In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Neue Sorgen, auch für die Aktienmärkte, kommen aus dem Nahen Osten. Dort kochen wieder die alten Konflikte zwischen Israel und den ...
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Neue Sorgen, auch für die Aktienmärkte, kommen aus dem Nahen Osten. Dort kochen wieder die alten Konflikte zwischen Israel und den Palästinensern hoch. Ohne Frage liegt hier angesichts der sowieso höchst angespannten Lage in der Region ein größeres Risiko für die Märkte begründet. Ich würde dieses Risiko sogar leicht höher einstufen als die Gefahren durch die fiskalische Klippe.

Allerdings ist es natürlich für Außenstehende sehr schwer, die wirkliche Gefahr einzuschätzen. Beruhigen sich die Fronten wieder oder kommt es zu einer Eskalation, die vielleicht im schlimmsten Fall einen Flächenbrand auslöst? Wie werden die anderen umliegenden Staaten im Nahen Osten bei einer Eskalation reagieren? Wie verhält sich der Iran? Fragen über Fragen.

Und bei den Antworten sind  sind viele „Wenn“ und „Aber“ zu finden. Das Problem ist, dass dieser Nahe Osten ein Thema ist, bei dem Prognosen mehr als schwierig sind. Selbst ausgewiesene Experten auf dem Gebiet, zu denen ich sicherlich nicht zähle, haben Schwierigkeiten, weitere Entwicklungen zu prognostizieren. Aus diesem Grund beteilige ich mich erst recht nicht an wilden Spekulationen.

Wenn Sie mich bereits kennen, wissen Sie, dass ich mich in solchen Situationen, in denen ich ein Risiko nicht wirklich abschätzen kann, hinter den Markt stelle. Das heißt, ich schau mir an, was der Markt macht, und versuche herauszufinden, ob das Verhalten des Marktes Hinweise auf eine mögliche Interpretation zulässt. Und dabei versuche ich, möglichst objektiv vorzugehen.

Überzeugungen sind an den Börsen gefährlich

Auch hier ergibt sich wieder einmal ein schönes Beispiel, wie schwierig solche Themen sind. Wir Menschen erhalten die meisten Informationen aus den Medien und dem Internet. Und unser Verstand versucht alles, um uns in gewisser Sicherheit zu wiegen. Einfach, weil wir Chaos nicht ertragen können. Also werden wir möglichst schnell eine Überzeugung finden, wie es ausgehen wird – ohne zu bemerken, dass wir gar nicht über genügend Informationen verfügen, diese Überzeugung auch zu begründen. Im normalen Leben macht das Sinn: Wir können uns nicht allzu lange mit Chaos konfrontieren. An den Börsen ist dieses Verhalten hingegen ruinös.

Ein Beispiel: Wenn nun ein Mensch mit einem tiefergehenden Interesse für den Nahen Osten aus welchen Gründen auch immer davon überzeugt ist, dass es zu dieser Eskalation oder sogar einem Flächenbrand kommt, wird er sicherlich auch sein Anlageverhalten entsprechend ausrichten.

Aber diese Überzeugung eines Einzelnen  hat keinen Wert für eine Anlageentscheidung. Es gibt zu jedem Zeitpunkt viele verschiedene Meinungen, die sich oft genau widersprechen. Das Fatale daran ist, dass jeder der Überzeugten vollkommen sicher ist, dass seine These die richtige sei.

Der Markt hat immer Recht!

Die große Frage ist nur, ob diese Überzeugung mit der des Marktes konform geht? Und das ist die eigentliche Crux an der Sache. Je sicherer jemand in seiner Einstellung ist, desto weniger wird er auf den Markt achten. Und die wenigsten Menschen machen sich bewusst, auf wie wenig Tatsachen und haltbaren Informationen ihre Überzeugungen letztlich beruhen.

Reagiert der Markt dann unerwartet ganz anderes, zeigen sich viele sehr überrascht, einfach weil sie nicht verstehen können, dass andere Menschen ganz andere Überzeugungen haben, die womöglich näher an der Wahrheit sind, als die eigene.

