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Es ist schon verrückt - die Börse – oder eher die Teilnehmer, vielleicht auch alles zusammen. Die Psychose der Massen hat gerade an den Börsen gravierende und fast unerklärliche Auswirkungen, die zu seltsamen Auswüchsen führen. Diese Besonderheiten fallen allerdings nur auf, wenn Sie weit zurücktreten und einen Blick auf das große Ganze zulassen. Genau das tun wir heute:

Als Aktien noch teuer waren

Sie erinnern sich vielleicht an das Jahr 2000. Damals waren die Aktien die teuerste Anlageklasse schlechthin – und jeder wollte sie haben. Anleihen, damals im Vergleich recht preiswert, galten als langweilig und uninteressant. Auch Immobilien spielten keine wirkliche Rolle und von Gold redete auch nahezu niemand. Und all diese Anlagen waren im Vergleich zu den Aktien wirklich preiswert. Hätte man doch in diese Anlagen investiert …

Daraus lässt sich folgende Frage ableiten:

Welche Anlageklasse ist jetzt die billigste?

Anleihen?

Nein, das ist die teuerste Anlage, die man sich zurzeit leisten kann. Nicht nur, dass sie keine Rendite mehr abwirft, nein, in Deutschland wird sogar dafür gezahlt, dass man die Schulden des Staates erwerben kann. Anleihen sind so teuer wie niemals zuvor!

Immobilien?

Nein, auch Immobilien erleben einen rasanten Boom. Hier in Köln werden inzwischen 3.000 Euro pro qm und mehr gezahlt. In München 4.000 Euro und mehr. Das Problem ist, dass viele die niedrigen Zinsen nutzen und sich teure Immobilien kaufen. Doch was passiert, wenn der Kredit nach 10 oder 15 Jahren ausläuft, er neu finanziert werden muss und die Zinsen dann bei 5 oder 6 % (oder höher) stehen. Das könnte einen erheblichen Verkaufsdruck verursachen. Bei den Banken munkelt man, dass der Vorteil der niedrigen Zinsen mittlerweile durch die sehr hohen Preise kompensiert ist.

Rohstoffe?

Sicherlich ist Gold im historischen Vergleich nicht mehr billig. Andere Rohstoffe unterliegen ihren ganz eigenen Gesetzen, und gerade die Begrenztheit der Ressourcen lässt noch einiges Potenzial erwarten. Trotzdem sind sie, von einer Depotbeimischung abgesehen, keine eindeutige Alternative mehr.

Etwa Aktien?

Dazu ein kleiner Chart:

Aktuell stehen wir bei 7.000 Punkten. Das erste Mal, dass der DAX dieses Niveau erreicht hat, war am 03.01.2000. Das ist 12 Jahre her! Vor wenigen Wochen standen wir bei 6.000 Punkten – hier notierte der DAX bereits Mitte 1998 – 14 Jahre sind seitdem vergangen, in denen die deutsche Wirtschaft unbestreitbar gewachsen ist.

Und diese 12 bis 14 Jahre wirtschaftliches Wachstum spiegeln sich nicht in den Kurse wider. Gerade aktuell haben wir es mit einer großen Diskrepanz zwischen nachhaltigem Wirtschaftswachstum bei vergleichsweise niedriger Arbeitslosigkeit und den Börsenkursen zu tun. So gesehen ist der Aktienmarkt klar unterbewertet. Im Vergleich zu den anderen, oben genannten Anlageklassen, ist er sogar extrem billig.

Was soll uns das sagen?

Damals, im Jahr 2000, wollten alle Aktien und niemand Anleihen und Immobilien. Hätte man da doch Immobilien gekauft …

Heute wollen alle Anleihen und Immobilien und niemand Aktien. Anders wäre dieses extreme Missverhältnis der Anlageklassen nicht zu erklären.

Das Prinzip der Händler

Wir sind alle in gewisser Weise Händler. Und hier gilt: Kaufe preiswert ein und verkaufe teuer und nicht, kaufe teuer und hoffe …

Kurz: Anleihen und Immobilien sind als reine Geldanlage nicht mehr zu empfehlen. Als Händler müsste man tatsächlich Aktien kaufen und die anderen Anlagen (sofern es Spekulationsobjekte sind und nicht selbstbewohntes Eigentum oder Altersabsicherungen etc.) abstoßen.

