In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Sie wissen, ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien, aber heute werde ich Ihnen einmal eine ganz persönliche vorstellen. Der große ...
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Sie wissen, ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien, aber heute werde ich Ihnen einmal eine ganz persönliche vorstellen. Der große Nachteil meiner Verschwörungstheorie ist aber, zumindest aus Sicht des harten Kerns der Verschwörungstheoretiker, dass sie eine positive Entwicklung beschreibt.

Die Fiskalklippe und die Schuldenobergrenze

Es ist so viel über die Fiskalklippe und die Schuldenobergrenze in den USA geschrieben worden. Eigentlich, so sollte man meinen, muss man dem nichts mehr hinzufügen. Ich will es dennoch tun. Hintergrund ist, dass die US-Wirtschaft im vierten Quartal 2012 zum ersten Mal seit dem zweiten Quartal 2009 wieder geschrumpft ist, und zwar um 0,1 Prozent.

Als Begründung für diesen Rückgang wird angegeben, dass sich die Unternehmen angesichts der Sorge um die Fiskalklippe mit ihren Investitionen sehr zurückgehalten haben (über diesen Umstand und seine Auswirkungen hatten wir hier im Steffens Daily berichtet). Aber auch die Tatsache, dass aufgrund der nahenden Schuldenobergrenze viele staatliche Stellen ihre Ausgaben zurückgefahren haben, wirkte sich natürlich negativ auf das Wirtschaftswachstum aus.

Doch ist das alles wirklich schlecht?

Die positive Seite der Haushalts- und Schulden-Querelen

Was machen die Kurse, wenn die Börsianer ein schlechteres Wirtschaftswachstum erwarten? Genau, sie werden zumindest nicht mehr so stark, wenn überhaupt noch steigen.

Und da die Kurse in den USA trotz der Probleme mit der Fiskalklippe weiter gestiegen sind, muss die Frage andersherum lauten: Wo wäre die Jahresendrally wohl gelandet, wenn es diese Fiskalklippe nicht gegeben hätte? Richtig, sie wäre wahrscheinlich in eine klare Übertreibung übergegangen.

Alles, nur keine Blasen

Nun resultierten all die großen Problem der vergangenen 12 bis 15 Jahre aus einer extremen Blasenbildung in den verschiedenen Anlageklassen: Aktienmarkt, Immobilienmarkt, Kreditvergabe, Derivate, etc. Und jede dieser Blasen, beziehungsweise ihr späteres Platzen, hat die Situation eigentlich nur verschlimmert.

(Achtung, jetzt wird es verschwörerisch: ) Gut, nehmen wir einmal an, in den USA hätten sich einige Leute Sorgen darüber gemacht, dass der Aktienmarkt zu schnell ansteigen könnte und in eine steile Übertreibung übergeht. Die Gefahr wäre, dass nach der dadurch entstehenden neuen Aktien-Blase ein weiterer, noch größerer Crash die Märkte ereilt. (Stichwort: Crack-Up-Boom / Katastrophenhausse). Denn fast immer folgt einer Blase der Crash. Das will eigentlich niemand.

Tatsächlich wäre demnach ein langsames, aber nachhaltiges Wachstum, welches über alle Branchen hinweg geht, für eine langfristige wirtschaftliche Entwicklung besser. Aus wirtschaftlicher Sicht gesehen wäre es also gut, wenn auch die Aktienkurse in den USA nur langsam, dafür aber nachhaltig steigen. Insbesondere sollte es nach einem Ausbruch aus der langen Seitwärtsbewegung am besten nicht zu einer übertriebenen Rally kommen.

Nur wie bewerkstelligt man dies? Schließlich gibt es viele gute Gründe, die für Aktien sprechen:

Sie sind als Sachwerte ein Inflations- und Krisenschutz. Zudem sind die meisten anderen Anlageklassen mittlerweile überteuert. Und genügend Liquidität für eine Aktienrally ist ebenfalls vorhanden.

Eine geniale Konstruktion

Da wäre es doch geradezu perfekt, wenn diese besorgten Leute eine Fiskalklippe kreiert hätten? Also ein Politikum, das bei einer Eskalation zweifellos in der Lage wäre, die US-Wirtschaft stark negativ zu beeinträchtigen.

Der Trick dabei wäre, es niemals zu einer Eskalation kommen zu lassen, eine mögliche Eskalation aber immer wieder in Aussicht zu stellen. Zum Beispiel, indem man den Termin für eine Einigung immer wieder verschiebt.

Solange dieses Auf-die-lange-Bank-Schieben anhält, könnte man so die Marktentwicklung dämpfen. Denn die Anleger müssten ja immer wieder damit rechnen, dass es doch noch zu einer Eskalation und der damit verbundenen wirtschaftlichen Abschwächung kommen würde.

Noch genialer wäre es, wenn man dieses Politikum in den immerwährenden Streit zwischen Republikaner und Demokraten integriert und so eine glaubhafte Umgebung für diesen Verschiebebahnhof schafft!

Ja, aus diesem Blickwinkel erscheint die Fiskalklippe als perfekte Lösung eines großen Problems – sie könnte wirksam eine Aktien-Blase und damit einen Crack-Up-Boom verhindern oder verschieben.

Es funktioniert

Und es funktioniert tatsächlich: Jetzt müssen wir schon bis Mai auf eine Entscheidung warten, und damit wird die Marktentwicklung wahrscheinlich auch bis Mai zumindest etwas gedämpfter verlaufen.

Einladende Theorie

Ich weiß – es scheint so perfekt zu sein, dass man wirklich dazu verleitet werden könnte zu glauben, es stecke eine Absicht dahinter. Aber so ist es mit den Verschwörungstheorien. Diese sind oft in ihrer Logik derart bestechend, dass man es einfach glauben will – was aber nicht heißt, dass sie wahr sind.

Wesentlich wahrscheinlicher ist, dass es sich eher um eine zufällige Fügung handelt. Der Streit zwischen den Demokraten und Republikaner ist alles andere als inszeniert. Denn der Graben zwischen den Parteien in den USA ist mittlerweile extrem tief. Außerdem liegt der Ausgangspunkt der Probleme im Zusammenhang mit der Fiskalklippe einfach schon zu lange zurück. Damals hat sich sicherlich noch niemand Gedanken über eine Blasenentwicklung bei Aktien gemacht.

Überlassen wir diese Theorie also den Fans von abgedrehten Polit-Thrillern…

Die positiven Seiten der Fiskalklippe

Worum es mir eigentlich bei diesem Thema geht, ist etwas ganz anderes. Mittlerweile zeigt sich, dass diese extrem nervigen Streitereien zwischen der Parteien in den USA um die fiskalischen Probleme auch etwas Gutes haben: Solange dieser Streit nicht eskaliert, also die USA von eben dieser Klippe stürzen, hilft er, eine Übertreibung zu vermeiden, und das wiederum ist gut.

Dem liegt ein bekanntes Muster zugrunde: In jeder Krise liegt auch etwas Gutes verborgen – man muss es nur finden (und als Trader dann drauf setzen…).

Ich für meinen Teil sehe die Entwicklung in den USA, nachdem mir diese etwas andere Sichtweise der Geschehnisse bewusst wurde, bereits mit etwas anderen Augen. So sehr ich mir als Trader kurzfristig einen starken Anstieg wünschen würde, so sehr ist mir bewusst, dass ein allmählicher, nachhaltiger Anstieg vor allem für Langfristinvestoren wesentlich besser ist. Denn die wirklich großen Gewinne werden nun mal in den großen Jahrhundertrallys gemacht…

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

www.stockstreet.de

 


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