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Inhaltsverzeichnis

Gibt es im Währungskrieg nur Verlierer?

Längst ist im Schatten der Krise ein weltweiter Währungskrieg entbrannt. Ziel der beteiligten Länder ist es, die eigene Währung zu schwächen, um sich auf dem Weltmarkt Vorteile zu verschaffen. Und dieser Währungskrieg geht gerade in eine neue Runde. 

Beispiel USA: Dort ist die Bereitschaft zum Schuldenabbau erkennbar gering. Sicher bremsen hier auch die Streitereien der beiden großen Parteien um die Themen Steuererhöhungen und Einsparungen (Stichwort Fiskalklippe). Fakt ist aber, dass munter weiter Schulden gemacht werden, und der Dollar dadurch weiter abwertet. Auch Japan ist wieder in diesen Währungskrieg eingestiegen. Durch neue monetäre Maßnahmen soll die eigene Exportwirtschaft unterstützt und die Deflation bekämpft werden. Die Folge dieser Maßnahmen ist, dass der Yen abwertet. Und ein anderer große Player in der Weltwirtschaft nimmt an diesem Wettlauf teil, ohne sich eigene Gedanken machen zu müssen: China. Die chinesische Währung ist an den Dollar gekoppelt und so wertet auch der Yuan einfach mit dem Dollar weiter ab.

Doch was macht nun die EuroZone?

Und was ist mit der Europäischen Union? Sie findet so langsam aus ihrer Krise heraus. Eine Krise, die sich erheblich schwächend auf den Euro ausgewirkt hat. Und es war genau diese Schwäche des Euros, die Europa in den vergangenen Jahren sehr geholfen hat, auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig zu bleiben. Wir in Deutschland haben mit unserer exportorientierten Wirtschaft haben davon sogar massiv profitiert. Und jetzt, mit den sinkenden Risiken einer Eskalation der Schuldenkrise in der Eurozone, wertet der Euro nach und nach wieder auf und befindet sich mittlerweile wieder in einem klaren Aufwärtstrend.

Mit dem steigenden Euro fällt aber der unterstützende Effekt weg. Und das wird sich gerade auf die Exportnationen auswirken. Also was tun? Die Krise wieder anfeuern, damit der Euro wieder unter Druck kommt? Das wäre natürlich eine Möglichkeit.

Aber was würde es bringen? Kurzfristig ist ein schwacher Euro ohne Frage besser. Aber ein Währungskrieg, in dem alle Parteien um ihre eigenen Interessen kämpfen, sorgt dafür, dass alle Währungen mehr oder weniger gleichermaßen abwerten. Der positive Effekt verpufft. In diesem Fall geht es wohl nur noch um die Frage, wer beschließt die extremsten monetäre Maßnahmen oder wer verschuldet sich schneller – aber ob daraus noch ein wirklicher Vorteil für ein Land zu erzielen ist, ist mehr als fraglich.

Ein ganz anderer Weg

Vielleicht wäre es demnach für die Eurozone gar nicht so schlecht, aus diesem weltweiten Währungskrieg still und heimlich auszusteigen. Wie gesagt, es bringt keinen Vorteil mehr, wenn sich alle an diesem Wahnsinn beteiligen. Hier wäre vielleicht tatsächlich derjenige der Klügere, der als erster nachgibt.

So gesehen wäre es sogar ratsam, die eigenen Finanzen schnell wieder ins Lot zu bringen. Kurzfristig könnte dies zwar zu einer Belastung der Wirtschaft führen, keine Frage. Aber langfristig könnte eine geringe Staatsverschuldung bei einem ausgeglichenen Haushalt ein großer Vorteil werden. Denn irgendwann wird in den anderen Staaten die durch den Währungskrieg weiter eskalierte Staatsverschuldung die wirtschaftliche Entwicklung abwürgen.

