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Es müsste mittlerweile schon einiges geschehen, damit das Alpha-Target im Gold-Chart noch rechtzeitig erreicht wird – unmöglich ist es aber nicht. Insgesamt kann sich Gold jedoch immer noch nicht von der 1.600er Marke lösen und läuft seit Wochen seitwärts.

Der zu dem Alpha-Target besprochene Trade, der mir damals schon nicht so wirklich gefiel, wäre allerdings relativ schnell ausgestoppt worden. Das ist unproblematisch, denn das gehört zur Wahrscheinlichkeit des Trades. Es gibt einfach bei einer Wahrscheinlichkeit auch immer die Fälle, in denen es nicht funktioniert.

Man hat keinen Fehler gemacht

Und hier ist es sehr wichtig, im Kopf umzuschalten. Viele Anleger geraten, wenn sie ausgestoppt werden, in die „Ich habe einen Fehler gemacht“-Falle. Das wirkt sich auf das Gemüt aus. Manche werden danach noch vorsichtiger oder unsicher. Das alles sind aber für das Traden höchst hinderliche Emotionen.

Es gibt überhaupt keinen Grund vorsichtiger oder unsicher zu werden. Teil des Tradens ist es, dass Trades  nicht aufgehen. Hier hat der Trader keinen Fehler gemacht, es gibt keinen Grund sich schuldig oder sonstwie schlecht zu fühlen. Ein Fehler macht ein Trader nur, wenn er sich nicht an die vor dem Trade angestellten Überlegungen hält oder es vergisst, einen Verlust-Ausstieg einzuplanen.

Wenn Sie sich den weiteren Verlauf der Goldpreisentwicklung anschauen, dann ist auch genau das geschehen, was für den Fall des Stopps analysiert war: „Wenn der Goldpreis noch einmal so weit fällt, wäre dies ein Zeichen der Schwäche“  - so die Beschreibung zu dem Stopp. Und genau das ist es, was man im Anschluss erkennen kann. Gold zeigt keine Stärke, bis heute nicht.

Man konnte also das eingesetzte und durch den Stopp wieder frei gewordene Kapital für andere Trades, zum Beispiel im Aktienmarkt, nutzen. Dies wäre wahrscheinlich Gewinn bringender geworden. Warum sollte man es also so lange in eine Anlage investiert halten, die alle Zeichen der Stärke verweigert? So gesehen war es doch gut, dass das Geld mit dem Stopp frei wurde und man es in andere Anlagen investieren konnte. Wie gesagt, das ist kein Fehler gewesen.

Egal, was auch geschieht

Aber selbst wenn Gold anschließend, also nach Auslösung des Stopps, explodiert wäre, gäbe es keinen Grund sich zu grämen. Obwohl so eine Entwicklung natürlich eine starke Einladung wäre, sich wirklich zu ärgern. Doch es geht für einen kurzfristigen Trader nie darum, was eine Aktie „im weiteren Verlauf“ macht. Wenn Sie das interessiert, müssen Sie langfristig anlegen. Nein, es geht immer nur um den einen Trade. Hier hat man Kursziele berechnet, einen dazu passenden Stopp ausgelotet und an diesen Fahrplan muss man sich halten. Alles andere ist und bleibt uninteressant oder sogar gefährlich.

Ausgestoppt und danach dreht die Aktie

Und natürlich wird es Ihnen, wie jedem anderen, häufig genug geschehen, dass ein Stopp nahe des Bewegungstiefs ausgelöst wird und die Aktie direkt anschließend wieder ansteigt.

Logischerweise liegt ein Stopp tiefer als der Kaufkurs. Wenn also der Stopp ausgelöst wird, ist der Markt zumeist deutlich überverkaufter als beim Einstieg. Mit anderen Worten: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktie anschließend zumindest wieder in eine kleine oder größere Gegenbewegung übergeht, ist relativ groß.

Aber, der Stopp soll das Vermögen schützen und dafür sorgen, dass die Abhängigkeit: „mögliches Kursziel / möglicher Verlust“ in einem ausgewogenen Verhältnis bleibt. Ein Stopp ist keinesfalls ein „guter“ Ausstiegszeitpunkt – das darf man nicht verwechseln.

