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Inhaltsverzeichnis

Mentale Gelassenheit beim Traden

Ich glaube, das Thema Griechenland können wir heute, ohne dass es irgendjemand wirklich vermissen wird, außen vor lassen. Irgendwann in den kommenden Tagen sollen Entscheidungen fallen – es ist mittlerweile sogar müßig über das „Wann“ zu spekulieren. Zudem werden keine wichtigen Wirtschaftsdaten veröffentlicht und an der Chartfront tut sich wenig - somit können wir uns mit dem Thema: „Mentale Stärke beim Traden“ beschäftigen.

Die Selbstkritik

Es ist doch seltsam: Egal was ein Trader macht, nur selten ist er zufrieden mit seinen Trades. Mal wurde der Stopp ausgelöst und der Markt drehte daraufhin, mal stieg er zu spät ein oder zu früh aus, etc.  Eigentlich logisch, denn die perfekten Trades sind einfach selten. Ist die Börse also ein Tummelfeld für Masochisten?

Mentales Coaching

Wenn ich, was leider aus Zeitmangel sehr selten vorkommt, neue Trader coache, benenne ich bereits am Anfang zwei wichtige Punkte.

1. Du hast unter keinen Umständen einen Fehler gemacht, wenn du einen Gewinn realisierst, sofern du dich an deinen Tradingplan gehalten hast. Es ist dabei egal, was die Aktie anschließend macht.

2. Du hast unter keinen Umständen einen Fehler gemacht, wenn du auf dem vorher definierten Niveau mit einem Minus ausgestoppt wurdest oder dort im Minus verkauft hast – egal, was die Aktie anschließend macht.

Ja klar, werden sich einige denken, das ist doch nur logisch. Aber schauen Sie sich Ihren Trading-Alltag an. Wie oft fluchen Sie, wenn sich eine verkaufte Aktie doch stark weiter entwickelt, oder eine Aktie, nachdem Sie ausgestoppt wurde, wieder ansteigt. Überprüfen Sie einmal, wie oft Sie sich insgesamt über da aufregen, was vor, während oder nach Ihren Trades geschieht.

Normale Emotionalität

Sicherlich, man könnte meinen, Traden wäre etwas Sachliches, es ginge hier um kalte Analysen von Märkten und Begebenheiten. Doch das ist weit von der Realität entfernt. Wenn Sie sich die Trader und Spekulanten anschauen, werden Sie erstaunt über die hohe Emotionalität sein, die sich dort selbst bei gestandenen Männern und Frauen zeigt. Da werden auch schon mal abends offiziell nie geweinte Tränen vergossen. Und ich will nicht wissen, wie viel Alkohol schon über den Schmerz von schlechten Trades hinweggeholfen hat. Am deutlichsten ist es, wenn Sie Partner von Tradern befragen. Diese können meistens ein Lied davon singen, wie stark die Stimmungen der Trader von den Ereignissen an den Börsen beeinflusst sind.

Das wirklich Verrückte daran ist, dass es eben genau diese emotionalen Hochs und Tiefs sind, was für viele den eigentlichen Spaß beim Traden ausmacht. Und keine Frage:  je tiefer die Tiefs, desto höher die Hochs. Aber genau dieses emotionale Hin und Her ist einer der Faktoren, der  aus Börse Sucht machen kann – eine Sucht, die oft in den finanziellen Ruin führt.

Beim Traden geht es nicht um den Spaß, jedenfalls dann nicht, wenn schlussendlich auch Existenzen verspielt werden. Interessanterweise werden Menschen, die dem emotionalen Hin und Her verfallen sind, niemals auf Dauer eine akzeptable Performance erzielen. Und doch werden die meisten sich nicht von dieser Emotionalität befreien wollen oder können  – aber das ist ein anderes Thema…

Hochleistungssport und Traden

Traden ist vergleichbar mit Sport. Sicherlich ist es lustig, sich am Samstag Nachmittag auf dem Bolzplatz ein paar Stunden auszutoben – aber damit verdient man kein Geld. Wenn Sie in die Bundesliga kommen wollen, dann ist der Bolz-Spaß vorbei. Dann hilft nur hartes Training unter Verzicht auf Freizeit und Spaß. Ich glaube, die wenigsten machen sich bewusst, wie hart das Training im Hochleistungssport ist.

Und auch bei der mentalen Stärke ist es beim Traden wie beim Hochleistungssport gleich: Irgendwann entscheidet die mentale Stärke über Erfolg und Misserfolg!

Starken Einfluss auf die Performance

Ich habe es bei mir selbst gesehen und auch schon bei einigen anderen Tradern live miterleben dürfen, wie sehr die mentale Einstellung Einfluss auf die Performance hat. Offensichtlich führt eine positive, sachliche Grundeinstellung und der Verzicht auf dieses oben beschriebene emotionale Hin und Her dazu, dass man die besseren Trades eingeht. (Obwohl die wirklichen Gründe dafür noch nicht ganz erschlossen sind, gibt es mittlerweile unzählige Studien, die das auch in anderen Bereichen belegen.)