Ein Beispiel

Dazu ein Beispiel: Stellen Sie sich einfach vor, Anleger und Staaten wären plötzlich nicht mehr bereit, den USA zu niedrigsten Zinsen Geld zu leihen – einfach, weil die Schuldenlast zu groß geworden ist. Die USA müssten plötzlich immer höhere Zinsen zahlen. Um das zu können wäre sie gezwungen, massiv zu sparen. In so einer Situation kann dieser Staat dann die Wirtschaft nicht mehr stimulieren. Ausgaben werden gekürzt, im schlimmsten Fall können die eigenen Angestellten nicht mehr bezahlt werden. Die Folge: Rezession.

Wenn die USA in eine tiefe Rezession rutscht, und andere Staaten aufgrund der oben genannten Faktoren ebenfalls kein Wirtschaftswachstum mehr generieren, wäre eine Weltwirtschaftskrise die Folge.

Um in diesen Strudel der Krise nicht mit hineingezogen zu werden, und mögliche Folgen abzuschwächen, braucht ein Staat Geld. Und so wären die Staaten, die bis dahin ihren Haushalt saniert hätten, deutlich im Vorteil, da sie entsprechende Maßnahmen zur Ankurbelung und Flexibilisierung der Wirtschaft finanzieren könnten (erinnern Sie sich an die Abwrackprämie, Kurzarbeit). Je weniger tief eine Krise ist, desto schneller kann man wieder aus ihr heraus finden (siehe Deutschland in den vergangenen Jahren).

Kurz: Mittel- bis langfristig könnte es tatsächlich besser sein, jetzt aus dem Wahnsinn des Währungskrieg, der eigentlich niemand mehr einen wirklichen Vorteil bringt, auszusteigen.

Viele Grüße

Jochen Steffens

www.stockstreet.de

PS: Heute gibt es eine Vielzahl von US-Konjunkturdaten, welche die Märkte beflügelten, dazu weiter unten in Ihrem Steffens Daily mehr.


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US-Konjunkturdaten

Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 157.000. Analysten hatten jedoch mit einem höheren Stellenzuwachs von 166.000 gerechnet. Positiv wurde jedoch aufgenommen, dass die Daten der beiden Vormonate stark nach oben revidiert wurden. Im Dezember hat es nun ein Plus von 196.000 Stellen gegeben, zuvor waren 155.000 gemeldet worden. Im November wurde der Wert sogar auf von 247.000 Jobs revidiert, nach zuvor gemeldeten 161.000 Stellen.

Der ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes ist  im Januar auf 53,10 Punkten gestiegen. Analysten hatten im Vorfeld hingegen mit einem Rückgang auf 50,50 Zähler gerechnet, nach 50,70 Punkten im Vormonat.

Interessant ist, dass der Unterindex "Beschäftigung" besonders deutlich von zuvor 51,9 auf 54,00 Punkte anstieg (nicht im Chart verzeichnet). Ein gutes Signal für die Arbeitsmarkt, dass die oben beschriebenen Daten bestätigt. Aber auch insgesamt ist der Anstieg des ISM-Index ein sehr positives Signal für die US-Wirtschaft.

Der Konsumklimaindex der Universität Michigan (MCSI) ist im Januar auf 73,80 Punkten, nach 72,90 Punkten zuvor gestiegen. Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang auf 71,30 Punkte gerechnet.

Ein steigender Konsumklimaindex spricht dafür, dass die US-Bürger wieder eine höhere Bereitschaft haben, zu konsumieren. Da die US-Wirtschaft sehr stark von der Binnennachfrage abhängig ist, ist auch dies ein durchaus positives Signal.

Die Bauausgaben sind im Dezember saisonbereinigt um 0,9 Prozent auf ein hochgerechnetes Jahresvolumen von 884,98 Milliarden Dollar gestiegen. Das ist der höchste Stand seit August 2009. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,6 Prozent gerechnet. Für das gesamte Jahr 2012 stiegen die Bauausgaben um 9,2 Prozent. Das ist der erste Jahreszuwachs seit 2006.

Insgesamt durchweg gute Zahlen, die den Dow Jones erstmals seit 2007 wieder auf die 14.000-Punkte-Marke trieben. Wenn man bedenkt, dass vor wenigen Monaten noch tiefste Krisenstimmung herrschte...


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