Wäre da nicht die Angst

Und was hält die vernünftigen und geneigten Anleger davon ab? Die Angst! Die Angst, dass alles noch viel schlimmer wird. Und tatsächlich weiß niemand, ob wir wirklich in 10 Jahren sagen: Hätten wir doch damals im Jahr 2012 Aktien gekauft, als die noch so billig waren.

Es ist eben diese Angst,  die uns davon abhält, das einfachste Gesetz des Handelns zu ignorieren. Und selbst die bekannte Börsenweisheit:„Kaufe deine Angst und verkaufe deine Euphorie“, wird uns nicht überzeugen.

Und jetzt?

Das Schöne ist, ich weiß, ich könnte mir die Finger wund schreiben – wir Menschen funktionieren anders. Das Sicherheitsdenken wird uns davon abhalten, das Risiko (Angst) zu kaufen und die Sicherheit (Euphorie) zu verkaufen. Es wird uns sogar dazu bringen, genau das Gegenteil zu tun.  Aber, und so witzig das ist, genau dieser Umstand führt dazu, dass die Rallys so lange andauern. Würde der Mensch anders agieren, gäbe es diese langjährigen Rallys nicht. Dazu einmal das Prozedere der Rally.

So entsteht die Rally

Die Zahl der Aktionäre in Deutschland steigt aktuell, weil immer mehr vermögende Menschen aber auch institutionelle Anleger begreifen, dass alle Anlageklassen außer Aktien völlig überteuert sind. Teilweise wollen sie angesichts der Schuldenkrise in Europa gar nicht in Aktien investieren, sie haben nur keine andere Wahl mehr. Das ist der Grund, warum der DAX trotz all dieser Risiken in Europa nicht total einbricht. Dies, also Käufe trotz Angst, kennzeichnet die erste Phase der Rally.

Einige Zeit später

Immer mehr Menschen werden nach und nach zu der gleichen Erkenntnis kommen, dass andere Anlagen zu teuer sind, und auf Aktien setzen. Das Problem dabei ist, dass die meisten Menschen auf die Performance der vergangenen Jahre achten. Und hier hat der DAX seit 12 Jahren bis 14 Jahren nichts geliefert. Es muss sich also erst einige Jahre ein Aufwärtstrend durchgesetzt haben, bis die Bank- und Vermögensberater ängstlichere und unerfahrenere Menschen mit der „bisherigen Performance“ überzeugen können. Erst dann wird auch zunehmend wieder mehr Geld für die Altersvorsorge in Aktien fließen. Das gleiche gilt für Fonds. Erst wenn diese auf bessere Renditen in den "vergangenen Jahren" hinweisen können, werden mehr Menschen bereit sein, mehr Geld zu investieren. Das ist die zweite Phase der Rally.

Ganz zum Schluss

Aber erst, wenn sich diese Erkenntnis, Aktien seien eine verdammt gute, wenn nicht sogar die beste  Anlage, auch beim letzten Anleger durchgesetzt hat, wird wieder die Euphorie zu erkennen sein – denn dann ist die breite Masse investiert und wird aufgrund guter Gewinne eine hohe Bereitschaft haben, noch mehr - wenn nicht sogar alles - in Aktien zu investieren. Wenn ich dann schreiben werde: „Aktien sind teuer, vorsicht!“ – werde ich wieder viele böse Mails erhalten. Aber das bin ich ja gewohnt.

Und genau dann, wenn alle wieder an Aktien glauben, müssen Sie anfangen zu zweifeln. So wie Sie jetzt anfangen dürfen, zu hoffen – zu hoffen, dass die Rally kommt.

Eine kleine Warnung

Dass Aktien so billig sind, ist ein Potenzial. Daraus resultiert keine Notwendigkeit, dass auf jeden Fall eine Rally startet. Sie sollten eines nie vergessen: So logisch auch dies alles erscheint, es gibt niemals Sicherheit, dass es dieses Mal wieder so sein wird, wie so oft zuvor. Aber zumindest spricht einiges dafür …

Und so sollten Sie natürlich auch nicht Ihr ganzes Vermögen sofort in Aktien umschichten. Sie haben Zeit, viel Zeit. Sie können nach und nach kaufen.

Für den Fall, dass in den kommenden 2 bis 5 Jahren die große Rally erkennbar wird, bleibt genügend Zeit, immer weiter einzusteigen. Sollte es sich um die große Rally handeln (was, wie gesagt keineswegs absolut sicher ist) wird diese insgesamt 15 bis 20 Jahre andauern. Viel Zeit, sehr viel Geld zu verdienen – für die, die ihre Angst kaufen und sich nicht von der Massenhysterie anstecken lassen.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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