In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Die Märkte zeigen sich heute unentschlossen. Das hängt unter anderem mit der heute stattfindenden Fed-Zinssitzung zusammen. Notenbank-Chef Ben ...
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Inhaltsverzeichnis

Warum ich gerne ein Bulle bin

Die Märkte zeigen sich heute unentschlossen. Das hängt unter anderem mit der heute stattfindenden Fed-Zinssitzung zusammen. Notenbank-Chef Ben Bernanke hat in seiner bisherigen Amtszeit viel getan, um die Arbeit der Notenbank transparenter zu gestalten. Ein weiterer Schritt in diese Richtung startet heute. Alle 17 Mitglieder werden ihre jeweiligen Zinsprognosen zu der Zinsentwicklung der kommenden Jahre veröffentlichen. Ob das aber nun tatsächlich zu mehr Sicherheit oder aber zu mehr Verwirrung führt wird, bleibt abzuwarten. Aber diese Neuerung ist sicherlich Teil der aktuellen Verunsicherung an den Märkten. Mehr dazu morgen.

Große Sorgen

Ich weiß, viele Menschen sind sehr besorgt darüber, dass die aktuelle Krise das Potenzial hat, zu einer großen Weltwirtschaftskrise mit all den dramatischen Folgen zu werden. Doch ist es vielleicht gerade das, was das Gute an dieser Krise ist, um es einmal aus einer anderen Sicht zu sehen. Denn jeder Beteiligte, ob Staats- oder Notenbankchef, ob Gläubiger oder Schuldner, weiß, wie kritisch es wird, wenn diese Krise eskaliert – ein Bankencrash oder/und ein Domino-Effekt bei den Staatspleiten würde zu einer lang andauernden tiefen Weltwirtschaftskrise führen. Und es wird niemanden geben, keine Bank, keinen Staat, kein großes Unternehmen, der davon nicht negativ betroffen wäre. Und so ist der Druck auf alle Beteiligten groß genug, um letzten Endes doch Kompromisse einzugehen. Ob das natürlich ausreicht, ist eine andere Frage.

Trotzdem wird natürlich - wie gerade in Griechenland - viel gefeilscht, diskutiert und debattiert. Das verunsichert die Märkte. Doch auch das ist nur logisch: Die Beteiligten versuchen natürlich trotz der Notwendigkeit, Kompromisse einzugehen, so gut wie eben möglich aus dieser Krise herauszukommen.

Und das wiederum ist die Gefahr an der Sache. Es besteht die Möglichkeit, dass das Rumgefeilsche dazu führt, dass wichtige Entscheidungen vielleicht zu spät kommen. Hier verbirgt sich der wenig zu prognostizierende Anteil an diesem Drama „Schuldenkrise“.

Und trotzdem optimistisch?

Viele fragen mich in E-Mails, warum ich eigentlich trotz all dieser Horrornachrichten in der Tendenz optimistisch bleiben kann. Dazu folgendes:

Zunächst ein Bär

Ich erinnere mich noch gut, dass ich, geprägt durch die Erfahrungen des 2000er Crash im Jahr 2002/2003, ein skeptischer Bär war, der keinen Streifen am dunklen Horizont der weltwirtschaftlichen  Entwicklungen sah. Zudem unterlag ich wohl dem Einfluss namhafter Dauerbären, die damals in dem gleichen täglichen Börsennewsletter ihre Thesen veröffentlichten. Heute weiß ich, dass gerade bei amerikanischen Kollegen diese düsteren Thesen oft auch etwas mit Marketing zu tun haben. Angst verkauft sich einfach sehr gut, besonders gut in Krisenzeiten.

Der Weg ins Bullenlager

Doch letzten Endes hat die Auseinandersetzung mit bekannten Bullen, darunter Altmeister Andre Kostolany, aber auch moderne Größen wie Ken Fisher und anderen bewirkt, dass ich aus dem Bärenlager tendenziell ins Bullenlager gewechselt bin.

Ein erster Stein kam durch die Geschichte mit André Kostolany ins Rollen. Kostolany war nach dem Börsencrash 1929 ebenfalls längere Zeit ein bekennender Bär, der mit den Jahren aber zu einem Bullen mutierte und zwar, soweit ich noch weiß, durch die Erkenntnis, dass Börsen in der überwiegenden Zeit ihres Daseins steigen und nicht fallen.