Tappen Sie bitte nicht in diese Falle. Sie können im normalen Leben jede Überzeugung haben, die Sie wollen, aber an der Börse dürfen Sie auf keine Ihrer Überzeugungen auch nur einen Cent setzen, so lange Sie nicht erkennen, dass der Markt in eine ähnliche Richtung geht!

Die Trotzreaktion

Aber was tut der energisch Überzeugte, wenn der Markt anders handelt, als er es nach seiner selbst gewählten Meinung nach müsste? Er reagiert trotzig und kauft nach. In Verkennung jedweder Realität ist er der Meinung, dass der Markt schon irgendwann seiner Überzeugung folgen wird und setzt trotzig gegen alle klar zu erkennenden Trends – nur um seine Überzeugung nicht zu hinterfragen.

Sie glauben nicht, wie oft genau dieses Verhalten schon Anleger ruiniert hat. Und selbst wenn man diesen Prozess durchschaut hat, wird man doch immer wieder verführt, den eigenen Vorstellungen zu folgen und das, was am Markt geschieht, geflissentlich zu ignorieren.

Hinter den Markt

Also gut, wir wissen nicht was passieren wird. Aber wir wissen, dass in den großen Research-Abteilungen der Fonds genügen Menschen sitzen, die sich mit nichts anderem beschäftigen. Warum sollten wir uns also die Mühe machen, sich durch den Dschungel der Möglichkeiten und Informationen zu quälen, um schlussendlich doch nicht schlauer zu sein? Stellen wir uns einfach hinter den Markt. Und der sagt folgendes: Die Konsolidierung seit der US-Präsidentschaftswahl läuft noch in normalen Bereich ab. Sollte sich die Situation im Nahen Osten verschärfen und sehen wir weiter fallende oder sogar stark fallende Kurse, müssen wir entsprechend reagieren.

Ein guter Indikator

Ein wichtiger Indikator für die Situation im Nahen Osten ist der Ölpreis. Sobald sich abzeichnet, dass die Probleme eskalieren, werden wir einen kräftigen Anstieg im Ölpreis sehen.

Aber hier muss man unterscheiden: Jede negative Nachricht aus dem Nahen Osten beeinflusst den Ölpreis – es muss schon zu einem deutlichen Anstieg kommen, und selbst dann wächst lediglich das Risiko (es wäre noch kein Beweis). Aber wenn gleichzeitig noch die Märkte fallen, wird es kritisch.

Aktuell befindet sich der Ölpreis in einer mittlerweile bereits etwas zu großen Konsolidierung (roter Abwärtstrend) nach dem Anstieg vom Tief im Juni. Gehen wir davon aus, dass diese Konsolidierung, wie so oft, in der Mitte einer Aufwärtsbewegung liegt, ergäbe sich daraus ein Kursziel von mehr als 130 Dollar. Da allerdings bei 126 Dollar ein wichtiger Widerstand liegt, ist davon auszugehen, dass die Kurse bereits in diesem Bereich Schwäche zeigen. Dafür spricht auch die etwas zu lang anhaltende Konsolidierung.

Ein deutliches Warnsignal wäre also nun ein sehr dynamisch ansteigender Ölpreis, der schlussendlich auch noch die 126-Dollar-Marke überwindet.

Zwar reagiert der Ölpreis auf das erneute Aufflammen der Krise im Nahen Osten,  allerdings ist die Reaktion bisher noch nicht so dramatisch, dass man daraus weitere Schlüsse ziehen könnte.

Fazit:

Gefahren für die Märkte gibt es an den Börsen viele. Das ist heute nicht anders als zu jedem anderen Tag seit Bestehen der Börse. Die Aufgabe als Anleger ist es, sich frei von seinen Überzeugungen zu machen und möglichst objektiv zu hinterfragen, auf welche Gefahren der Markt wirklich reagiert. Nur so können Sie hinter den Markt kommen und die wirklich lukrativen Entscheidungen treffen.

Dabei viel Erfolg

Ihr

Jochen Steffens

PS: Sie können natürlich auch einfach weiter den Steffens Daily lesen. Denn erinnern Sie sich: Bisher haben wir in diesem Jahr mit dieser Methode schon viel Klippen erfolgreich umschiffen können …


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