In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Es ist eine seltsame Zeit, ich bleibe dabei. Auf der einen Seite gibt es sehr positive Anzeichen im Markt. So fällt zum Beispiel auf, dass schlechte ...
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Inhaltsverzeichnis

Emotionales Hin und Her

Es ist eine seltsame Zeit, ich bleibe dabei. Auf der einen Seite gibt es sehr positive Anzeichen im Markt. So fällt zum Beispiel auf, dass schlechte Nachrichten im Zusammenhang mit der Schuldenkrise kaum noch zu Verwerfungen führen. Selbst wenn EZB-Chef Trichet, wie Dienstag geschrieben, vor einer systemischen Krise warnt, lässt das die Märkte kalt.

Sie sehen, der Gewöhnungseffekt, den ich im Steffens Daily vor kurzem beschrieben habe, zeigt so langsam Wirkung. Unter normalen Umständen ist es ein wirklich wichtiger Hinweis, wenn schlechte Nachrichten nicht mehr zu Kursabschlägen führen – dann ist oft der Boden erreicht.

Positive Entwicklung wird als Bullenfalle bezeichnet

Auch typisch für einen Boden ist, dass sich bei plötzlich steigenden Kursen nach einem stärkeren Kurseinbruch die Nachrichten mehren, dass eben dieser Optimismus unvernünftig und verfrüht sei.

Hier reagieren meistens Finanzredakteure, die steigenden Kursen hinterher sehen, nicht investiert sind und nun an dem Glauben festhalten, es sei Unsinn jetzt zu kaufen. Und solche Nachrichten liest man aktuell häufiger. Besonders "schön" ist dabei die Aussage, die Börse würde in Verkennung der Tatsachen vollkommen irrational reagieren.

Doch die Bedenken sind nicht unbegründet

Auf der anderen Seite gibt es viele Nachrichten, die ein erhebliches Bedrohungsszenario für die weltweite Konjunkturentwicklung beschreiben. Eine Bankenkrise wird befürchtet, verursacht durch einen Domino-Effekt im Zusammenhang mit der Schuldenkrise. Selbst große Top-Banken sollen gefährdet sein. 

Und in diese Kerbe schlägt die US-Ratingagentur Fitch. Sie will gleich mehrere internationale Großbanken herabstufen, darunter bekannte Namen wie: Bank of America, Goldman Sachs oder die französische Société Générale. Sogar die Deutsche Bank ist von dieser Androhung betroffen.

Ist die Euphorie an den Märkten tatsächlich verfrüht?

Diese Frage ist zurzeit, wie schon beschrieben, schwer zu beantworten. Im Normalfall geht es an den Börsen um wirtschaftliche Entwicklungen im kurz- bis langfristigen Bereich. Hierzu existiert eine Vielzahl bekannter Prognosemitteln, die geeignet sind, wirtschaftliche Entwicklungen zu prognostizieren. Doch bei der Schuldenkrise in Europa und der Frage, inwieweit Kreditausfälle zu einem Domino-Effekt bei den Banken führen werden, muss man sich auf das Wissen und Know-how von anderen verlassen. Und das ist etwas, was ich überhaupt nicht mag.

Wer hat Recht?

Denn wer hat jetzt Recht?

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, der betont, dass seine Bank gut gegen eine Krise gewappnet sei, oder die Ratingagentur Fitch, die da offensichtlich anderer Meinung ist (siehe oben). Hat der amerikanische Finanzminister Timothy Geithner Recht, der heute sagte, dass die vorhandenen finanziellen Ressourcen zur Bewältigung der Krise in der Eurozone ausreichen? Er wies dabei darauf hin, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) über substanzielle, nicht vergebene und verfügbare Finanzmittel verfüge, aber auch die europäischen Ressourcen selbst ausreichen, um die Probleme in Europa zu lösen.

Oder soll man Trichet glaube, der die Gefahr einer Systemkrise beschreibt?