Also wenn ein Stopp ausgelöst wird und die Aktie danach wieder anzieht, darf man nie auf die Idee kommen, dass Stopps Unsinn sind. Das ist meistens der Punkt, an dem ein Trader Stopps weglässt und eine gewisse Zeit später dann fragt, was man mit einer Position macht, die 70 % unter Wasser ist. Leider gibt es darauf keine befriedigende Antwort. Es ist das Lehrgeld, das man bezahlen muss, um zu begreifen, dass Stopps schlussendlich sinnvolls sind, auch wenn man häufiger scheinbar ungünstig ausgestoppt wird.

Mentale Stopps

Was ich nun schreibe, ist gefährlich – aber es ist leider ein wichtiger Punkt des Tradens. Mentale Stopps sind besser als tatsächliche Stopps. Nicht etwa, weil reale Stopps von irgendwem gesehen und gezogen werden – das ist in den meisten Fällen im Zusammenhang mit den Positionsgrößen normaler Trader paranoider Unsinn (der Markt bemerkt Positionen erst, wenn diese riesig sind und dann werden auch meistens keine Stopps mehr gesetzt).

Es ist ein anderer Zusammenhang: Als sehr erfahrener Trader können Sie eine „überkaufte“ Situation erkennen und bei Auslösung des mentalen Stopps noch etwas abwarten, um in eine Gegenbewegung hinein zu verkaufen. Dafür müssen Sie allerdings neben guten Analysefähigkeiten zwei Charaktereigenschaften besitzen, die sich oft erst nach Jahren zuverlässig entwickeln.

1. Sie müssen verkaufen, wenn es zu besagter Gegenbewegung kommt. Und das ist sehr schwierig: Stellen Sie sich vor, Sie sind in eine Position eingestiegen und diese ist an ihren mentalen Stopp gelaufen. Der Gesamtmarkt zeigt aber keine wirkliche Schwäche. Auch insgesamt stehen die Signale im Markt und in dieser Aktie noch auf eher bullish. Sie denken also: Okay, ich steige in einer Gegenbewegung aus.

Diese kommt schließlich auch, der Kurs hüpft wieder nach oben. In diesem Moment keimt in vielen Anlegern wieder die Hoffnung auf, der Trade könnte noch aufgehen. Dieser Hoffnung darf man jedoch nicht nachgeben – denn dadurch, dass der mentale Stopp ausgelöst wurde, belegt ja die Aktie ihre Schwäche (siehe obiges Beispiel Gold). Sie können lediglich zu einem besseren Kurs aussteigen und sollten dies auch tun. Schließlich wird mit jedem Prozent Kursanstieg der Gegenbewegung die Situation wieder etwas überkaufter. Sprich, die Wahrscheinlichkeit, dass die Kurse wieder fallen, steigt. Also nicht hoffen, sondern verkaufen – der mentale Stopp war erreicht und damit geht es bei dem Trade nicht mehr um Gewinn. Und auch hier ist wieder egal, was die Aktie anschließend macht.

2. Stellen Sie sich aber vor, die Aktie hat wider Erwarten gar nicht vor, eine Gegenbewegung zu starten. Die Verluste fangen langsam an, schmerzhaft zu werden. Hier kommt es dann zu der zweiten Falle, in die viele Anleger geraten: Die Unfähigkeit größere Verluste zu realisieren – bevor riesige Verluste daraus werden. Und das ist hart, sehr hart. Die meisten Menschen scheuen sich davor, größere Verluste zu realisieren, eben weil sie dann „realisiert“, also real sind. Doch hier darf man nicht hoffen und, sondern muss konsequent die Reißleine ziehen. Auch wenn die Pille bitter ist.

Um mit mentalen Stopps zu spielen, muss ein Trader konsequent sein und aussteigen können. Und solange er das nicht beherrscht, sollte er lieber auf reale Stopps zurückgreifen. Die nehmen einem die Arbeit ab, in der jeweiligen Situation Entscheidungen treffen zu müssen.

Viele Grüße und ein schönes, hoffentlich sehr sonniges Wochenende

Ihr

Jochen Steffens


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