Nur wie?

Doch wie soll man in mentaler Ruhe bleiben, wenn ein Stopp ausgelöst wird und der Markt direkt anschließend wieder dramatisch steigt, oder wenn man ausgestiegen ist und die Aktie frecherweise immer weiter läuft, oder wenn man einsteigt und die Aktie direkt danach massiv einbricht.

Hier gibt es eine kleine Krücke, die ein erster Schritt ist, diese Dinge gelassener zu sehen.

50 % aller Transaktion geschehen zum falschen Zeitpunkt

Als erstes müssen Sie sich einmal darüber bewusst werden, dass an den Börsen im Prinzip immer 50 % aller getätigten Transaktionen im Bereich Aktien zum falschen Zeitpunkt geschehen. Wie Sie wissen, ist jeder Kauf an den Börsen auch ein Verkauf. Immer wenn Sie eine Aktie kaufen, gibt es jemanden, der Ihnen diese verkauft hat. Und bei diesem Geschäft gibt es sozusagen immer einen, der richtig gelegen, und immer einen, der falsch gelegen hat - sei es, dass er zu früh verkauft hat oder aber zu früh eingestiegen ist (wir lassen bei dieser Betrachtung die verschiedenen Anlagehorizonte einmal  außen vor, um es nicht unnötig kompliziert zu machen).

Machen Sie sich bewusst: Mindestens 50 % aller Transaktionen an den Börsen sind ganz einfach als Fehler zu interpretieren, so dass man sich ärgern kann. Aber es kommt noch schlimmer, denn natürlich kann es auch vorkommen, dass beide nach der Transaktion schlechte Laune haben. Der Verkäufer ärgert sich, weil die Aktie noch weiter steigt und er zu früh ausgestiegen ist. Anschließend ärgert sich der Käufer, weil die Aktie wieder etwas später komplett in sich zusammenbricht. Es ist die Betrachtung nach dem Trade, die aus diesen 50 % einen deutlich höheren Wert macht und deswegen sollten Sie auch nie darauf achten, was geschieht, nachdem Sie ausgestiegen sind.

Viel Platz, um sich zu ärgern

Daraus lässt sich schließen, dass dieses Spiel an den Börsen ein sehr gutes Umfeld für schlechte Emotionen ist. Somit hat man nur zwei Möglichkeiten: Entweder dieses Spiel zu lassen, denn wer möchte schon ständig schlechte Laune haben, oder aber mit der schlechten Laune aufzuhören.

Hinzu kommt, dass dieses viele Ärgern dazu führt, dass Ihr mentales Grundgerüst angeknackst wird, und dann wird Traden tatsächlich immer schwieriger, mühsamer und zäher. Viele negativ interpretierte Erlebnisse führen zu falschem Verhalten.

Niemals auf den einzelnen Trade achten

Aber es gibt noch einen zweiten Punkt, der hilft, mit dem Ärgern aufzuhören. Tatsächlich geht es nämlich beim Traden überhaupt nicht um den einzelnen Trade, sondern lediglich darum, was Sie am Ende des Monats verdient haben. Und dann ist die Zeit für gute oder schlechte Laune.

Das Ziel

Um wirklich langfristig erfolgreich zu sein, müssen Sie sich vor einem Trade bewusst machen, wo das Kursziel liegt und wann Sie aussteigen, wenn es nicht gut läuft. Und dann sollten Sie noch den Tradeverlauf beobachten, um in bestimmten Situationen einzugreifen, wenn sich der Trade nicht wie erwartet entwickelt.

So lange Sie sich an diesen Tradingplan halten, haben Sie, egal was auch währenddessen oder danach passiert, niemals und unter keinen Umständen bei diesem einen Trade einen Fehler gemacht. Und das ist das einzige, worauf ein Trader achten sollte. Hat er nach Plan gehandelt, war es immer ein guter Trade, selbst wenn er im Minus ausgestoppt wurde.

Das ist die Sichtweise, beziehungsweise das grundlegende Verhaltensmuster, welches auf Dauer zu einer mentalen Gelassenheit den einzelnen Trades gegenüber führt. Der einzelne Trade und das, was anschließend passiert, ist und bleibt vollkommen unbedeutend – wichtig ist, was zum Schluss auf dem Konto steht. Und wenn das nicht stimmt, müssen Sie ihre gesamte Tradingstrategie, nie jedoch den einzelnen Trader überdenken. Warum sollte man also einem einzigen Trade so viel Aufmerksamkeit schenken, dass man sich über diesen ärgert? Er ist es nicht wert….

Viele gelassene Grüße

Ihr

Jochen Steffens

 


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