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Börsenprognosen, weiße Weihnachten in Köln und der DAX
US-Konjunkturdaten

Börsenprognosen, weiße Weihnachten in Köln und der DAX
von Jochen Steffens

Den meisten Kölnern ist die Frage, ob es dieses Jahr in Köln eine weiße Weinacht gibt, verständlicherweise wichtiger als die Frage, ob der DAX bis zum Jahresende weiter steigt.

Köln ist alles andere als verwöhnt, was Schnee anbetrifft, und so ist die Chance, dass es gerade zu Weihnachten schneit, tatsächlich eher gering. Das wiederum führt dazu, dass die Kölner sich in Hinblick auf das Weihnachts-Wetter einer typisch menschlichen Prognose-Technik bedienen:

„Mer han sigg Johre keen wieße Weihnaach mih jehat, do dä lieve Herrjodd emmer pünktlich zo Weihnaache dat jroße Heißluffjebläse anjeschalt hät.“ (Wir haben seit Jahren keine weiße Weihnachten mehr gehabt, da der liebe Herrgott immer pünktlich zu Weihnachten das große Heißluftgebläse angeschaltet hat).

Sprich, er überschlägt gefühlsmäßig die letzten paar Jahre und macht daraus eine Gesetzmäßigkeit. Dabei werden zumeist einige Tatsachen, Statistiken und die Jahre, in denen es doch einmal zu Weihnachten geschneit hat, schlichtweg ausgeblendet. Und da der Kölner an sich lieber feiert als studiert, lässt er sich von da an auch nicht mehr durch Tatsachen verwirren.

Und genau diese Aussage von oben ist es, die Sie zurzeit an den Kiosken, beim Bäcker, im Zeitschriftenladen oder an der Kasse des Supermarkts zu hören bekommen.

Hier wird mit 15 Grad und Regen pünktlich zu Weihnachten gerechnet.

Der Kölsche und der Rest…

Witzigerweise nutzen die meisten Anleger ähnlich subjektive und selektiv wahrnehmende Prognosemethoden, um an den Börsen zu handeln. Das ist natürlich oft nicht wirklich von langfristigem Erfolg gekrönt.

Die Wahrheit oder eine der Wahrheiten…

Jemand, der sich intensiver mit dem Wetter auseinandersetzt - also nicht aus Köln kommt -, wird die weltweiten Wetterkarten studieren, die Großwetterlage analysieren, Prognosen lesen und sich mit dem Entstehen von Wärme- und Kälteperioden auseinandersetzen. Er wird bei diesen Studien vielleicht auf die schon mehrere Jahre alte Prognose stoßen, die bisher sehr korrekt eine dreijährige Kälteperiode prognostiziert hat, der eine sehr heftige Wärmeperiode folgen soll. Wir befänden uns danach im zweiten Jahr.

Daraus ließe sich wiederum der Schluss ableiten: Die Chancen, dass es selbst in Köln dieses Jahr eine weiße Weihnacht gibt, stehen nicht einmal schlecht. Aber trotzdem wissen auch diese gründlich vorgehenden Menschen zurzeit nicht, ob es zu Weihnachten tatsächlich in Köln Schnee gibt. Und auch hier gibt es große Ähnlichkeiten mit den Börsen:

Niemand weiß, ob es zu Weihnachen in Köln Schnee gibt und niemand weiß, wo der DAX zum Jahresende steht. Prognosen bleiben nichts anderes als mögliche Zukunftsversionen. Die tatsächliche Zukunft bleibt dem Menschen verborgen. Er steht quasi mit dem Rücken zur Zukunft und schaut in die Vergangenheit.

