In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Und dann kam es gestern doch noch zu einem Paukenschlag durch das Fed-Protokoll. Zumindest, wenn man den Medien Glauben schenken will. Demnach seien die ...
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Inhaltsverzeichnis

Werden Sie nun sehr vorsichtig!

Und dann kam es gestern doch noch zu einem Paukenschlag durch das Fed-Protokoll. Zumindest, wenn man den Medien Glauben schenken will. Demnach seien die US-Märkte nach Veröffentlichung des Protokolls gefallen, da mehrere Fed-Mitglieder der Meinung sind, das Programm zum Ankauf von Staatsanleihen solle bereits deutlich vor Ende 2013 verlangsamt oder sogar gestoppt werden.

Da die Fed-Mitglieder nicht namentlich genannt wurden, ist es schwer zu beurteilen, wer diese Meinung vertreten hat. Doch generell gehen die Analysten weiter davon aus, dass der harte Kern um Ben Bernanke die geldpolitische Lockerung wie auch angekündigt fortführen werde, bis sich deutliche positive Signale in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt zeigen oder aber die Inflation entsprechend anzieht.

Letzten Endes wurde schließlich die Fortsetzung der aktuellen Geldpolitik mit elf zu eins Stimmen beschlossen, wobei die eine Gegenstimme von Esther L. George (Fed-Kansas) kam. Sie begründete ihre Skepsis damit, dass die Fortsetzung der monetären Lockerung die Risiken zukünftiger wirtschaftlicher und finanzieller Ungleichgewichte erhöhen. Dies könne zu einer höheren Inflationserwartung führen. Ihrer Meinung nach übersteigen die Kosten und Risiken der Anleihekäufe deren Nutzen.

Eigentlich weicht damit das Protokoll nicht allzu sehr von dem vorherigen ab, auch hier gab es schon skeptische Stimmen. Aber es ist immer die Frage, in welcher Situation eine Nachricht auf den Markt trifft.

Grundsätzlich macht es auch aus Sicht der Fed keinen Sinn, jetzt schon über eine Einschränkung der monetären Maßnahmen zu spekulieren, also bevor sie weiß, ob die automatischen Einsparungen im Zusammenhang mit der Fiskalklippe, die am 1. März in Kraft treten würde, noch abgeschwächt werden.

In meinen Augen ist demnach zweifelhaft, ob tatsächlich das Fed-Protokoll der Auslöser war.

Rohstofffonds in Schieflage?

Es gab zudem eine weitere Nachricht, die sich belastend auswirkte: Gerüchten zufolge ist ein großer US-Rohstofffonds in Schieflage.  Und gemeinhin reagieren die Märkte auf Nachrichten nervös, die mit Schieflagen von großen Fonds zu tun haben. Hier werden Erinnerungen an den Long-Term Capital Management (LTCM) im Jahr 1998 wach, ein Fonds, der an seinem Höhepunkt mit einem Eigenkapital von 4 bis 8 Mrd. Dollar 1,25 Billionen Dollar hebelte und dann in Schwierigkeiten  geriert. Schlussendlich musste er gerettet werden, weil er ansonsten zum Auslöser einer Finanzkrise hätte werden können.

Bei der aktuell immer noch angespannten Lage an den Finanzmärkten, würde auch schon die Schieflage eines deutlich kleineren Fonds ausreichen, wieder Unruhe in den Markt zu bringen. Zumal die Fed heute nicht mehr, wie damals bei der Schieflage des LTCMs, die Zinsen senken könnte.

Die Reaktion auf dieses Gerücht war dann auch deutlich bei der Entwicklung des Goldpreises  zu erkennen. Dieser sackte weiter nach unten durch und hat nun fast das untere Ende der großen Seitwärtsbewegung erreicht. Da der Abverkauf beim Gold bereits sehr dynamisch verläuft und fast schon eine Art Ausverkauf darstellt, könnte es tatsächlich sein, dass es an der unteren Begrenzung zu einem Stabilisierungsversuch kommt.

Welche Nachricht sich nun wie ausgewirkt hat, ist natürlich fraglich. Beide Nachrichten sind geeignet, sowohl die Aktienmärkte als auch die Rohstoffmärkte unter Druck zu bringen.

