In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Die Medien freuen sich über einen steigenden ifo-Index und auch der Markt setzt diese Freude um. Tatsächlich sollten sich jedoch eher Sorgenfalten ...
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Die Medien freuen sich über einen steigenden ifo-Index und auch der Markt setzt diese Freude um. Tatsächlich sollten sich jedoch eher Sorgenfalten auf den Gesichtern der Anleger breit machen. Doch zunächst zu dem ifo-Index und den aktuellen Werten:

Das ifo Geschäftsklima basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels. Die Unternehmen werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie können ihre Lage mit "gut", "befriedigend" oder "schlecht" und ihre Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monaten als "günstiger", "gleich bleibend" oder "ungünstiger" kennzeichnen. (Quelle: www.cesifo-group.de)

Damit handelt es sich beim ifo-Index im Prinzip um eine Art Stimmungsindikator.

Der ifo-Index ist im Februar um 3,1 Punkte auf 107,4 Punkte gestiegen. Das ist der vierte Anstieg in Folge und das stärkste Plus seit Juli 2010. Analysten hatten lediglich mit einem Wert von 105 Punkten gerechnet.

Dabei hat offensichtlich auch die Zufriedenheit mit der aktuellen Geschäftslage zugenommen, der entsprechende Unterindex stieg um 2,1 auf 110,2 Punkte.  Aber auch die Erwartungskomponente konnte zulegen, hier ist ein Zuwachs von 4 Punkten auf 104,6 Punkte zu verzeichnen.  

Die Zahlen sind allerdings zurzeit schwer einzuordnen. Schauen wir uns dazu das Diagramm im Vergleich mit dem DAX an:

Eine ungewöhnliche Diskrepanz zwischen ifo-Index und Aktienmarkt

Auffällig ist, dass die Rally im DAX schon seit geraumer Zeit Fahrt aufgenommen hat, während der ifo-Index weiter fiel. In diesem Zeitraum, von Oktober 2011 bis Oktober 2012, also genau ein Jahr lang, baute sich demnach eine große und ungewöhnliche Diskrepanz und zwischen Aktienentwicklung und Stimmungsentwicklung auf. Natürlich ist diese Entwicklung mit der Schuldenkrise in der Euro-Zone zu erklären, aber genau das macht es eben jetzt so schwer, die aktuellen Werte zu interpretieren.

Ein guter Kontraindikator

Sie wissen, normalerweise nutzen wir den Ifo-Index als Kontraindikator, ein typisches Prozedere bei Stimmungsindizes. Das bedeutet, wenn der ifo-Index über 100 oder sogar 110 Punkte steigt, wird es für den Aktienmarkt brenzlig. Als langfristig orientierter Anleger müssen Sie demnach vorsichtig werden. Dazu der langjährige Vergleich:

Sie sehen in diesem Diagramm, dass Werte über 105 oft mit einem Hoch im Aktienmarkt zusammengefallen sind.

Nun notiert der ifo-Index mit 107,4 Punkten erneut auf einem sehr hohen Niveau knapp an der 110e-Marke. Eigentlich ein Warnzeichen, insbesondere da der DAX zurzeit auch noch unter dem Allzeithoch notiert.

Das Problem mit dem Nachlauf

Allerdings stand er vor dem Kurseinbruch im Jahr 2011 bei 115 Punkten und es gibt eben diese Divergenz zwischen Aktienkurs und ifo-Index, die nun die Frage aufwirft: Wiederholt sich die Geschichte?

Noch kann der Index auf das Niveau vom Februar 2011 bei 115 Punkten steigen - so gesehen sind die Sorgen vielleicht etwas verfrüht. Aber was dann? Eine weitere Verbesserung der Stimmung ist dann nur noch begrenzt möglich. Sie kann jedoch theoretisch auf diesem hohem Niveau seitwärts laufen, während der DAX weiter steigt.

Das wahrscheinlichste Szenario für weiter steigende Kurse

Wenn der DAX weiter steigen sollte, wird folgendes Szenario wahrscheinlich: Der ifo-Index wird noch bis an die 115er Marke steigen, aber insgesamt langsamer ansteigen als der DAX. Dann wird es zu einer Konsolidierung im DAX kommen, die auch den ifo-Index wieder auf die 100er Marke drückt. Und danach geht es dann in beiden Indizes munter weiter nach oben. Schauen Sie sich dazu zum Vergleich die Entwicklung von 1994 und den folgenden Jahren an. Hier korrigierte der ifo-Index in einer Seitwärtsbewegung und der DAX startete anschließend eine Rally.

Das bearishe Szenario

Sollte der DAX jedoch an dem Allzeithoch scheitern und eine weitere große Korrekturschleife drehen, wäre der hohe ifo-Index erneut ein Warnsignal gewesen.

Fazit:

Der ifo-Index erreicht erneut einen Stand (in einer Aufwärtsbewegung), der auf gefährlich hohem Niveau liegt. Auch deswegen muss man nun natürlich wieder etwas vorsichtiger werden. Aufgrund der Tatsache, dass der ifo-Index zuvor auf den gesamten DAX-Aufwärtstrend seit Oktober 2011 nicht wie sonst mitgemacht hat, kann es jedoch sein, dass er diese Divergenz erst noch abarbeiten muss. Das müssen Sie berücksichtigen.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

www.stockstreet.de


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