In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Heute muss ich eine kleine und wie gewohnt noch sehr frühe Warnung aussprechen, denn mir gefällt die Entwicklung des Goldpreises in den ...
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Heute muss ich eine kleine und wie gewohnt noch sehr frühe Warnung aussprechen, denn mir gefällt die Entwicklung des Goldpreises in den vergangenen Wochen nicht.

Bereits Anfang November gab es einen Einbruch in Gold - urplötzlich ging der Kurs zurück. Und nun, Anfang Dezember, kommt es wieder einem solchen Kursrücksetzer. Hier ist etwas im Busch! Warum kommen die Kurseinbrüche zum Monatswechsel? Es gibt ein Gerücht, dass ein Hedgefonds in Schieflage sei und verkaufen muss – das könnte einer der Gründe sein. Dann wäre es jedoch wahrscheinlich ein zeitlich begrenztes Problem.

Aber es sind andere Meldungen die beunruhigen: So verzeichnen von Bloomberg erfasste Gold-ETFs einen hohen Zufluss an Mitteln. Die Bestände stiegen damit auf ein neues Rekordhoch von 2.615,98 Tonnen! In den USA scheint auch wieder die Nachfrage nach physischem Gold zu steigen.

Stimmung versus Kursentwicklung

Was mir dabei Sorgen macht, ist folgendes: Gold läuft nun bereits seit über einem Jahr in einer Seitwärtsrange von 1.525 Dollar bis 1.790 Dollar. Wenn gleichzeitig die Bestände der Gold ETFs ein neues Rekordhoch erreichen, also die Nachfrage hoch ist, warum bricht der Goldpreis nicht nach oben aus dieser Seitwärtsbewegung aus, zumal er saisonal unterstützt ist (dazu gleich mehr)?

Gründe für einen solchen bullishen Ausbruch gibt es viele: Die Krise in Europa, die Fiskal-Klippe, die Schuldengrenze in den USA. Das alles ist normalerweise eine gute Motivation für Anleger, Gold zu kaufen. Und genau das müsste man in den Kursen sehen.

Wenn gute Nachrichten und in diesem Fall eine höhere Nachfrage, nicht mehr zu Kurssteigerungen führen, muss man aufpassen!

Es gilt hier die alte Weisheit: Wenn Nachrichten nicht mehr zu den Kursentwicklungen passen, könnte eine Trendwende in Sicht sein.

Chartanalyse Gold


Aber gut, kommen wir zum Chart: Der Abverkauf nach dem Erreichen der oberen Begrenzung des Rechtecks im Oktober 2012 konnte zwar aufgehalten werden, aber wir sehen seitdem keine wirkliche Aufwärtsdynamik mehr. Stattdessen scheinen die Kurse langsam zu steigen und schnell zu fallen. Die Kursgewinne von vielen Tagen werden in wenigen Handelstagen wieder zunichte gemacht. Das sind alles zusätzliche Warnsignale. Die Gefahr, dass Gold wieder zur 1.525er Marke läuft ist damit nun wieder deutlich größer gerworden!

Doch solange die Seitwärtsbewegung (blaues Rechteck) die vorherrschende Trendrichtung ist, bleibt es natürlich bei der bekannten Prognose: Ein neuer, nachhaltiger Aufwärtsimpuls wird erst einsetzen, wenn Gold nach oben, also über 1.800 Dollar ausbricht. Dieser Ausbruch muss dann noch durch die Überwindung der 2.000er Marke bestätigt werden. Dann sind Kurse bis 2.500 Dollar und höher möglich.

Auf der Unterseite wird es hingegen bearish, wenn die 1.525er Marke nachhaltig nach unten gebrochen wird. In diesem Fall läge das erste Kursziel bei 1.250 Dollar. 

Für die kommenden Tage gilt: Wenn die Mittellinie bei 1.657 Dollar unterschritten wird, wird es bearisher.

Saisonalitäten

Etwas problematisch ist die Entwicklung bei Gold auch aufgrund der Saisonalität. Gold neigt dazu, wie Sie im durchschnittlichen Kursverlauf seit 1968 (blaue Linie)erkennen können, im zweiten Halbjahr anzusteigen. Dieser Anstieg setzt sich meistens bis Ende Januar oder sogar Februar des kommenden Jahres fort.

Quelle:www.wellenreiter-invest.de

Wir haben passend zum saisonalen Verlauf auch einen Goldpreisanstieg seit August gesehen, doch dieser stoppte bereits im Oktober. Wenn Gold also trotz der saisonalen Unterstützung keine neuen Hochs bis Januar mehr ausbilden kann, müssen wir danach bis Mitte 2013 mit eher wieder fallenden Kursen rechnen. Das heißt, es könnte sein, dass wir Mitte 2013 wieder im Bereich der unteren Begrenzung der Seitwärtsbewegung bei 1525 Dollar befinden. (Auch wenn der Goldpreis sich an die Entwicklung in US-Wahljahren hält (schwarze Linie) sollte das Hoch in diesem Jahr bereits erreicht worden sein.)

Sollte der Kurseinbruch schneller gehen, also sollten wir deutlich früher die untere Begrenzung erreichen, besteht die hohe Gefahr, dass Gold nach unten ausbricht.

Das Ende der Seitwärtsbewegung der Aktienmärkte ist mit hoher Wahrscheinlichkeit das Ende der Goldrally

Wenn dies geschieht und 2013 die US-Aktienmärkte auch noch nachhaltig aus ihrer 15-jährigen Seitwärtsbewegung nach oben ausbrechen, könnte das sogar das langfristige Ende der Goldrally sein. Wir erinnern uns:  Am Ende der letzten großen Seitwärtsbewegung der US-Aktienmärkte Anfang der 1980er Jahre gab es schon einmal eine Goldpreisrally. Als die Aktienmärkte damals nach oben ausbrachen, brach der Goldpreis von seinen Höchstkursen bei über 800 Dollar im Hoch auf Kurse von 300 Dollar, also um über 60 %, ein. Ein Einbruch von 60 % entspräche in der aktuellen Situation einem Kursniveau von ca. 700 Dollar. Aber gut, noch sind das Spekulationen.

Fazit:

Fassen wir zusammen: Die aktuelle Entwicklung des Goldpreis in der eigentlich saisonal unterstützten Phase lässt die Alarmglocken läuten. Aber noch ist die Seitwärtsbewegung der dominante Trend, gerade auch in Anbetracht der Tatsache, dass wir uns in einem Wahljahr befinden.

Wenn die Jahreshochs und damit die Seitwärtsbewegung im Gold nach oben überwunden werden, wird das Bild wieder deutlich positiver für die weitere Entwicklung des Goldpreises.

Sofern sich die Schwäche fortsetzt und die Mittellinie nach unten gebrochen wird, sollten Sie zunächst einmal mit dem erneuten Test der unteren Begrenzung rechnen – das könnte sich möglicherweise bis Mitte 2013 hinziehen.

Wenn jedoch die US-Märkte in dem normalerweise eher schwachen Jahr nach einer Präsidentschaftswahl nachhaltig nach oben ausbrechen sollten und der Goldpreis die unteren Begrenzung bricht, könnte es für den Aufwärtstrend Gold mittel- oder sogar langfristig das Ende bedeuten.

Viele Grüße 

Ihr

Jochen Steffens

www.stockstreet.de


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