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Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

heute ist in den USA ein Feiertag zum Gedenken an die im Militärdienst gefallenen Frauen und Männer. Auch die Wall Street hat  daher feiertagsbedingt geschlossen. Damit haben die Börsianer Gelegenheit, einen zusätzlichen Tag darüber nachzudenken, wie es  an den Märkten weitergehen soll.

Ein Rücksetzer, seine Gründe und möglichen Folgen

Anlass dazu gibt es genug, z.B. die starke Rally der vergangenen Wochen und wie nachhaltig diese sein kann oder ob der Rückschlag in der Vorwoche der Auftakt einer (größeren) Korrektur sein wird. Als Ausgangspunkt für solche Gedanken eignen sich die in den Medien genannten Gründe für diesen jüngsten Rücksetzer.

Zum einen wurden dabei auf bestimmte Passagen im Protokoll zur vergangenen Fed-Sitzung bzw. in der jüngsten Rede von Fed-Chef Bernanke verwiesen. Diese wollen Analysten als Indiz für ein mögliches baldiges Ende der geldpolitischen Lockerung verstanden wissen. Als weiterer Grund gilt ein wichtiger Frühindikator, der eine anhaltende Konjunkturschwäche in China signalisiert.

Tatsächlich hätten beide Faktoren das Potenzial, die laufende Rally abzuwürgen. Denn nach allgemeiner Auffassung basiert die Rally hauptsächlich auf der Hoffnung bzw. Erwartung, dass die lockere Geldpolitik die Aktienmärkte durch die zur Verfügung gestellte zusätzliche Liquidität anfeuert. Gleichzeitig soll sie natürlich die Konjunktur ankurbeln. Aber stimmt das?

Attraktive Aktienmärkte, schwache Konjunktur

Fakt ist: Die lockere Geldpolitik sowie die noch nicht überwundene Immobilienkrise in den USA und vielen Ländern Europas machen quasi alle anderen Anlageklassen unattraktiv. Der jüngste Crash bei Edelmetallen und die anhaltende Schwäche der Rohstoffe tun ein Übriges. Zu Aktien besteht damit für die Anleger kaum eine Alternative.

Die Konjunktur dagegen bleibt weltweit immer noch schwach. So kam es unlängst zu überraschenden Rückschlägen bei wichtigen konjunkturellen Frühindikatoren in den USA, z.B. dem Philly-Fed-Index und dem Empire-State-Index, das sind Unternehmensumfragen zum Geschäftsklima in den wichtigen US- Industrieregionen Philadelphia und New York. Die Rezession in Europa hält weiter an und würgt auch allmählich den Aufschwung in Deutschland ab, wie die unerwartet schwachen Erwartungen deutscher Unternehmen, gemessen an der entsprechenden Teilkomponente des ifo-Geschäftsklimas, in der vergangenen Woche zeigten.

Auch die US-Unternehmen tun sich beim Wachstum schwer. Die zu Ende gegangene Quartalsberichtssaison ist mit einem Gewinnplus von 2,4 % bestenfalls durchschnittlich ausgefallen – allerdings nur, wenn man als Vergleich die ebenfalls schwachen vorangegangenen Quartale heranzieht. Von den komfortablen zweistelligen Gewinnraten, welche die US-Firmen im Aufschwung 2002 bis 2007 lange Zeit mit beeindruckender Konstanz ablieferten, ist das noch weit entfernt. Der Umsatz der S&P500-Unternehmen ging im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar zurück.

Die Crux – (zu?) hohe Erwartungen

Und – wie bereits oben erwähnt – taugen auch die Schwellenländer, allen voran China nicht mehr als weltwirtschaftliche Zugpferde. Der vielbeachtete Einkaufsmanagerindex der britischen Großbank HSBC deutet in seiner ersten Schätzung für Mai auf einen Rückgang des chinesischen Wirtschaftswachstums im Vergleich zum Vormonat hin. Es gibt also noch keinerlei Anzeichen für einen weltweiten nachhaltigen selbsttragenden Aufschwung, sondern – wie die Fakten zeigen – nur fortgesetzte Schwächesignale.

Trotzdem – und das ist die Crux – erwarten Ökonomen und Analysten immer noch eine kräftige konjunkturelle Besserung ab dem zweiten Halbjahr 2013. Das gilt insbesondere für die Unternehmensgewinne, die dann wieder deutlich zweistellig zulegen sollen (siehe gelbes Rechteck in der folgenden Grafik).

Earnings S&P500

Quelle:
Standard & Poor‘s

Ist hier vielleicht eher der Wunsch Vater des Gedankens? Weigern sich also die Anleger, den oben genannten Tatsachen ins Auge zu sehen und Gewinn- und Kursprognosen entsprechend nach unten zu korrigieren? Aus fundamentaler Sicht spräche daher eigentlich alles für eine Fortsetzung der gestarteten Korrektur, die dann sogar größere Ausmaße annehmen könnte, wenn die Börsianer ihre rosaroten Brillen ablegen.

Fundamentale vs. charttechnische Faktoren

Aber: Der Ausbruch über die alten Hochs hat sehr viel charttechnisches Potenzial freigesetzt. Immerhin lassen die Investoren damit faktisch alle Krisen des vergangenen Jahrzehnts stimmungstechnisch hinter sich. Und die Liquiditätsversorgung der Notenbanken wird angesichts der Konjunkturschwäche andauern. Von dieser Seite droht also keine Gefahr.

Inzwischen ist zudem nach unten genug Platz bis zu den alten Hochs. Selbst eine moderate Korrektur würde also die bisherige Übertreibung zumindest teilweise abbauen – ohne ernsten charttechnischen Schaden anzurichten. Und immer noch stehen viele Anleger an der Seitenlinie, die den Kursen bislang nur hinterher schauten. Wundern Sie sich also nicht, wenn die Rally nach einer ungewöhnlichen kurzen Verschnaufpause einfach weitergeht.

Aber warten wir erst einmal ab, zu welchen Schlussfolgerungen die Anleger am heutigen „Börsennachdenktag“ tatsächlich kommen. Die Charts werden es uns verraten.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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