Wieder einmal die Wahrscheinlichkeit

Schaut man sich die Börsenhistorie der vergangene 120 Jahre (!) an, so steigen die (US-)Märkte in der meisten Zeit tatsächlich an, und sie tun es auch nachhaltiger.


Ich habe hier die Aufwärtsbewegungen (grün) eingezeichnet, in der sich Bullen besser fühlen und die Seitwärtsbewegungen (rot), in denen sowohl Bullen als auch Bären richtig liegen. Sie sehen, dass sich meist die Bullen besser fühlen. Bären haben immer nur in den meist kurzen Crashphasen richtig Spaß an der Börse (den 1929er Crash müsste man natürlich korrekterweise aus der ersten Aufwärtsbewegung herausnehmen). Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie mit einer bullishen Einschätzung richtig liegen, ist also um ein Vielfaches höher.

Egoismus

Und so ist es eigentlich purer Egoismus, dass ich überwiegend optimistisch bin, denn ich fühle mich einfach gerne gut, und offensichtlich hat man es an den Börsen als Bulle einfacher, Gewinne zu erzielen – da sie die überwiegende Zeit steigen.

Der naive Optimist

Etwas schwieriger ist es der Gesellschaft gegenüber. Interessanterweise neigen gerade intelligente Menschen dazu, kritischen und negativen Prognosen mehr Gewicht zu geben als den optimistischen. Optimistisch denkende Menschen werden wesentlich schneller als „naiv“ eingestuft. Das sehe ich auch öfters in kritischen Mails – wenn ich mal wieder als komplett naiv oder geistig vollkommen retardiert betitelt werde.

Da es mir allerdings weniger bis gar nicht darum geht, was andere Leute von mir denken, und es mir wichtiger ist, mich als Trader gut zu fühlen und es dazu noch wichtiger ist, Geld zu verdienen, war die einzig logische Schlussfolgerung: bullish zu werden. Ich weiß, das mag für einige enttäuschend simpel klingen, aber an den Börsen ist es nun einmal sehr oft so, dass es nicht die großartig klingenden Thesen und Theorien sind, mit denen man gewinnt, sondern die einfachen.

Die Wirklichkeit holt einen ein

Später dann kamen die Erkenntnisse hinzu, die Sie immer wieder im Steffens Daily lesen. Zum Beispiel, dass jede große Rally ihren Anfang in der tiefsten Krisenzeit hatte oder das Wissen darum, dass man einsteigen muss, wenn die Panik am größten ist.

Aber natürlich gesellten sich auch Efahrungen hinzu, die ein Verkaufen nahelegen, wenn die Euphorie groß ist, oder wichtige charttechnische Marken nicht mehr überwunden werden. Und das setzen wir auch nachvollziehbar um. Im Premium-Trader haben wir vor den beiden Crashs (2008 / 2011) unsere Investitionsquote jeweils extrem verringert und entsprechend Gewinne mitgenommen. Die Crashs sind damit an uns ohne gößere Einbußen in der Performance an uns vorbei gegangen.

Wieder deutlich bullisher

Und im Grunde meines Herzens gehe ich weiter davon aus, dass die Börsen steigen werden und das sogar langfristig. Einige von Ihnen, die mich schon länger lesen, wissen, dass ich die große Seitwärtsbewegung der vergangenen Jahre immer wieder prognostiziert habe. Und jetzt gehe ich einfach davon aus, dass die Märkte nach dieser Seitwärtsbewegung in eine neue Aufwärtsbewegung übergehen. Und ich finde, dass ausgerechnet diese massive Krise prima ins Bild passt, da wirklich keiner mehr von einer großen Rally ausgeht. Ich weiß nicht, wann diese genau startet- jetzt oder erst in fünf Jahren, das Timing ist dabei etwas schwierig. Aber wenn Sie sich den Dow-Chart anschauen, ist der Markt bisher aus jeder Seitwärtsbewegung der vergangenen 120 Jahre nach oben ausgebrochen. Warum sollte es dieses Mal anders sein, wenn nicht mal ein Weltkrieg dieses Schema aufbrechen konnte…

Mit schmunzelnd bullishen Grüßen

Ihr

Jochen Steffens

PS. Trotzdem kann es kurzfristig in den kommenden Tagen und Wochen zu einer Konsolidierung kommen, siehe Steffens Daily von gestern. Dazu passt auch, dass sich sowohl der ZEW-Index, als auch heute der Ifo-Index mit 108,3 Punkten bereits wieder erstaunlich positiv zeigen.


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