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Thema: Beim immerwährenden Thema "US-Fiskalklippe" könnte es jetzt ungemütlich werden. Ein letzter Kompromissversuch scheiterte und zwei Gesetzesvorhaben der Demokraten und Republikaner wurden vom Senat abgelehnt. Zugegeben, zum Schluss glaubte auch niemand mehr an eine Einigung, da die jeweiligen Vorschläge weit von den Positionen der anderen Partei entfernt waren. Heute Nacht wird es damit zu den Sparmaßnahmen in Höhe von 85 Mrd. Dollar kommen. Bis zu zwei Millionen Jobs sollen in den USA gefährdet sein, da bis zum Jahresende alle Bundesbehörden ihre Budgets um bis zu 8 Prozent kürzen müssen. Und so werden die Ausgaben auch nicht sofort spürbar, sondern erst mit der Zeit.

Alles nur ein perfider Test?

Soweit ich die Strategie der Parteien verstehe, geht es darum auszutesten, wie die US-Wähler diese Sparmaßnahmen in den kommenden Wochen aufnehmen und wem sie die Schuld für das Desaster geben. Je nachdem, was geschieht, werden dann die Parteien ihre weitere Strategie planen.

Der „Test-Zeitraum“ ist jedoch nur kurz. Denn das nächste Thema in der nicht enden wollende Geschichte um die Haushaltsstreitereien in den USA wartet bereits am 27. März. Zu diesem Datum muss der Kongress einen Budgetplan verlängern. Geschieht das nicht, kann der Staat nicht mehr alle seine Rechnungen bezahlen. Und am 19. Mai muss zudem die Schuldengrenze erneut angehoben werden, ansonsten droht weiteres Ungemach.

Offensichtlich sind nun die meisten US-Analysten davon überzeugt, dass der eigentliche Show-Down damit am 27. März 2013 stattfindet.

Die verschiedenen Szeanrien

Bis dahin bleibt somit noch etwas Zeit für die Börsen, um zu spekulieren und zu hoffen. Grundsätzlich spräche das für eine Fortführung der Seitwärtsbewegung. Was mir an der Situation nicht gefällt, ist eben die Nähe der US-Indizes zu den Allzeithochs. Die Gefahr, dass eine Eskalation in diesem Haushaltsstreit dazu führt, dass über einen weiteren starken Kurseinbruch die lange Seitwärtsbewegung fortgeführt wird, ist einfach sehr hoch. Dazu noch einmal der beeindruckende S&P500-Chart mit seinen drei idealtypischen Entwicklungen, den ich Ihnen bereits vor einigen Monaten vorgestellt hatte:

Zunächst ist hier die seit 1997 existente, große Seitwärtsbewegung im S&P500 dargestellt (blaues Rechteck).

Bis vor kurzem ging es noch um die Möglichkeit, dass sich aus der großen Seitwärtsbewegung ein breiter Abwärtstrendkanal herausbilden könnte (durchgezogene rote Linien). Eine Begründung für ein derartiges Szenario wäre eine Deflation gewesen (siehe Entwicklung im Nikkei seit 1990). Doch dieses Szenario ist mit dem Ausbruch aus dem roten Trendkanal, also über die obere rote Abwärtstrendlinie, hinfällig. Die Seitwärtsbewegung hat sich insofern durchgesetzt, die rot gestrichelte Prognoselinie fällt damit als Möglichkeit weg. Ein Krisenszenario weniger…

Das blaue und grüne Szenario

Es bleiben also das blaue und das grüne Szenario übrig. Kurz: Wird die Seitwärtsbewegung fortgeführt oder nach oben aufgelöst? Genau das ist es, worüber ich hier seit Wochen schreibe. Hier muss eine Entscheidung fallen und offensichtlich könnte dies jetzt im Zusammenhang mit der Fiskalklippe geschehen.

Die Gefahr für das US-Wirtschaftswachstum

Scheitern die Verhandlungen im US-Haushaltsstreit, muss die USA in den kommenden 10 Jahren bis zu 1,2 Billionen Dollar einsparen. So positiv das zunächst klingen mag, so destruktiv könnte sich das auf das zarte Pflänzchen Wirtschaftswachstum auswirken, das wir zurzeit in den USA erkennen können. Sollte die USA aber doch wieder in eine Rezession abrutschen, könnten die Kurse das in Form einer weiteren Abwärtskorrektur einpreisen, die im aller schlechtesten Fall die Kurse wieder bis zur unteren Linien (blau gestricheltes Szenario) treibt. 

Sollte es hingegen zu einer ökonomisch vertretbaren Einigung kommen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die enorme Ausweitung der Geldmenge die Aktienkurse immer weiter nach oben treibt (grün gestricheltes Szenario) und es zu einem langfristigen Ausbruch aus dieser Seitwärtsbewegung kommt. Im Prinzip wäre dies eine Art Inflations-Szenario, da die Aktienkurse trotz fehlender Substanz im Wirtschaftswachstum aufgrund monetärer Effekte steigen würden.

Das Jahr der Entscheidung

Und damit sind die kommenden Wochen höchst wichtig für den weiteren Börsen-Verlauf. Und das ist wohl auch der Grund, warum die Kurse seit Wochen in einer Art Kaninchenstarre gefangen sind – die Anleger warten wie hypnotisiert ab, was geschieht….

Da wir nicht in die Köpfe der Kongressabgeordneten blicken können, können wir leider nur abwarten, was tatsächlich geschieht. Es ist aber auch nicht wichtig, die Entscheidung vorauszusehen – wichtiger ist, auf die entsprechende Marktbewegung dann angemessen zu reagieren.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

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