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Inhaltsverzeichnis

Der Teufelskreis zwischen Politik und Börse

Wieder und wieder sind es Nachrichten und Gerüchte aus der Politik, welche die Märkte massiv beeinflussen. Gestern war es die Nachricht, dass die EU-Länder mit einem Triple-A-Rating gemeinsame Bonds auflegen wollen – und schon stiegen die Märkte mal eben um mehr als vier Prozent. Dann kam das Dementi, doch die Hoffnung blieb, dass etwas an den Gerüchten dran sei.

Wie ich schon mehrfach geschrieben habe, ist es nicht gut, wenn die Märkte so sehr mit den politischen Nachrichten korrelieren. Es handelt sich um zwei Systeme, die nicht zusammen passen. Und hier liegt vielleicht der eigentliche Grund für die aktuelle Misere begründet:

Das System Börse

Wenn man den Märkten eine Persönlichkeit zuschreiben würde, dann die eines extrem hysterischen oder impulsiven Menschen, der auf jede Nachricht massiv überreagiert.

Damit die Märkte gut funktionieren, brauchen sie somit ein Gegengewicht, um diese Überreaktionen abzufedern. Und normalerweise gibt es dieses Gegengewicht: die Wirtschaft.

In „normalen“ Phasen reagiert die Börse auf die Entwicklungen der Wirtschaft und diese Entwicklungen gehen eher gemächlich, langsam vonstatten. Da verändert sich hier mal das BIP um ein paar Zehntel Prozentpunkte, da mal diese und jene Konjunkturdaten. Selbst die Unternehmensberichte werden höchstens einmal im Quartal gemeldet. Hinzu kommt, dass auch die Entwicklung der Weltwirtschaft Einfluss nimmt und hier werden sogar die unterschiedlichen Entwicklungen einzelner Länder durch das übergeordnete Geschehen ausgeglichen.

Insgesamt gleicht also die Trägheit der wirtschaftlichen Entwicklungen die Hysterie der Börsenteilnehmer aus und so entstehen die bekannten Börsenphasen. Doch das alles ist zurzeit über den Haufen geworfen worden.

Das System Politik

Das System "Politik" hingegen ist selbst wieder in gewisser Weise hysterisch, wenn auch auf eine andere Art. Hier geht es um Selbstdarstellung, um Stimmungen und Stimmenfang. Ein Politiker muss, um in der Hierarchie der Politik aufzusteigen, von sich reden machen. Am sinnvollsten natürlich mit konstruktiven Beiträgen. Gut, das gelingt vielleicht den Wenigsten, aber es bleibt dabei: Die Öffentlichkeit wird gesucht – koste es, was es wolle.

Hinter dieser Fassade der Selbstdarstellung werden wiederum Prozesse durch Diskussionen und Ausschüsse, durch Fachleute und Analysen angestoßen. Aber das sind Prozesse, die einem ständigen Wandel unterworfen sind. Und dieser wird von den Medien auf Tritt und Schritt kommentierend begleitet. Das erkennt man sehr schön in der aktuellen Krise. Ideen entstehen, werden wieder verworfen oder entwickeln sich weiter.

Diese beiden Faktoren des Politikbetriebs führen dazu, dass Politik ein steter Unruheherd ist.

Wenn Hysterie auf Unruhe trifft

Wir, als Nachrichtenkonsumenten, kennen diese Unruhe der Politik seit Jahrzehnten – wenn nicht seit Jahrhunderten. Wir sind die Skandale und Skandälchen, das Gepoltere und Rumoren, die Auf- und Abstiege diverser Politiker gewohnt.

Aber man kann sich vorstellen was geschieht, wenn die Unruhe der Politik sich mit der Hysterie der Börsen vermischt. Aber genau das hat die Finanzkrise bewirkt. Mittlerweile haben sich diese beiden Systeme dabei fest ineinander verbissen und so leidet nicht nur die Börse unter den politischen Entscheidungen, sondern auch die Politik unter den Marktreaktionen - ein Teufelskreis.

Wenn Unruhe auf Hysterie trifft

Denn die Politik ist dazu übergegangen, nicht mehr nur auf die lang und mittelfristige Entwicklungen der Wirtschaft zu reagieren, sondern auf die kursfristigen Reaktionen der Märkten (zum Beispiel: Anleihemarkt) zu achten.

Doch für die Politik agieren die Märkte viel zu schnell. Sie ist diese Schnelligkeit nicht nur nicht gewohnt, es ist für sie vielmehr unmöglich, mit ihren langsamen Mechanismen der Meinungsfindung auf die Hysterie der Märkte zu reagieren. Und wenn sie dann doch mal reagiert, nach Wochen oder Monaten, sind die Märkte längst wieder mit einem ganz anderen Thema beschäftigt – quasi weitergezogen. Und so entsteht der aktuell durchaus stimmige Eindruck, dass die Politik den Märkten hinterherhinkt.

Diese Prozedere ist vielleicht damit zu vergleichen, wenn Eltern (die Politik) mit der gebotenen Ruhe und vernünftigen (oder auch unvernünftigen) Argumenten versuchen, einer Horde von hyperaktiven Kindern (die Märkte) das Lärmen und Herumtollen auszureden.

Der unheilvolle Teufelskreis

Und damit wird klar, was zurzeit das eigentliche Problem ist. Es haben sich zwei Systeme, die nicht zueinander passen, auf unheilvolle Art und Weise miteinander verbunden. Es ist ein verhängnisvoller Kreislauf entstanden, der nicht zu lösen ist – da es keine passende Kommunikationsebene gibt.

Der Ebenenwechsel

Um eine Lösung zu finden, müsste die Politik somit in einem ersten Schritt diese Prozesse erkennen und daraufhin Wege finden, die Ebene zu wechseln, um aus dem Prozess der Aktion und Reaktion mit den Märkten herauszufinden. Doch das wird schwerlich möglich sein. So bleibt nur zu hoffen, dass das hysterische Kind selbst, nämlich die Märkte, irgendwann die Lust verliert, die Eltern, also die Politik zu provozieren. Und das ist gar nicht so abwegig, denn das Interesse der Märkte an den diversen Themen verebbt in der Regel rasch. Doch ähnlich wie bei den Kindern meist erst dann, wenn keiner mehr auf sie reagiert…

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens


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Das vom Forschungsinstitut Conference Board ermittelte Verbrauchervertrauen ist im November von zuvor 40,9 Punkten auf aktuell 56 Punkte geklettert. Analysten hatten lediglich mit 44,40 Punkten gerechnet. Dieser Anstieg ist zudem die höchste Veränderung zum Vormonat seit 2003. Auslöser für diesen Stimmungsanstieg sollen sinkende Benzinpreise und eine Verbesserung auf dem US-Arbeitsmarkt gewesen sein.

Trotz aller Euphorie über diese Zahlen zeigt sich im Chart, dass das Verbrauchervertrauen immer noch auf niedrigstem Niveau notiert. Trotzdem könnte es ein erster Lichtblick sein, besonders wenn sich die Tendenz fortsetzt.


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