In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Während der DAX noch etwas unter seinen Allzeithochs notiert, ist der MDAX dabei, sein altes Allzeithoch aus dem Jahre 2007 zu überwinden. ...
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Während der DAX noch etwas unter seinen Allzeithochs notiert, ist der MDAX dabei, sein altes Allzeithoch aus dem Jahre 2007 zu überwinden. Allerdings will ihm das bisher noch nicht so recht gelingen:

Seit dem 16.10.2012 kämpft er bereits mit der 11.493er Marke. Und gerade sah es so aus, als könne er dieses Niveau tatsächlich nachhaltiger überwinden. Doch mit den Kursverlusten von gestern und heute ist der erneute Ausbruchsversuch wieder hinfällig. Kein schönes Signal.

S&P500 scheitert zunächst an Abwärtstrendlinie

Ich schreibe das, weil wir in vielen Indizes an sehr wichtigen Marken stehen. Dazu noch einmal der S&P500:

Auch hier wird die Situation nun durchaus brenzlig. Der S&P500 ist bisher an der oberen roten Abwärtstrendlinie gescheitert, die mit der unteren einen Abwärtstrendkanal ausbilden könnte. Fällt er nun auch noch unter die wichtige Unterstützung bei 1.360 Punkten, muss man sich so langsam Sorgen machen.

Es sind zurzeit drei unterschiedliche Szenarien, die im S&P500 denkbar wären.

Erstes Szenario: Der politische Crash

Wir stellen uns vor, es zeichnet sich in den kommenden Wochen bis zum Jahreswechsel immer deutlicher ab, dass die Republikaner ihre Mehrheit im Kongress dazu nutzen werden, die Erhöhung der Schuldenobergrenze und eine Aufweichung der fiskalischen Klippe zu blockieren. Dies wäre für die US-Wirtschaft ein Schlag in die Magengrube. Die Folge wäre absehbar, die Börsen würden in einen crashartigen Abwärtstrend übergehen. Das entspricht in etwa dem hier als rot gestrichelten bearishen Szenario. Für diesen Fall müssten wir davon ausgehen, dass sogar die untere Linie der seit 1997 existenten Seitwärtsbewegung (blaues Rechteck) nach unten verlassen wird und die Kurse des S&P500 bis sogar an die 500-Punkte-Marke laufen. Auf längerfristige, charttechnische Sicht würde dieses Szenario schlussendlich bedeuten, dass aus der bisherigen Seitwärtsbewegung eine Abwärtsbewegung werden würde (siehe roter Abwärtstrendkanal), der eine langjährige und quälende Deflation zur Grundlage hätte.

Aber selbst wenn es zu einer Einigung zwischen Demokraten und Republikaner kommen sollte, könnte ein schneller Rückfall der USA in eine Rezession oder eine Ausweitung der Schuldenkrise in Europa zu diesem Szenario führen.

Dies wäre das mit Abstand bearishste zurzeit denkbare Szenario.

Zweites Szenario: Die Seitwärtsbewegung

Aber selbst wenn es zu einer Einigung kommen wird und die Kurse bis an die obere Grenze der Seitwärtsbewegung (blaues Rechteck) bei 1.550 Punkte laufen, könnte es danach ebenfalls zu einem Abwärtstrend kommen. Dieser würde dann allerdings bereits an der unteren Begrenzung bei der 750-800er Marke sein Ende finden (blau gestrichelte Prognoselinie).

Auch hierfür könnten mehrere Gründe verantwortlich sein: Eine Eskalation der Schuldenkrise in Europa, Deflation in den USA oder/und ein Rückfall der US-Wirtschaft in eine nachhaltigere Rezession.