Und was ist mit George Soros und den anderen 100 namhaften Politikern und Ökonomen, welche die europäischen Regierungen aufforderten, schnell zu handeln, da sonst eine Weltwirtschaftskrise drohe? Oder Angela Merkel, die zwar einen langanhalten schmerzhaften Reformprozess erwartet, aber guter Dinge zu sein scheint, dass die Probleme gemiestert werden können?

Und selbst bei den Mails, die ich von Ihnen zu dem Thema erhalte, gibt es höchst verschiedene Ansichten. Der überwiegende Teil ist eher skeptisch. Auch haben die Verschwörungstheoretiker und Untergangspropheten wieder Hochkonjunktur (was fast immer ein bullishes Zeichen ist). Aber es gibt auch positive Mails, die schreiben, dass alles zurzeit negativ überbewertet wird.

Der einfache Weg

Uns, die wir nicht in die dunklen Tiefen und in die Giftschränke der Banken schauen können und auch nicht die politischen Entscheidungen der Zukunft kennen, bleiben lediglich Überzeugungen, die wir aufgrund von diversen Nachrichten und eigener Gedanken gefunden haben. Doch „Überzeugungen“ sind geprägt von der grundsätzlichen Charakterstruktur, Erfahrungen der Vergangenheit und anderen Faktoren. Sie sind damit höchst subjektiv – und in keiner Weise verlässlich. Auch wenn wir das gerne anders sehen wollen. 

Das einzige Kriterium ist und bleibt der Markt, also der Kursverlauf der Börsen. Denn hier ist zumeist auch das aktuelle Wissen vieler Insider und informierter Kreise enthalten. Und es gilt: Was nicht nach unten will (siehe die 5.000er Marke), steigt und zwar so lange, bis es nicht mehr weiter nach oben will. So lapidar sich diese Aussage auch anhört, so beinhaltetet sie doch eine tiefliegende Wahrheit, die wahrscheinlich lediglich Börsianer in ihrer gesamten Tragweite verstehen können.

Eine kleine Warnung

Und trotzdem muss eine kleine Warnung ausgesprochen werden: Die aktuell positive Stimmung birgt natürlich auch eine erhöhte Crashgefahr. Dann nämlich, wenn die dahinterliegende Hoffnung an der Realität scheitert. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn nun weitere große Banken platzen.  Diese Gefahr sollten Sie bei Ihren Investmentüberlegungen durchaus mit einbeziehen.

Die bekannte Mauer der Angst

Auf der anderen Seite startet jede große Rally dann, wenn die Sorgen am größten sind, und steigt das erste Drittel oder sogar die erste Hälfte an einer Mauer aus Sorgen und Ängsten entlang.

Im Nachhinein weiß man, dass es das Tief war – und die Zeichen sind, aus der Zukunft heraus betrachtet, immer eindeutig. Doch schauen Sie auf die aktuelle Situation! Innerhalb dieser Krisen weiß man es eben nicht – auch wenn vieles dafür spricht, so gibt es auch immer große Gefahren – das ist bei allen Krisen so.

Wenn diese Gefahren nicht eintreten, wird die Rally weitergehen. Und da der Mensch dazu neigt, Gefahren, die vergangen sind, unterzubewerten oder sogar auszublenden, sieht es im Nachhinein immer eindeutig aus.

Das emotionale Hin und Her

Wenn Sie den heutigen Text aufmerksam gelesen haben, werden Sie entdecken, dass es ein emotionales Hin und Her ist. Es ist der Verstand, der uns von positiv zu negativ treibt, weil er eben keine sichere Lösung weiß. Doch das ist Börse – der Verstand ist eigentlich immer überfordert und scheitert grundsätzlich an seinem Wunsch nach Eindeutigkeit. Die Ereignisse sind zu komplex, um sie mit unserem begrenzten menschlichen Verstand in Gänze zu erfassen. Was dann übrig bleibt ist: Die Kurse steigen so lange, bis sie wieder fallen – und mit dieser Weisheit kann man tatsächlich an den Börsen reich werden.

Mit diesem zugegebenermaßen etwas hinterhältigen aber philosophischen Winkelzug will ich Sie heute in Wochenende entlassen …

Viele Grüße

Jochen Steffens


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