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Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

speziell die US-Märkte präsentieren sich derzeit in einer eigenartigen Verfassung. Es scheint, als ob sowohl Bullen als auch Bären weiterhin tief in den Winterschlaf verfallen sind: Kein Ereignis und keine Daten konnten zuletzt insbesondere den S&P 500 nachhaltig in eine Richtung bewegen. Das ist besorgniserregend. Aber vielleicht bringt ja die beginnende Quartalsberichtssaison eine Entscheidung.

Der S&P 500 zieht ruhig seine Bahn - zu ruhig?

Es ist einiges passiert in den vergangenen Wochen: die Zypern-Krise und die Eskalation der Situation um Nordkorea, die Einigung im US-Haushaltsstreit und eine erneute drastische geldpolitische Lockerung in Japan, ein Einbruch der ISM-Indizes und erheblich schlechter als erwartete Arbeitsmarktdaten in den USA. Aber all das warf den US-Leitindex nicht aus seiner ruhigen Bahn – sehen Sie selbst:

SP500

Quelle: MarketMaker

Seit mehr als einen Monat befindet sich der S&P 500 (oberer Chartteil) in einem sehr engen Kanal (blaue Linien). Dieser ist zwar leicht aufwärts gerichtet, aber das Allzeithoch (rote Linie), das mittlerweile zum Greifen nahe ist, wurde bisher nicht erreicht. Zuletzt scheiterte am vergangenen Dienstag ein (zaghafter) Angriff auf diese wichtige Marke (siehe Pfeil).

Natürlich kann man das positiv sehen: Wenn die Kurse angesichts neuer Krisen und schlechter Konjunkturdaten nicht ins Rutschen kommen, dann muss die Stimmung bullish sein. Aber warum gelingt den Bullen dann nicht der entscheidende Befreiungsschlag?

Die Volatilität ist so niedrig wie seit 2007 nicht mehr

Es scheint, als warteten die Anleger ab. Doch das hat Folgen: Die Volatilität sank Mitte März auf einen neuen Tiefstand. So niedrige Werte wurden seit Februar 2007 nicht mehr gemessen. Zur Erinnerung: Auch damals stand der Index kurz vor seinem Allzeithoch, das er dann zwar noch kurz überwand – nur um danach umso stärker einzubrechen.

Eine niedrige Volatilität gibt daher Anlass zur Besorgnis. Denn die Volatilität ist eine Art „Angst-Indikator“. Und extrem niedrige Werte deuten eben auf die Abwesenheit von Angst hin, also auf Sorglosigkeit.

Unentschlossenheit lähmt die Anleger

Das klingt erstaunlich, schließlich sind die Krisen immer noch sehr präsent, die Unsicherheit um die Konjunktur hält an und auch geopolitisch bestehen immer noch Gefahren, wie das Beispiel Nordkorea zeigt. Es dürfte also weniger Sorglosigkeit als vielmehr Unentschlossenheit sein, die die Anleger lähmt. Und genau hier wird es gefährlich.

Denn die Erfahrung lehrt, dass eine Phase sehr niedriger Volatilität in der Regel mit einem sehr dynamischen Kursausschlag zu Ende geht. Die Crux dabei: Man weiß nie, in welche Richtung dieser erfolgt. Allerdings dürfte klar sein, was die Börsianer bislang zur Untätigkeit bewegt: die heute beginnende Quartalsberichtssaison der US-Unternehmen.

Brisante Erwartungshaltung vor den Quartalszahlen

Und hier ist die Erwartungshaltung ziemlich klar: Nachdem insbesondere in der zweiten Hälfte 2012 die Prognosen für das laufende Jahr deutlich heruntergeschraubt wurden (siehe blaue Kurve in folgender Grafik), will man im Laufe des Jahres ein deutliche Besserung sehen. Diese erwartete Besserung drückt sich bereits darin aus, dass die Gewinnschätzungen für 2014 (grüne Kurve) gut 12 % über dem Niveau von 2013 liegen.

SP500-Gewinnprogn.

Quelle: Standard & Poor‘s

Sofern also die aktuellen Zahlen und vor allem die Ausblicke der Unternehmen diese Erwartung stützen, wird das Allzeithoch im S&P 500 rasch überwunden werden. Ansonsten werden die Kurse genauso schnell einbrechen.

Und dabei ist es genau diese Unentschlossenheit der Anleger, die diese hohe Brisanz in die aktuelle Lage bringt: Die abwartenden Investoren werden sich aufgrund der Zahlen oder der ersten Kursveränderungen danach bald entscheiden müssen. Da diese Unentschlossenen aber offenbar in der Mehrzahl sind, werden plötzlich sehr viel Börsianer in die eine oder andere Richtung stürzen. Eine hohe Dynamik der nächsten Bewegung ist also quasi unvermeidlich.

Was Sie jetzt tun müssen

Wenn Sie noch nicht investiert sind, dann haben Sie es vergleichsweise einfach. Warten Sie – ebenso wie die große Masse der Anleger – einfach ab, was geschieht. Nach einem Ausbruch können Sie immer noch im Hinblick auf die kommende Jahrhundert-Rally (siehe Steffens Daily vom 12. bzw. 13. März 2013) einsteigen. Bei einem Einbruch nutzen Sie später natürlich die niedrigeren Kurse zum Positionsaufbau.

Auch wenn Sie bereits investiert sind, können Sie es sich einfach machen, z.B. mit einem Komplettausstieg, der es Ihnen ermöglicht, unbelastet die Entscheidung abzuwarten. (Deutsche Anleger können dabei unter Umständen noch Steuern sparen – Stichwort „Altverluste“.)

Die meisten Anleger reagieren jedoch beim folgenden Wiedereinstieg aus psychologischen Gründen zu zögerlich. (Man kauft ungern Werte zu höheren Kursen zurück, die man zuvor niedriger verkauft hat.) In diesem Fall können Sie natürlich einfach auch (enge) Stopps für Ihre Positionen setzen. Geht es weiter aufwärts, bleiben Sie investiert, bei Rückfall sichern Sie den Großteil Ihrer bisherigen Gewinne.

Dann können Sie in Ruhe abwarten, wie die anderen Investoren sich entscheiden...

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert

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