In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Ich habe in den vergangenen Tagen einige Mails erhalten, in denen ich nach der weiteren Entwicklung beim Goldpreis gefragt wurde. Dem will ich gerne ...
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Ich habe in den vergangenen Tagen einige Mails erhalten, in denen ich nach der weiteren Entwicklung beim Goldpreis gefragt wurde. Dem will ich gerne nachkommen. Offensichtlich liegen einige Nerven blank. Kein Wunder, Gold hat seit seinem Hoch 2011 nun schon 40 % an Wert eingebüßt!

Ins Gewissen geredet

Bevor ich also auf den weiteren Verlauf eingehe, muss ich etwas tun, das für viele, die mit Gold Geld verdienen wollten, vielleicht etwas schmerzhaft sein wird. Aber das müssen Sie durch! Denn nur durch Schmerzen lernt man, an den Börsen Fehler zu vermeiden!

Sie erinnern sich, dass Gold eine Zeit lang als heiliger Gral des ewigen Reichtums und der Sicherheit beschrien wurde (beides gibt es an den Börsen nicht). Und ich erinnere mich noch sehr genau, dass die Goldanhänger in dieser Zeit keine Kritik duldeten. Als ich im August 2011, wenige Tage bevor Gold sein bisheriges Allzeithoch ausbildete, in einem Interview beim Deutschen Anlegerfernsehen und hier im Steffens Daily vor einem Ende der Rally unter der Überschrift  „Der Goldcrash wird kommen“  warnte, gab es doch extrem heftige, negative Reaktionen der Leser.

Diese Mischung: Eine Rally, deren Kursziele ins Unendliche verlegt werden sowie die Unfähigkeit, diese Anlage kritisch zu hinterfragen, ist eigentlich IMMER ein sicheres Indiz dafür, dass das ENDE eben dieser Rally bevorsteht. Und im August 2011 war diese Mischung offensichtlich und deutlich zu erkennen.

Das ist eine der wichtigsten Regeln überhaupt!

Ich kann also nur immer und immer wieder betonen: Jedes Mal, wenn Sie als Anleger von einer Anlage sehr überzeugt sind und Ihnen alle anderen darin auch zustimmen, sollten Sie extrem vorsichtig werden! Wenn dann auch noch in allen Medien von dieser Anlage geschwärmt wird, sollten Sie anfangen, Ihre Gewinne zu sichern.

Ich will auch niemanden mit solchen warnenden Prognosen vor den Kopf stoßen. Mir geht es lediglich darum, Anlegern zu helfen, damit sie Fehler vermeiden. Und selbst mit meiner langjährigen Erfahrung bleibt es immer nur eine theoretische Warnung, denn sicher kann man sich nie sein.  Wie ich schon damals schrieb: Das Ende einer Übertreibung ist nicht zu prognostizieren. Und die Warnung vor Gold war trotz des guten Timings nicht einmal eine meiner besten Prognosen, da ich mich damals nicht genau festgelegt hatte, wann der Einbruch denn kommen würde.

Wie geht es mit Gold weiter?

Um die Frage zu beantworten, wie es mit Gold weiter geht, müssen wir zwischen den kurzfristigen und den mittel- bis langfristigen Prognosen unterscheiden. Fangen wir klassisch mit der langfristigen Prognose an:

Die letzte große Seitwärtsbewegung der US-Märkte startete in den 1960er Jahren und endete 1982/83. Auch damals kam es zum Ende der großen Seitwärtsbewegung ab 1978 zu einer unglaublichen Goldrally, hier die Charts dazu:

 

 

Der Goldpreis (oberer Chart) stieg von zuvor 100 Dollar auf 850 Dollar. Die damalige Rally hatte einen triftigen Grund: Zu dieser Zeit sank aufgrund vieler Krisen die Stimmung der Verbraucher auf historische Tiefs. Es herrschte nackte Angst, welche die Menschen in die Goldspekulation trieb. Die US-Märkte liefen in dieser Zeit seitwärts.

Anschließend brach Gold wieder auf 300 Dollar ein. Das geschah nahezu gleichzeitig mit dem Ausbruch der US-Märkte aus ihrer damals fast 20 Jahre andauernden Seitwärtsbewegung (unterer Chart). Sie gingen dann bis in das Jahr 2000 in eine 1000-Prozent-Rally über, der Goldpreis bewegte sich in dieser Zeit hingegen seitwärts (zwischen ca. 300 und ca. 500 Dollar) und das 20 Jahre lang!

Die aktuelle Situation

Die aktuelle Situation gleicht der damaligen in vielerlei Hinsicht: Auch jetzt befinden wir uns in einer durch viele Krisen verursachten Seitwärtsbewegung der US-Indizes. Aktuell versuchen die Märkte den Ausbruch. Der Grund für den Anstieg des Goldpreises auf beinahe 2.000 Dollar bis 2011 lag ebenfalls in der Verunsicherung der Menschen. Offensichtlich wiederholt sich also Geschichte doch.

