In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Einmal mehr belegt die Charttechnik, warum mit ihr so interessante Tradingansätze möglich sind. Dazu der Aufwärtstrendkanal des DAX, den ich ...
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Inhaltsverzeichnis

Wollten Sie schon immer den Grund wissen, warum Charttechnik funktioniert?

Einmal mehr belegt die Charttechnik, warum mit ihr so interessante Tradingansätze möglich sind. Dazu der Aufwärtstrendkanal des DAX, den ich Ihnen in den vergangenen Tagen bereits mehrere Male vorgestellt hatte:

 

Sie erkennen, wie schön und nahezu perfekt der DAX genau die Unterkante des Trendkanals getestet hat, um heute wieder anzusteigen. Und auch hier ist nichts geschönt oder angepasst – schließlich wurden diese Linien bereits in der vorigen Woche festgelegt – das ist alles beleg- und beweisbar.

Charttechnik ganz einfach?

In solchen Momenten erscheint die Börsenwelt auf einmal einfach, sauber und strukturiert. Doch das ist sie nicht. Im folgenden Chart habe ich Ihnen einmal vier weitere mögliche Trendkanäle, jeweils andersfarbig, dargestellt:

 

Sie sehen, bei keiner dieser anderen Linien kam es am Freitag zu einem punktgenauen Test einer Linie, im schwarzen Kanal sogar zu einem Fehlausbruch. Das Bild wirkt hier eher chaotisch, unsauber und unstrukturiert.

Charttechnik ist Erfahrung

Tatsächlich gehört schon sehr viel Erfahrung dazu, die wirklich relevanten Linien zu finden und die zurzeit weniger relevanten außen vor zu lassen. Es ist etwas, was man nicht erklären, nicht einmal beibringen kann – man kann es sich tatsächlich nur durch ständiges Tun nach und nach aneignen. Und selbst dann werden die Prognosen auch oft genug fehlschlagen. Schließlich geht es hier nur um wenige Prozentpunkte, welche die charttechnischen Analysen vom Zufall abgrenzen.

Hier verbirgt sich auch der Grund, warum Charttechnik so verteufelt wird. Gerade für Anfänger scheint es ganz einfach, ein paar Linien in den Chart zu werfen und daraus einige Prognose zu schlussfolgern. Doch diese Prognose gehen viel zu oft nicht auf. So einfach funktioniert Charttechnik auch nicht. Man muss schon die richtigen Linien finden, und dafür benötigt man jahrelange Übung.

Warum haben solche Linien eine Relevanz?

Zudem will vielen nicht einleuchten, warum die Kurse ausgerechnet an so einer aufwärtsgerichteten Trendlinie drehen sollen. Was macht diese Linie so besonders?

Es hat schon etwas Magisches und Unerklärliches - und das darf natürlich in unserer doch so wissenschaftlich anmutenden Börsenwelt nicht sein. Schnell sind auch Erklärungen zur Hand. Die beliebteste ist dabei, dass viele charttechnisch versierte Anleger diese Linie gesehen haben und dort eingestiegen sind.

Doch dieser Erklärungsansatz ist leider falsch. Denn es gibt, wie beschrieben, eine Vielzahl von möglichen Linien. Zudem funktionierte Charttechnik bereits, bevor viele Anleger überhaupt die Möglichkeit hatten, Kurse feinsäuberlich mit einem Bleistift auf Millimeterpapier zu übertragen. Es ist sogar genau umgekehrt: Je mehr Anleger sich mit Charttechnik beschäftigen, desto schlechter funktioniert sie.

Der wahre Grund, warum Charttechnik funktioniert

Nein, der Grund ist tatsächlich ein anderer – er liegt tief in der menschlichen Psyche vergraben. Ich kann Ihnen ein stark vereinfachtes Modell vorstellen, dass zumindest einen ersten Einblick in die Funktionsweise verschafft.

In dem folgenden Chart habe ich den oben dargestellten DAX-Kursverlauf ein wenig in die Vergangenheit zurückgesetzt. Gerade hat sich ein Hoch ausgebildet, seitdem laufen die Kurse seitwärts. Auch ohne auf den Chart zu schauen, wissen die Menschen, dass der Markt oder ihre beobachteten Aktien seit Wochen/Monaten steigen. Sprich, viele Menschen möchten auch gerne an den möglichen Gewinnen teilhaben und warten auf einen Einstieg. Durch die Beobachtung des Marktes haben diese Menschen unbewusst ein gewisses Gefühl dafür, wie stark der Trend, wie groß die Gier ist.

Könnte man eine Umfrage starten, wer von diesen Anlegern zu welchem Zeitpunkt und auf welchem Niveau einsteigen wird, würde sich in etwa folgendes Ergebnis ergeben:

 

Die grünen Punkte stellen die theoretischen Einstiegszeitpunkte und Einstiegsniveaus der Teilnehmer dar. Und sie sehen, dass es um die Aufwärtstrendlinie herum zu einer hohen Kumulation der Einstiege kommt. Kurz, hier trifft eine Vielzahl von Käufern auf eine sinkende Verkaufsbereitschaft. Und genau das ist der Grund, warum an diesem Punkt der Kurs dann auch dreht.

Diese Kumulation ist quasi das psychische Abbild der Trenddynamik, beziehungsweise der Wahrnehmung der Masse dieser Trenddynamik. Und somit braucht es auch keinen Chart, damit sich diese Linien tatsächlich ausbilden. Diese Linien sind nichts weiter als ein Abbild der menschlichen Gier. So einfach ist es, im Prinzip.

Und daraus lassen sich auch alle anderen charttechnischen Linien, wie Widerstands- und Unterstützungslinien, Konsolidierungslinien u.a. ableiten (diese Erkenntnis, in einem etwas komplexeren Umfang, ist übrigens auch die Grundlage der Target-Trend-Methode).

Sie sehen, es ist weder Magie noch der Umstand, dass viele diese Linien sehen und nutzen, als vielmehr die Ähnlichkeit der Wahrnehmung des Menschen und der ähnlichen Funktionsweise der menschlichen Psyche, welche die Charttechnik überhaupt erst möglich gemacht hat.

 

Viele Grüße

Jochen Steffens


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US-Konjunkturdaten

Der ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes stieg unerwartet auf 51,5 Punkten. Analysten hatten sogar einen Rückgang auf 49,5 Zähler erwartet, nach 49,6 Punkten im Vormonat.

Damit ist der Index wieder in die Wachstumszone bei über 50 Punkten zurückgekehrt. Die Märkte nahmen diese Nachricht positiv auf. Allerdings macht ein Schwalbe noch keinen Sommer - hier müssten weitere Daten diesen Anstieg bestätigen. Geschieht das, könnte es ein erster Hinweis darauf sein, dass der US-Immobilienmarkt nun anfängt, die US-Wirtschaft zu ziehen. Dazu dann aber mehr.

Weniger erfreulich ist, dass die Bauausgaben in den USA im August um 0,6 Prozent gesunken sind. Das ist der stärkste Rückgang seit mehr als einem Jahr. Analysten hatten mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet. Die Bauausgaben liegen aber immer noch um 6,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Ein Rückgang zum Herbst ist nicht verwunderlich, allerdings muss man natürlich auch diese Entwicklung weiter genau verfolgen.


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