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Inhaltsverzeichnis

Charttechnik und die großen Jungs

Der DAX notiert kaum verändert mit einem kleinen Plus von 0,3 %, da wurden die Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi zu heutigen Zinssitzung der EZB veröffentlich. Dieser sagte, dass die Inflationsrate in den kommenden Monaten weiter zurückgehen werde und sogar unter die von der EZB anvisierte Zwei Prozent-Rate fallen könne. Zudem bestätigte er, dass sich die Lage an den Finanzmärkte entscheidend verbessert habe, doch sei diese Verbesserung noch nicht in der Realwirtschaft angekommen.

Obwohl eine sinkende Inflation natürlich Spielraum für weitere Zinssenkungen gäbe, blieben die Zinsen unverändert und diese Entscheidung fiel einstimmig. Die EZB gab auch keine Hinweise auf eine solche Zinssenkung. Aber auch ein Ausstieg aus der aktuellen Krisenpolitik ist nicht in Sicht.

Eigentlich bleibt alles beim Alten. Trotzdem reagierte der DAX und hüpfte nach oben. Er konnte im Hoch sogar ein Plus von 0,6 % erzielen. Angesichts der wenig neuen Fakten blieb dies lediglich ein kurzer Anstieg. Im weiteren Verlauf rutschte dann der DAX mit den US-Börsen ins Minus. Die Vorgaben aus den USA spiegelten die positive Stimmung hier in Europa nicht wieder.

Eines sei aber zu dem Statement der EZB noch gesagt: Wie auch das DIW (siehe Steffens Daily von gestern) erwartet auch die EZB eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage im zweiten Halbjahr 2013.

Gold verletzt Aufwärtstrend

Um richtig in das Jahr 2013 hinein zu kommen, müssen wir uns natürlich auch noch mit der weiteren Entwicklung beim Gold- und den Euro beschäftigen. Heute zunächst zum Gold:

 

In dem Chart erkennen Sie einerseits den großen Aufwärtstrend seit 2008, aber auch die Seitwärtsbewegung (grünes Rechteck) seit 2011. Im Moment scheint es so zu sein, dass die Seitwärtsbewegung sich gegen den Aufwärtstrend durchsetzt. Zumindest wurde bereits die untere Linie des Aufwärtstrendkanals verletzt und unterschritten. Aktuell läuft die Gegenbewegung an die untere Trendlinie. Kommt es zu einem klaren Ausbruch nach unten, übernimmt die Seitwärtsbewegung endgültig die Vormachtstellung als primäre Trendrichtung. Das bedeutet natürlich, dass als nächstes Kursziel (wie auch schon im vergangenen Jahr beschrieben) die untere Begrenzung bei 1.535 Dollar anvisiert wird.

In welche Richtung erfolgt der Ausbruch

Und bei einer derart deutlichen Seitwärtsbewegung gilt: Die Richtung, in die die Kurse das Rechteck verlassen, ist dann auch erst einmal die weiterhin relevante Trendrichtung. Ich bin wirklich gespannt, ob der Goldpreis nach oben oder nach unten ausbricht. Auch das wird viel über die weitere Entwicklung an den Märkten verraten. Es geht dabei nach wie vor um die Frage, ob es nun zu einer Inflation kommt, wie Soros es wohl annimmt, dann würde der Goldpreis nach oben ausbrechen oder ob die Märkte in den Klauen der Deflation gefangen bleiben. Ein drittes Szenario wäre: Wenn die Politik die aktuellen Probleme löst und die Märkte wieder in normales Fahrwasser geraten, könnte der Goldpreis als „Kriseninvest“ auch deutlich verlieren. Aber auch hier gilt: Warum sich den Kopf zerbrechen, wir werden es im Chart erkennen.

Dazu noch eine kurze Ausführung: Zum Steffens Daily vom vorherigen Jahr „Soros kauft wieder Gold“ erhielt ich eine Mail, die mir im Zusammenhang mit den Käufen von Soros eine charttechnische Begründung, und zwar eben diesen Aufwärtstrend, vorstellte. Ich bin mir nicht sicher, wie die Mail gemeint war, aber sie führte mich zu einem interessanten Thema:

Big Player und Charttechnik

Nutzen die Big Player wie George Soros die klassische Charttechnik? Machen wir es kurz: Wenn Sie es tun, sollten sie es wahrscheinlich eher lassen.

Aber warum? Dazu muss man sich fragen, was der eigentliche Sinn der Charttechnik ist. Wenn Sie sich mit den Hintergründen diverser charttechnischer Formationen beschäftigen, werden sie feststellen, dass es in vielen Fällen darum geht, herauszufinden, wie sich das große Geld positioniert. Die Schulter-Kopf-Schulterformation ist zum Beispiel eine Formation, die dann auftritt, wenn ein oder mehrere großer Anleger versuchen, eine sehr große Position über Wochen und Monate im Markt vorsichtig zu verkaufen.

Wenn man selber Kurse macht

Wenn Sie aber selber das große Geld sind, so wie zum Beispiel George Soros, macht es keinen Sinn, sich an charttechnischen Formationen zu orientieren, da ihre eigenen Käufe und Verkäufe die Charts entsprechend stark beeinflussen. Sie könnten die Charttechnik höchstens nutzen, um herausfinden, was die anderen großen Jungs machen. Aber dann wissen Sie dies und dürfen nicht darauf reagieren, da sich ansonsten die charttechnische Situation wieder verzerren würde. Zudem gibt es, will man diversen Aussagen der Big Player Glauben schenken, ganz andere Mittel, um herauszufinden, was die Konkurrenz so treibt.

Nein, Charttechnik ist tatsächlich ein Mittel, sich hinter die großen Jungs zu stellen. Es ist das Medium, mit dem man ohne tiefere Insiderinformationen herausfinden kann, wie sich die Kräfte des Marktes verhalten und verteilen. Und das macht diese Methode eben für uns Trader interessant.

Und so erklärt sich übrigens auch, warum so wenig institutionelle Anleger etwas von Charttechnik halten. Für sie ist es tatsächlich nicht das geeignete Medium, um zu investieren. Sie können zudem meist auch nicht schnell genug reagieren, um auf die sich ständig verändernden Faktoren der Charttechnik zu reagieren! Zum Glück, denn ansonsten würde es schwer für uns…

Denken Sie einmal darüber nach.

Viele Grüße

Jochen Steffens

Viele Grüße 

Ihr

Jochen Steffens

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Die Zahl der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist um 4.000 auf 371.000 gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem Wert von 361.000 gerechnet.

So langsam scheinen sich die Zahlen nach dem Hurrican Sandy wieder zu stabilisieren. In schätze, in den kommenden Wochen können wir mit den normalen Analysen wieder fortfahren.


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