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Im Zusammenhang mit einem möglichen Ausbruch aus der nun weit über 10 Jahre andauernden Seitwärtsbewegung hatte ich von der schlechten Stimmung in den USA gesprochen. Dazu habe ich einige Mails erhalten, die ich hiermit als Ganzes beantworten möchte:

Vor kurzem war das Verbrauchervertrauen des Conference Boards veröffentlicht worden, das im August überraschend von zuvor 65,4 auf nunmehr 60,6 Punkte gefallen ist. Wie Sie wissen, vergleiche ich die aktuelle Seitwärtsbewegung in den US-Indizes mit der großen Seitwärtsbewegung der 1960-80er Jahr. Interessanterweise passen die aktuell schlechten Werte des Verbrauchervertrauens zu den Werten der damaligen Seitwärtsbewegung.

Das Verbrauchervertrauen des Conference Boards gibt eigentlich die Stimmungslage in der Bevölkerung wieder. Abgefragt wird die Beurteilung der konjunkturellen Lage, die Einschätzung der Entwicklung der Konjunktur auf Sicht von sechs Monaten, die Situation auf dem Arbeitsmarkt aktuell und wiederum auf Sicht von sechs Monaten und die Erwartung bezüglich des Einkommens.

Der Vergleich

Im folgenden Diagramm können Sie die Entwicklung des Verbrauchervertrauens (rote Linie) und die des Dow Jones (schwarze Linie) Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre ablesen:

Sie sehen, dass im Crash 1974/75 die Stimmung auf Werte um die 40 Punkte (rechte Skala) gefallen ist. Danach kam es einige Jahre später zu zwei weiteren Stimmungstiefs. Das letzte markierte im 1982 den Start der großen Rally, die den Dow Jones von damals ca. 770 Punkten auf dann ca. 11.000 Punkte steigen ließ. Ein Beleg dafür, dass große Rallys in Stimmungstiefs geboren werden. Erst in den 90er Jahre sank die Stimmung erneut auf Werte um die 40 Punkte, nachdem sie in der ersten Phase der Rally Werte über 120 Punkte erreicht hatte (hier nicht eingezeichnet). Doch auch in den 90ern stiegen die Märkte trotz dieser schlechten Stimmung oder gerade deswegen immer weiter und weiter.

Das aktuelle Stimmungsbild

Schauen wir uns im Vergleich die aktuelle Entwicklung an:

Auch in den vergangenen Jahren konnten wir miterleben, wie die Stimmung von Crash zu Crash weiter gesunken ist. In dem Finanzmarktcrash 2008/2009, den ich vom Verlauf her mit dem Crash 1974/75 (siehe oben) vergleiche, sank sie wieder in den Bereich der 40-Punkte-Marke.  Und mit dem Stimmungstief startete diese signifikante Erholungsrally.  Aber trotz dieser Erholungs-Rally bleibt die Stimmung der Verbraucher gedrückt. Die Werte dümpeln zwischen 40 und 72 Punkten hin und her.

Genau dieser Umstand, also dass die Stimmung nicht mehr die Kursentwicklung widerspiegelt, ist der entscheidende Punkt, der dafür spricht, dass die Kurse noch viel weiter steigen können. 

Warum ist die Stimmung so wichtig?

Wenn die Stimmung der Verbraucher, also der Bevölkerung so niedrig ist, werden diese natürlich auch keine hohe Bereitschaft haben, Aktien zu kaufen. Insbesondere dann, wenn sie keine Verbesserung in den kommenden sechs Monaten erwarten. Wichtig ist dabei, dass es sich bei den Befragten um die „normale Bevölkerung“ handelt und nicht um Finanzexperten. Das Bild ist dadurch unverdorbener. Schließlich steigen die Kurse und dieser Anstieg wird durch die starken also informierten Hände ausgelöst.

Vergleicht man die Situation mit den 70er Jahren, kommt die Rally erst wieder ins Stocken, wenn Werte des Verbrauchervertrauens um die 100 oder höher erreicht werden. So lange das nicht der Fall ist, ist aus stimmungstechnischer Sicht der Weg nach oben noch offen. Denn dann gibt es immer noch eine Masse von "normalen" Anlegern (in diesem Zusammenhang auch "schwache Hände" genannt), die erst einsteigen, wenn die Sitmmung wieder positiver wird und dann die Rally noch eine Weile tragen.

Allerdings ist die Analyse der Stimmungslage nur ein Faktor unter vielen, die ineinandergreifen sollten. Insbesondere das Timing ist bei dieser Form der Sentimentanalyse ein großes Problem. Auch ist nicht gesagt, dass die schwachen Hände irgendwann auch tatsächlich aufspringen. Und hier öffnen sich die Tore für viele Spekulationen und Diskussionen. Doch wäre die Börse eindeutig, gäbe es sie nicht...

Und damit zu einem anderen Thema:

US-Immobilienmarkt weiter im Aufwind

Es erreichen uns weiterhin gute Zahlen vom US-Immobilienmarkt. So stieg die Zahl der Baubeginne im August um 2,3 Prozent auf annualisiert 750.000. Interessant ist, dass ausgerechnet die Baubeginne bei den Einfamilienhäusern mit einem Plus von 5,5 Prozent stark anzogen. Vergleicht man die Baubeginne mit dem Vorjahreswert, also August 2011, ist sogar ein sattes Plus von 29 Prozent zu verzeichnen. Allerdings, und das darf man nicht vergessen, alles noch auf sehr niedrigem Niveau (siehe Diagramm).

Wie schon geschrieben, vermute ich, dass genau das der Grund ist, warum die Fed diese besondere Form des QE3 beschlossen hat. Die Zinsen auf dem Immobilienmarkt sollen weiter niedrig gehalten werden, damit dieser Boom nicht wieder in sich zusammenfällt.

Und das kann natürlich schneller gehen als gewünscht. So ist die Zahl der erteilten Baugenehmigungen im August um 1,0 Prozent gesunken. Zwar hatten die Analysten ein Minus von 1,4 Prozent erwartet, da aber die Genehmigungen als Vorlaufindikator für die Baubeginne gelten, ist das vielleicht schon ein erstes schwaches Warnzeichen.

 

Aber auch die Anzahl der Verkäufe „bestehender Häuser“ ist im August um 7,8 Prozent auf 4,82 Millionen Einheiten gestiegen. Dies ist der höchste Wert seit dem Mai 2010. Erwartet wurde ein Wert von 4,55 Millionen Häusern. Auch werden wieder höhere Preise erzielt, der Median-Verkaufspreis stieg im August um 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 187.400 US-Dollar.  

 Mit diesen Zahlen wird deutlich, wie kräftig der Anstieg auf dem US-Immobilienmarkt ist. Hoffen wir, dass er weiter anhält, denn ansonsten wird es für die US-Wirtschaft dunkeldüster…

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens


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