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Hören Sie auf, sich beeinflussen zu lassen!

US-Konjunkturdaten  

Hören Sie auf, sich beeinflussen zu lassen!
von Jochen Steffens

Wir müssen ohnehin abwarten, bis der Verfallstag morgen vorbei ist. Also können wir die Zeit nutzen, um uns wieder etwas mit Trader-Know-How zu beschäftigen.

Sind Sie unbefangen?

Schauen Sie sich unbefangen und unvoreingenommen folgenden Kursverlauf unter der Fragestellung an: „Wie wird es weiter gehen?“

Was war Ihr erster (!) Eindruck? Die einen werden sagen: „Der Kurs ist schon sehr weit gefallen, da wird bald eine Gegenbewegung starten!“ Die anderen werden sagen: „Das ist ein schöner, klarer  Abwärtstrend, die Kurse werden noch eine Weile weiter fallen!“

Wer hat aber Recht? Niemand! Denn die Aussage, die Sie getroffen haben, hat nichts mit dem Kursverlauf zu tun. Sie verrät etwas über Sie als Mensch und Ihre Art Dinge einzuschätzen, aber nichts über den weiteren Kursverlauf. Sie sind nicht objektiv! Niemals! Und das ist eine der wichtigsten Trader-Lektionen, die es zu lernen gilt.

Gleicher Chart, andere Rahmenbedingungen:

Wir ändern einfach die Rahmenbedingungen. Tatsächlich handelt es sich - einige werden es schon geahnt haben - um den DAX, nur auf den Kopf gestellt.

Wenn Sie nun wissen, dass es der DAX ist, und Sie sich diesen Chart nun richtig herum ansehen, wird sich Ihre Einschätzung vielleicht wieder ändern. Das dann auch, weil Sie jetzt auch die ganze Geschichte hinter der Kursbewegung kennen.

Es gibt den DAX nicht ohne die ganzen Nachrichten, die Sie gelesen oder gehört haben. Der DAX ist kein reiner Kursverlauf mehr, er ist der Index der deutschen Wirtschaft – Sie sehen den DAX und denken an die Krisen in Europa, die Schwäche des Euros, die Nachrichten zur deutschen Wirtschaft, etc.

Ihre Fähigkeit, diesen Kursverlauf objektiv zu betrachten sinkt somit auf ein erbärmliches Niveau. Jetzt sind an diesen Kursverlauf nicht mehr nur Ihre persönliche Art Dinge zu sehen (siehe oben), sondern auch noch individuelle Überzeugungen zur politischen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland geknüpft. Und hier ist das Spektrum bekanntlich groß, es reicht von Crash- bis Boom-Überzeugungen, je nach Naturell.

Damit wird es also nahezu unmöglich, diesen Chart „objektiv“ zu betrachten.

Sozialverhalten als störender Faktor

Es ist ein sehr bekanntes Phänomen. Wir Menschen sind soziale Wesen und haben eine Neigung, unsere Meinungen und Einschätzung an die Gruppenmeinung oder das, was wir dafür halten,  anzupassen.

Früher war diese Eigenschaft überlebenswichtig, denn nur wer in der Gemeinschaft war, hatte eine Chance zu überleben. Außerhalb der Gemeinschaft drohte der Tod. Heute ist das anders, und ganz besonders an den Börsen wird dieses Spiel anders herum gespielt. Diejenigen, die sich gut an die Mainstream-Meinungen anpassen können, mögen im „realen“ Leben erfolgreich sein, als Trader haben Sie es hingegen schwer. Denn Gewinne werden meist da gemacht, wo die Massen-Meinung nicht unterwegs ist. Das ist eine der wenigen verlässlichen Gesetzmäßigkeiten an den Börsen.

Kostolany sagte nicht umsonst, dass man gerade in Krisenzeiten alle Nachrichten meiden soll. Und er hat recht. Es ist so unglaublich schwer, nicht auf die allgemeine Hysterie der Nachrichten-Welt hereinzufallen.

Der andere Medien-Blick

Denn gerade in unserer extrem medialen Welt ist die Meinung der anderen oft die Meinung der Medien. Das wäre kein Problem, wenn die Medien objektiv wären. Doch das sind sie nicht und das nicht mal aus böser Absicht.

Wenn man selbst viele Jahre in den Medien gearbeitet hat, unter anderem bei einem Unternehmen, das sehr „offensiv“ Werbung macht, erhält man einen ganz anderen Blick auf die Schlagzeilen der Presse.

Bei den großen Boulevard-Blättern wird  mehr Zeit und Arbeit in die Formulierung der Schlagzeilen investiert, als in die Texte selber. Wenn ich heutzutage eine Schlagzeile lese, sehe ich sofort, warum sie genau so und nicht anders formuliert wurde. Es geht nämlich immer darum, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, die Zeitung zu kaufen. Es geht NICHT um die Wahrheit.