Das entscheidende Kriterium für den Anstieg des Goldpreises war die Sorge und das Sicherheitsbedürfnis der Anleger. In Krisenzeiten kaufen sie Gold, in guten Zeiten (in denen auch die Aktien steigen) logischerweise lieber Aktien, da Aktien im Gegensatz zu Gold eine Rendite erwirtschaften.

Die Schlussfolgerung

Und so lässt sich anhand der fundamentalen Situation im historischen Vergleich folgende Schlussfolgerung ableiten:

Sollte den US-Märkten tatsächlich der Ausbruch aus der großen Seitwärtsbewegung gelingen, müssen wir damit rechnen, dass auch dieses Mal der Goldpreis weiter fällt, um dann erneut viele Jahre auf einem niedrigerem Niveau seitwärts zu laufen.

Das ist die Gefahr, mit der es ein Goldanleger zurzeit zu tun hat, und genau das habe ich auch schon 2011 geschrieben. Daran hat sich nichts geändert.

Nur wenn sich die Krise in den USA erneut dramatisch zuspitzen sollte und die Weltwirtschaft in die Knie geht, besteht eine Chance, dass der Goldpreis neue Hochs ausbildet. Mit hoher Wahrscheinlichkeit müssten die Krisen dann aber schon wirklich dramatisch zurückkehren. Sollte die Krise lediglich weiter einige Jahre vor sich hindümpeln, müssen Sie damit rechnen, dass der Goldpreis ebenfalls eine Seitwärtstendenz, dann auf höherem Niveau (eventuell dem aktuellen), entwickelt.

Fazit:

Die Gefahren sind angesichts des historischen Vergleichs vorhanden. Der Goldpreis kann demnach auch noch viel weiter fallen. Wo er sich schließlich fangen wird, ist anhand des langfristigen Vergleichs jedoch nicht abzusehen. (Dazu gleich in der kurzfristigen Analyse mehr.)

Ich bin trotzdem nach wie vor dafür, dass man einen gewissen Teil seines Vermögens auch in Gold anlegt – die fallenden Kurse bieten hierfür, sobald sich ein Boden abzeichnet, eine schöne Gelegenheit. Diesen Anteil an Gold sollten Sie als eine Art Versicherung für den Fall ansehen, dass die Krisen doch noch eskalieren. Beachten müssen Sie dabei, dass Versicherungen immer auch Geld kosten und sich damit nur dann „lohnen“, wenn der Versicherungsfall eintritt!

Die kurzfristige Analyse

Und damit zur kurzfristigen Analyse:

Sie sehen, dass Gold aus der eineinhalb Jahre andauernden Seitwärtsbewegung (oberes blaues Rechteck) nach unten herausgefallen ist. Ich schätze, dass im Bereich der 1.500er Marke viele Stopps lagen, die eben diesen Kurseinbruch verursacht haben. Trotzdem ist die vorherige  Seitwärtsbewegung mit dem Einbruch nachhaltig verlassen worden. Wie ich schon vorige Woche schrieb, liegt damit das Kursziel bei ca. 1.260 Dollar, also im Bereich der unteren Kante des unteren blauen Rechtecks.

Diese Marke muss allerdings nicht in einem Rutsch erreicht werden. Es kann gut sein, dass der Goldpreis vorher noch einmal versucht, die Kurslücke (Gap) zu schließen, die im Bereich der 1.500er Marke entstanden ist. In diesem Zusammenhang könnte sogar die Rechteckkante noch einmal getestet werden.

Im Moment müssen wir also damit rechnen, dass sich der Kurs in den kommenden Wochen und vielleicht sogar Monaten zunächst weiter in dem aktuellen Rechteck aufhält. Interessant wird es nur, wenn er dieses Rechteck wieder verlässt, und hier wird es dann ganz einfach:

Die zwei Szenarien

Wenn nun auch noch die untere Rechteckkante bei 1.260 Dollar nach unten verletzt wird, müssen Sie davon ausgehen, dass wir auch noch die 1.000-Dollar-Marke sehen. In diesem Bereich sollte aber spätestens ein Bodenbildungsversuch starten.

Aber erst wenn der Goldpreis wieder in das obere Rechteck eindringt, wird es bullisher. Allerdings sind dann die Prognosen schwierig – dann kann alles passieren, und es gibt eigentlich kein Szenario, das hervorsticht.

Eindeutig bullish wird es logischerweise nur, wenn ein neues Allzeithoch nachhaltig ausgebildet wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen etwas weiterhelfen. Aber wichtiger war natürlich die Warnung 2011…

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

 


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