügige Kreditvergabe und etliche Renommierprojekte sowie Korruption wurden in den vergangenen Jahren in China sehr viele Projekte realisiert, die volkswirtschaftlich fragwürdig sind. Seit Jahren ist zum Beispiel von neuen, aber leer stehenden Wohnsiedlungen die Rede, die dennoch – rein aus Spekulationszwecken – ständig gekauft und verkauft werden.

Verbunden damit war und ist eine ungeheure Aufblähung des Kreditvolumens. Viele Kredite könnten jedoch ausfallen, wenn die entsprechenden Projekte sich letztlich nicht rechnen und damit die Banken belasten. Aufgrund dieser Situation kommt es offenbar seit geraumer Zeit dazu, dass die Banken sich untereinander kaum noch Geld leihen.

Die Folge: Die sogenannten Übernacht-Zinssätze für kurzfristige Ausleihungen unter den Banken sprangen auf Rekordhochs von bis zu 25 % – ein Phänomen, dass uns in ähnlicher Weise aus der jüngsten Finanzkrise nur allzu bekannt ist.

Am Ende knickte Peking doch ein

In China geht das in mehreren Wellen bereits seit Ende April so. Bislang sprang immer Chinas Zentralbank ein und verhinderte mit kurzfristigen Geldspritzen das Schlimmste. Am Donnerstag erklärte sie offiziell, genau das nicht mehr zu tun. Damit erreichte diese Krise ihren vorläufigen Höhepunkt.

Denn zum Ende des Halbjahres könnten womöglich die Bilanzen einiger Banken in Schieflage geraten – mit den bekannten lawinenartigen Folgewirkungen im gesamten Finanzsektor. Und genau darauf reagierten die Märkte so drastisch, denn mittlerweile haben auch viele ausländische Anleger kräftig in China investiert.

Das war den Zentralbankern in Peking dann wohl doch zu heikel, so dass am Freitag die befreiende Nachricht über die Ticker lief, dass doch eine kurzfristige Geldspritze bewilligt wurde. Die Interbanken-Zinssätze gingen daraufhin wieder merklich zurück, verharrten aber dennoch auf einem hohen Niveau.

Warum Chinas Krise gut für die Rally ist

Das Risiko einer Finanzkrise in China ist damit zwar noch nicht gänzlich vorbei, aber die akute Gefahr wurde erst einmal gebannt. Dennoch bleiben die Börsianer vorsichtig, was aber auch mit der nun näher rückenden Sommerpause zu tun haben kann.

Denn in Sachen chinesischer Bankenkrise kommen immer mehr beruhigende Worte von den Experten: Da die meisten Banken immer noch staatlich sind, wird Peking die Geldinstitute notfalls natürlich doch stützen. Aber der erklärte Kurs der neuen chinesischen Führung ist es auch, die Luft aus dem überhitzten Finanzsektor abzulassen. Und dazu sind ihr offenbar auch drastische Drohgebärden recht.

Die Börsen haben damit wieder eine Sorge mehr. Und das ist gut so. Denn dadurch wird die kurzfristige Euphorie deutlich gebremst. Für die langfristige Fortsetzung der Rally ist das ideal. Denn es verlängert die „Mauer der Angst“, an der die Kurse dann umso länger und höher steigen können.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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