Leider „bilden“ sich viele trotzdem über die Schlagzeilen Meinungen und das ist das Kuriose daran. Die Überschriften sind verkaufszahlen-optimiert geschrieben, wirken sich aber auf die Überzeugungen der Menschen aus. Hier funktioniert dieses System sehr subtil. Um dieses Subtile ein wenig verständlicher zu machen, sollten wir die extremen Beispiele benennen:

Werbung in Reinform

Am augenfälligsten sind diese Prozesse bei der Werbung. Wenn ich Ihnen heute einen Text mit der Überschrift: „Anfang 2011 kommt der finale Crash! Sie müssen unbedingt sofort handeln!“ zuschicken würde und diese These in dem folgendem Text mit ein paar Allgemeinplätzen, unausgesprochenen, verschwörerisch klingenden Formulierungen begründen würde, bräuchte ich unten nur hinzufügen: „Hier erfahren Sie, wie Sie sich nicht nur schützen können, sondern von diesem Crash auch noch profitieren!“ Und ich wette, wir würden so viele Anmeldungen für diesen Börsenbrief erhalten, wie nie zuvor. Das ist natürlich für einen Unternehmer sehr verlockend und es ist nur logisch, dass viele diese Art der Panikmache nutzen, um Kunden zu werben.

Die Kunden bestimmen, mit was geworben wird

Aber auch hier muss man ehrlich sein! Nicht die Werbung macht die Kunden, sondern die Kunden machen die Werbung. Das heißt: Würden nicht so viele auf derart marktschreierische Werbung reagieren, würde diese Art der Werbung schnell verschwinden. Das glauben Sie nicht? Es gibt einen einfachen Beweis. Solche Werbungen sind gerade in Krisenzeiten weit verbreitet, also meistens NACH den Crashs, vor denen gewarnt wird. Nach einem langen Aufwärtstrend rentiert sich eine solche Werbung nicht, weil kaum jemand darauf anspringt – deswegen wird sie auch in diesen Zeiten nicht geschaltet. Erinnern Sie sich einfach zurück.

Es ist ja nicht unbedingt zu kritisieren, dass Unternehmen so werben- sie müssen Geld verdienen, auch um ihre Angestellten zu bezahlen. Aber die gefährlichen Auswirkungen liegen woanders. Jede Form der Werbung beeinflusst die Leser. Erhalten Sie viele dieser Werbungen, wird die Beeinflussung größer. Und es wird ja nicht nur in dieser Extremform geworben, sondern in allen Abschwächungen und Varianten. Das geht, wie oben beschrieben, bis zu den Schlagzeilen in den Medien, die eigentlich auch nichts anderes als eine Art Werbung sind.

Krisenzeiten = Krisensuggestionen

Das heißt, in Krisenzeiten werden Sie als Anleger mit einer Flut von negativen Suggestionen über Schlagzeilen, Werbung und Kommentare konfrontiert und damit auch manipuliert. Und es ist extrem schwer, sich dem entgegen zu stellen.

Allerdings hilft es bereits, dieses Prinzip zu durchschauen. Allein wenn Sie anfangen, Werbung und Schlagzeilen mit anderen Augen zu sehen, sich also fragen, warum diese Überschrift so gewählt wurde, welche Intention der Schreiber, der Verlag, die Zeitung hat, dies genau so zu formulieren, verliert die suggestive Kraft dieser Schlagzeilen und der Werbung massiv an Wirkung. (Man sollte das schon an den Schulen lehren.)

Sie können also wie Kostolany empfohlen hat, alle Nachrichten ausschalten. Das wird aber in unserer extrem medialen Welt kaum wirklich zu realisieren sein. Sie können aber auch alle Nachrichten, die Werbung, alles was Sie im Internet lesen, kritisch hinterfragen. Sprich, Sie können aufhören, dem geschriebenen Wort Glauben zu schenken.

Allein das ist schon gerade als Börsenanleger enorm hilfreich. Wenn Sie es dann auch noch schaffen, insgesamt einen objektiveren Blick auf die Entwicklungen der Kursverläufe zu erhalten, werden sich Ihre Prognosen, und das kann ich Ihnen versprechen, erheblich verbessern.

Fazit

Es geht also in diesem zweiten Schritt (den ersten Schritt habe ich gestern beschrieben) darum, sich von den Einflüsterungen der Medien und der anderen zu befreien und eine gewisse Objektivität anzustreben (erreichen kann man sie nicht). Es erfordert ein gewisses Maß an Selbstkontrolle und Disziplin.

In einem weiteren Schritt geht es dann darum, sich selbst besser kennen zu lernen. Dazu aber, sofern Zeit ist, in den nächsten Tagen mehr.

Viele Grüße

Jochen Steffens


Nach dem oben Geschriebenen ist heute natürlich keine Werbung mehr passend. Daher nur ganz sachlich folgende Informationen zu unseren Börsenbriefen:  

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US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in der vergangenen Woche um 3.000 auf 420.000 Anträge gesunken. Das lag in den Erwartungen der Analysten.

 

Nach wie vor ist deutlich ein nachhaltiger Abwärtstrend im Vier-Wochen-Schnitt zu erkennen. Allerdings sollten die Zahlen bald auch unter die 400.000er Marke fallen, damit sich der positve Eindruck fortsetzt. Da jedoch nach Weihnachten erst einmal wieder mit einem leichten Anstieg zu rechnen ist, sollte man hier nicht zu viel erwarten.

Der Philly-Fed-Index ist im Dezember auf plus 24,3 gestiegen. Analysten hatten 18,0 prognostiziert, nach 22,5 zuvor. 

 

Es scheint fast, als wäre der Einbruch Mitte des Jahres bereits wieder kompensiert. Das würde dafür sprechen, dass es doch nicht zu einem Double Dip kommt. Allerdings verwundert es ein wenig, dass die Fed angesichts dieser Zahlen immer noch so zurückhaltend agiert.

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