In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Die Reaktion der Märkte auf die Wahl in Italien ist sehr amüsant. Das liegt wohl daran, dass viele Anleger, verunsichert durch die Medien, ...
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Die Reaktion der Märkte auf die Wahl in Italien ist sehr amüsant. Das liegt wohl daran, dass viele Anleger, verunsichert durch die Medien, grundlegende Dinge zurzeit falsch einschätzen, beziehungsweise bestimmte Ereignisse überbewerten. Aber das verwundert nicht. Schließlich finden Sie in den Medien heute überwiegend Überschriften, die mit Worten wie „Schockzustand“, „Warnungen“, „Gefahr für Europa“, „lähmendes Ergebnis“, Stimmung machen. Das ist jedoch nichts weiter als das übliche Medienspektakel. Denken Sie immer daran: Nachrichten, die Angst verbreiten, verkaufen sich auch gut. Sie als Anleger müssen also diese verkaufsfördernde Dramatisierung grundsätzlich herausrechnen. Doch selbst wenn man das tut, bleibt ein nicht ganz korrektes Bild.

Der Abwertungswettlauf der Währungen

Das, was da gerade in Italien geschehen ist, mag politisch vielleicht schwierig sein, wie immer bei einer Patt-Situation. Aber aus einem gänzlich anderen Blickwinkel ist es das Beste, was Europa passieren konnte. Denn eben genau diese Sorgen im Vorfeld der Wahl und das jetzige Patt führten dazu, dass der starke Anstieg des Euro ein unrühmliches Ende fand.

Dazu der Euro-Chart:

 

Der Euro konnte sich nach dem Bruch des wichtigen Widerstands bei 1,35 Dollar (in etwa die Mittellinie der großen Seitwärtsbewegung) doch nicht weiter positiv entwickeln. Er ist zunächst nicht, wie es aus klassischer Charttechnik zu erwarten gewesen wäre, bis an die 1,50er Marke gelaufen.

Stattdessen stellt sich nun der Ausbruch als ein Fehlsignal dar. Und diese sind sehr häufig ein bearishes Zeichen. Aktuell teste der Euro sogar erneut die blaue Abwärtstrendlinie von oben. Dieser erneute, also zweimalige Testen der blauen Trendgeraden ist ebenfalls ein eher bearishes Signal. Kurz: Aus charttechnischer Sicht hat sich das Bild im Euro in den vergangenen Wochen damit erheblich verschlechtert.

Als die Welt des Euros noch in Ordnung war

Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Analyse, als der Euro stieg und stieg. Ich hatte dazu  geschrieben, dass ein steigender Euro gerade für die schwachen Länder der Euro-Zone Gift seien. Wenn der Euro tatsächlich bis auf 1,50 Dollar gestiegen wäre, hätte dies natürlich auch so eine exportlastige Wirtschaft wie die Italiens belastet.

Helfen kann nur die Wirtschaft

Und, auch wenn es vielleicht bei all den politischen Querelen um Sparmaßnahmen und Staatsfinanzen nicht so scheinen mag: Im Prinzip wird nur ein steigendes Wirtschaftswachstum wieder Ruhe in die gefährdeten Staaten bringen. Wenn der Staat zu viel spart, fehlen die Binnenanreize für das Wirtschaftswachstum.

Dann kann theoretisch eine nach unten gerichteter Teufelskreis entstehen: Durch die Sparmaßnahmen wird die Wirtschaft geschwächt, die Unternehmen zahlen weniger Steuern. Sie müssen aber auch immer mehr Arbeitskräfte entlassen, die auch weniger Steuern zahlen und zusätzlich noch die Sozialsysteme belasten. Der Staat nimmt immer weniger Geld ein, muss aber gleichzeitig mehr zahlen. Also spart er noch mehr, der Teufelskreis entsteht.

Helfen kann hier, wenn gleichzeitig mit den notwendigen Sparmaßnahmen die Wirtschaft wieder anspringt. Doch dazu wäre ein starke Euro Gift. Aus diesem Grund ist der aktuell wieder fallende Euro das Beste was den schwächeren Staaten geschehen kann. Die Euro-Schwäche ist einfach ein wichtiger Grundpfeiler, um die Staatsfinanzen zu sanieren. Der Euro mischt also doch wieder mit, im weltweiten Währungskrieg - den offiziell niemand führt...

Warum freuen sich also die Anleger nicht?

So verrückt es also klingen mag, eigentlich sollten sich also die Anleger nach dieser Wahl freuen. Sie sollten sogar hoffen, dass die schwierige Situation in Italien noch etwas anhält und den Euro noch weiter belastet. Aber die erste Reaktion der Märkte ist oft nicht nachhaltig, da sie emotional getrieben ist.

Dass nun die Zinsen für neue Staatskredite in den schwächeren Ländern wieder anziehen, ist zwar ein Argument. Aber erinnern Sie sich, die hohen Zinsen haben auch im vergangenen Jahr nicht die Aktien-Rally beeinträchtigen können, bzw. wenn, dann immer nur kurz. Es kann also gut sein, dass die Börsen sich relativ schnell wieder fangen.

Politische Börsen

Zumal, Sie kennen doch die Märkte: Irgendwann in den kommenden Tagen sind die Wahlen in Italien nur noch Nebensache. Die Welt dreht sich weiter, und neue Themen werden gespielt. Die Börse ist nun einmal geprägt von Gier und Angst. Zwei Emotionen, die sich immer und immer wieder ablösen. Gestern war es zunächst die Gier, die den DAX zeitweise um über zwei Prozent noch oben trieb, heute ist es wieder die Angst und bald wird es wieder die Gier sein…

Ein neue Thema wartet schon auf die Anleger: Die Fiskalklippe in den USA. Am Freitag werden die automatischen Ausgabenkürzungen in Kraft treten. Kommt es zuvor doch noch zu einer Einigung zwischen Republikanern und Demokraten? Meines Erachtens hat dieses Thema eine wesentlich höhere Brisanz.

DAX weiter seitwärts:

Sah es gestern Mittag noch so aus, als würde der Markt nach oben ausbrechen wollen, so ist er heute wieder weiter davon entfernt. Insgesamt bleibt es aber damit bei der Seitwärtsbewegung, die ich schon seit Wochen prognostiziere. Hier der aktualisierte Target-Trend-Methoden Chart des DAX:

 

Der Chart entlarvt ein Non-Event, denn eigentlich ist trotz der dramatischen Berichterstattung nicht wirklich etwas entscheidendes im DAX geschehen. Immer noch kann er die 7.447er Marke testen. So lange diese nicht nachhaltig nach unten gebrochen ist, gehe ich davon aus, dass das rechte rote Target noch angelaufen wird. Dann wären die vor Wochen prognostizierten 10 Wochen Seitwärtsbewegung doch bittere Wahrheit geworden.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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