Bei diesem Szenario müssten wir allerdings davon ausgehen, dass dieser Kursrückgang der letzte in dieser großen Seitwärtsbewegung ist. In diesem Fall wäre ein langfristiger Einstieg im unteren Bereich der Seitwärtsbewegung in ein oder zwei Jahren wahrscheinlich der ideale Zeitpunkt, um auf eine sehr lang andauernde Rally (ca. 15 bis 20 Jahre) zu traden und dabei gigantische Gewinne zu erzielen.

Auch diese Variante ist zwar zunächst bearish, könnte aber für uns eine höchst lukrative Entwicklung sein. Die Gefahr für einen solchen Einstieg ist allerdings, dass diese Abwärtsbewegung nicht mehr die untere Begrenzung der Seitwärtsbewegung bei 750-800 Punkten erreicht. Das ist in einer solchen Situation nicht unüblich.

Drittes Szenario: Die bullishe Variante

Die größten Rallys starten grundsätzlich in den dunkelsten wirtschaftlichen Zeiten. Es besteht also noch die Möglichkeit, dass sich der S&P500 im Bereich der 1.360er Marke fängt (wobei das nicht punktgenau sein muss) und wir dann einen endgültigen Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung nach oben sehen (grün gestrichelte Prognoselinien). Dies wäre ein Zeichen dafür, dass die USA die dunkelsten Zeiten überwunden hätten und nun langsam, auf Sicht von 5 bis 10 Jahren, ihre Wirtschaft in den Griff bekommen werden. Eine entsprechend lange Rally wäre die Folge.

Das Kuriose an dieser Entwicklung würde sein, dass die meisten Menschen wahrscheinlich erst am Ende einer solchen Rally begreifen werden, dass die Zeit der Krisen vorbei ist. Eben weil diese Entwicklung quälend langsam vonstattengehen würde. Aber diese erst sehr langsam zurückgehende Skepsis der Masse ist der Hintergrund einer langen Rally. Würde die Skepsis zu schnell weichen, würden die Anleger zu schnell an den Aktienmarkt zurückkehren und die Rally würde explosiv verpuffen.

Fazit: Eine extrem wichtige Zeit

Da wir uns zurzeit an wichtigen Marken befinden, gerade auch bei den US-Indizes, werden die kommenden Wochen höchst interessant und wichtig für den weiteren, langfristigen Verlauf. Die Kursrückgänge der vergangenen Tage sollten dabei nicht überbewertet werden. Im Moment werden viele Fakten eingepreist. Konsolidierungen an solchen Marken sind zudem normal. Aber trotzdem ist diese Entwicklung der vergangenen Tage nicht ungefährlich. Der Einbruch nach Erreichen des Targets im DAX, das Scheitern des Ausbruchs im MDAX, das Scheitern des S&P500 vor der oberen roten Abwärtstrendlinie, die Schwäche von Apple – (übrigens befindet sich die Aktie bereits im Bereich der unteren Zielmarke) - das alles sind erste Warnsignale.

Doch wie immer nach einem mehrmonatigen Aufwärtstrend müssen solche Warnsignale auch noch bestätigt werden, bevor man dann in verhaltene Panik verfallen darf. Das ist noch nicht geschehen! Also ist noch alles möglich.

Auch möchte ich hinzufügen, um Missverständnisse zu vermeiden, dass die beiden bearishen Szenarien zusammen in etwas das gleiche Gewicht wie das bullishe Szenario haben! Die Wahrscheinlichkeit eines starken Kursrückgangs jetzt oder etwas später ist in etwa genauso hoch, wie die einer Rally.

Für den Kursrückgang spricht die Seitwärtsbewegung. Für die Rally die niedrigen Zinsen und die schlechte Stimmung in der Rally der vergangenen Monate, so wie der Vergleich mit der Seitwärtsbewegung der 80er Jahre.  Und so könnte die charttechnische Entwicklung der kommenden Wochen uns vielleicht erste Anzeichen dafür liefern, wo die Reise schlussendlich hingeht. Mehr dazu hier in Ihrem Steffens Daily – wenn es soweit ist.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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