Wenn die Fed ihre Anleihekäufe einschränken würde, wird zunächst der Aktienmarkt reagieren, einfach um die Sorge einzupreisen, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung in den USA abschwächt.

Auf der anderen Seite würde ein Ende der Anleihekäufe dazu führen, dass die Inflationsgefahren sinken. Da viele US-Bürger zum Beispiel Gold und andere Rohstoffe im Depot haben, um sich eben vor diesen Inflationsgefahren zu schützen, wäre so auch der Kursrückgang bei den Rohstoffen zu erklären.

Aber auch ein Rohstofffonds in Schieflage, der seine Position veräußern MUSS, würde natürlich die Rohstoffpreise drücken. Anleger wären in Sorge, dass die Kurse noch viel weiter fallen und könnten so versucht sein, möglichst schnell auszusteigen, bevor es noch dramatischer wird. Wenn dieser Fonds eine entsprechende „systemrelevante“ Größe hätte, könnte das auch zu Verwerfungen am Aktienmarkt führen – eben weil wir uns nach wie vor in einer sehr angespannten Finanzmarktsituation befinden.  

Dax reagiert wie gewohnt heftig

Der DAX notierte heute um die 2 Prozent im Minus. Dieses Spiel kennen wir. Der DAX neigt dazu, Entwicklungen an den US-Börsen gehebelt umzusetzen. Die Anleger in Deutschland scheinen noch etwas hysterischer zu sein, als in den USA.  

Unabhängig davon, ob sich die Gerüchte bestätigen müssen Sie jetzt aber sehr aufpassen.  Gerne leitet so ein Ereignis eine größere Konsolidierung ein. Dazu der DAX Stunden-Chart:

In diesem Chart erkennen Sie einen bearishen Keil, einen sich nach oben verjüngenden Aufwärtstrend. Diese Formationen sind immer mit Vorsicht zu genießen. Da allerdings diese höchst wichtigen Widerstände, die 8.000er Marke und das Allzeithoch warten, war eine Abschwächung der Dynamik, die zu einer solchen Verjüngung führt, zu erwarten.

Interessant ist zudem etwas anderes: Die dynamische erste Abwärtswelle vom DAX sehen Sie hier als linkes blaues Rechteck eingezeichnet. Danach kam es zu einer kleinen Gegenbewegung. Sehr häufig folgt dann eine zweite Abwärtswelle, welche die gleiche Spanne hat, wie die erste. In diesem Chart ist sie durch das rechte blaue Rechteck dargestellt. Und das Tief dieser Spanne liegt damit genau auf der 7.447er Marke, die gleichzeitig die Unterkante des aktuellen Rechtecks aus der Target-Trend-Methode ist (siehe Steffens Daily von gestern).

Fazit: Die Kurse können, wie auch schon vor einigen Tagen bereits geschrieben, durchaus noch einmal an die 7.447er Marke zurückfallen.  So lange diese Marke nicht dramatisch nach unten verletzt wird, ist die Welt der Bullen noch in Ordnung. In diesem Fall wäre auch ein leichter Bruch der unteren Aufwärtstrendlinie des Keils kein Problem.

Sollte aber die 7.447er Marke nachhaltig nach unten verlassen werden, würde auch der Keil nach unten aufgelöst, und damit entstände ein erstes bearishes Signal!

Werden Sie also vorsichtig, wenn die 7.447er Marke fällt! Noch ist aber die Welt der Bullen in Ordnung! Sie kennen ja den Steffens Daily: Wir wollen stets sehr frühzeitig auf mögliche Gefahren hinweisen.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

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US-Konjunkturdaten

Die Zahl der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in der Woche bis zum 16. Februar um 20.000 auf 362.000 gestiegen. Analysten hatten mit einem leicht geringeren Anstieg auf 360.000 gerechnet. Der Vier-Wochenschnitt stieg von 352.750 auf 360.7500.

Die Verbraucherpreise in den USA sind im Januar gegenüber Dezember unverändert geblieben. Analysten hatten hingegen mit einem leichten Anstieg von 0,1 Prozent gerechnet.


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