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Inhaltsverzeichnis

Von den schwachen zu den starken Händen

Von Woche zu Woche hofft man als Anleger zurzeit, dass diese politischen Börsen  ein Ende finden. Man wünscht sich, dass die Querelen um Regierungen, Politiker endlich keinen Einfluss mehr auf die Börsen haben. Und es geht nicht nur mir, sondern auch vielen meiner Kollegen so, dass Börse nervt.  Dabei sind diese politischen Streitigkeiten doch nur eine Art Ablenkung und die Kursreaktionen darauf eher lächerlich. Denn die wirklichen Probleme werden nicht durch neue oder alte Regierungen gelöst, sondern es wird eine längere Zeit brauchen, bis die Märkte und hier besonders die Bondmärkte sich beruhigen.  

Aber die Börsen reagieren immer wieder auf das, was die Medien ihnen als Futter vorsetzen. Die eine Nachricht führt zu panikartigen Verkäufen, eine andere zu panikartigen Käufen. Eigentlich darf man sich an diesem Hin und Her nicht beteiligen. Die Börsen sind zurzeit in einen extrem kurzfristigen Modus übergegangen. Die langfristigen Perspektiven des Aktienmarktes werden nicht mehr beachtet, oder wenn, nur noch gepaart in einer Weltuntergangsstimmung.

Aber Sie sollten sich als Anleger mal fragen, warum denn die Börsen nach den massiven Schwierigkeiten in Griechenland und jetzt Italien nicht viel tiefer stehen. Welche Idioten kaufen denn da zurzeit Aktien? Sind das private Anleger? Nein, sicher nicht, die stehen eher auf der Verkäuferseite und haben meistens überhaupt keine Lust mehr auf Aktien. Wer kauft also? Wer verhindert, dass der DAX bei vier-, drei- oder sogar zweitausend Punkten steht? Wieso läuft der DAX seit Mitte Oktober eher seitwärts?

Von den schwachen und starken Händen

Hierzu muss man auf den Altmeister Kostolany zurückgreifen: Aktien wechseln immer von den starken in die schwachen Hände und zurück. Und zwar nach einem einfachen Muster: In Krisenzeiten kaufen die starken den schwachen Händen die Aktien ab. In Boomphasen kaufen die schwachen Hände diese Aktien von den starken Händen wieder zurück.

Wer sind die starken, wer die schwachen Hände?

„Starke Hände“ sind Anleger, die Zeit haben, das investierte Geld nicht brauchen und auch größere Verluste über längere Zeit aussitzen können. Deswegen werden sie „starke“ Hände genannt. Häufig werden sie mit den institutionellen Anleger gleichgesetzt, das stimmt aber nur zum Teil. Es sind aber fast immer erfahrene Spekulanten, die weder Zeit- noch Performancedruck verspüren. In der aktuellen Situation gibt es jedoch sehr viele institutionelle Anleger, die unter Performancedruck leiden – also gibt es nur noch wenige starke Hände, die aber offenbar über ausreichend finanzielle Mittel verfügen.

„Schwache Hände“ sind hauptsächlich Anleger, die sich von der Mainstreamstimmung anstecken lassen und die entweder emotional oder finanziell nicht in der Lage sind, längere Verlustphasen auszusitzen. Häufig wird diese Anlegerkategorie mit den Privatanleger gleichgesetzt, aber auch das stimmt nur zum Teil. Wir sehen auch im Bereich des Fondsmanagement oft schwache Hände.

Aber wenn alles anders kommt?

Aber was ist, wenn man nun nach und nach einsteigt und dann die Börsen immer weiter einbrechen? Verlieren dann auch die starken Hände irgendwann die Nerven?

Leider muss man das mit „Ja“ beantworten. Ein Teil der starken Hände kann unter bestimmten Umständen auch auf die Seite der schwachen Hände wechseln. Wir haben dieses Phänomen Ende 1999 und Anfang 2000 am Hoch des Booms gesehen. Als die Börsen trotz massiver Überbewertung immer weiter anstiegen, sind nicht nur Privatanleger auf diesen Boom aufgesprungen. Nein, auch starke, langfristig orientierte Hände sind, nachdem sie bereits ausgestiegen waren, wieder aufgesprungen. Ein dramatischer Fehler, der aber mit zu dieser extremen Übertreibung des Jahres 2000 führte.

Und so können wir nicht ausschließen, dass auch in der aktuellen Situation irgendwann ein Punkt erreicht wird, an dem die starken Hände ihre gerade erworbenen Positionen wieder abstoßen. In diesem Fall sollten wir allerdings eine massive Übertreibung nach unten sehen.

Kaufen, was das Zeug hält

Ich kann Ihnen für diesen speziellen Fall, sofern er noch eintreten sollte, nur einen einzigen Tipp geben: Kaufen Sie!  Denn eine besseres Chance-Risiko-Verhältnis werden Sie in den kommenden 10 bis20 Jahren dann nicht mehr finden. Es wäre die Umkehrung der oben beschriebenen Übertreibung des Jahres 2000.

Aber glauben Sie mir, wenn dieser Einbruch jetzt noch kommen sollte, wird ihn wirklich JEDER davon abraten, einzusteigen. Die Stimmung wird von dunkeldüster auf ein hoffnungsloses pechschwarz wechseln. Die letzten Bullen werden sich verzweifelt und gedemütigt in ein Bärengehege flüchten und es wird Zähneklappern und Wehklagen auf allen Kanälen zu hören sein. DAS ist der geeignete Zeitpunkt, zu kaufen – ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis wird man sehr lange Zeit nicht mehr finden.

Und wenn dieser Einbruch nicht kommt?

Tja, und genau das ist das Problem. Es kann sein, dass dieser Einbruch, diese panikartige Übertreibung nach unten, gar nicht mehr eintritt und der Markt stattdessen eine lange Weile weiter volatil seitwärts läuft, um dann irgendwann sehr spontan und schnell nach oben auszubrechen.

Und wenn man da nicht dabei ist, wird es auch sehr schmerzhaft sein. Und genau das ist der Grund, warum viele bereits jetzt nach und nach einsteigen.

Die ewigen Gesetze

Der Aktienfluss zwischen den starken und schwachen Händen ist das ewige Gesetz an den Börsen.  Und obwohl ich fest daran glaube, bin ich auch dieses Mal gespannt, ob es wieder funktioniert … Ein Restrisiko bleibt schließlich immer. Man kann eine der wichtigsten Lebensweisheiten wie folgt umformulieren: Im Leben gibt es keine Sicherheit – und schon gar nicht an den Börsen.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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