Die geeignetsten Prognosetechniken

Also bleibt uns Menschen nichts übrig, als die Vergangenheit zu analysieren, um Zukunftsprognosen zu erstellen. Und damit sind wir doch wieder bei der Prognose-Technik: „Wenn etwas schon immer so war, ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass es auch jetzt wieder so ist.“ Doch es gibt an den Börsen nur wenige Dinge, die „schon immer so waren“. Also muss man sich auf die Tatsachen verlassen, die bereits recht häufig so gewesen sind. Und ab diesem Punkt fängt das ganze Drama der Börsenpropheten an. Es bleibt ein unerfreuliches Gefeilsche um Prozentpunkte der Wahrscheinlichkeit.

Gefährliches Halbwissen ohne Chance auf wirkliches Wissen

Leider ist es uns eben nicht vergönnt, in die Tiefen der volkswirtschaftlichen Zusammenhänge, Bilanzierungspraktiken der Unternehmen, geoökonomischen Verflechtungen, geopolitischen Taktiken u.a. vorzudringen. Selbst uns, also dem Stockstreet-Team, die sich seit vielen, vielen Jahren täglich mit diesen Themen beschäftigen, ist bewusst, dass wir doch nur an der Oberfläche kratzen.

Alles was Sie in den Zeitungen oder im Internet lesen, im Fernsehen hören oder auf sonstige Weise erfahren, ist nichts weiter als gefährliches Halbwissen. Gefährlich deswegen, weil Viele dieses Teilwissen mit „wirklichem“ Wissen verwechseln.

Da jedoch die tatsächlichen Zusammenhänge derart komplex sind, dass das menschliche Hirn schlichtweg überfordert ist, diese fast chaotisch erscheinenden Geflechte aus Ursachen und Wirkungen zu begreifen, besteht auch letztlich keine Chance, dass jemals irgendjemand wirkliches „Prognose-Wissen“ an den Börsen haben wird.

Die Unfähigkeit, die eigene Begrenztheit zu akzeptieren

Umso erstaunlicher ist es, wie viele Anleger und Analysten aus einem doch letztlich überschaubaren Wust von Überzeugungen und Wissensfragmenten das Gefühl ableiten, sie wüssten wie die Börsen funktionieren. Eine Arroganz, die sich in den meisten Fällen sehr ruinös auswirkt. Ich kann immer nur warnen: Glauben Sie nichts, egal wie einladend und überzeugend die Argumentationen auch sind. Je überzeugter Analysten, Kommentatoren und andere auftreten, desto weniger haben Sie begriffen, wie Börse funktioniert.

Wahrscheinlichkeiten

Was schlussendlich nach all den Jahren intensiver Beschäftigung mit den Börsen übrig bleibt, sind Wahrscheinlichkeiten. Und zwar Wahrscheinlichkeiten, die sich meist nur knapp über der Zufälligkeit aufhalten. Doch genau in diesem Punkt unterscheidet sich Börse eben vom Casino. Und genau das ist das eigentliche Geheimnis, warum einige Anleger doch erfolgreich handeln.

Aber es ist ein langer, beschwerlicher Weg dorthin. Die meisten Trader-Aspiranten scheitern an der Unfähigkeit zu erkennen, dass sie nichts wirklich wissen, egal wie viel sie lernen. Sie scheitern an dem Unvermögen, zu erkennen, dass es keine Sicherheit gibt und dass es keine langfristig funktionierenden Systeme gibt. Börse ist niemals beherrschbar. Sie bleibt ein unsicheres Spiel mit den Wahrscheinlichkeiten.

Charttechnik

Und gerade im kurzfristigen Tradingbereich hilft im Themenkreis Wahrscheinlichkeit die Charttechnik. Denn alle Faktoren, welche Börsen beeinflussen, werden sich letztlich irgendwann in den Kursmustern widerspiegeln. Und damit sind eben diese vergangenen Kursmuster ein guter Ansatz für entsprechend sinnvolle Prognosen. Damit ist Charttechnik ein Hilfsmittel (unter anderen), mit dem man die Wahrscheinlichkeit eines Trades auf vergleichsweise einfache Art erhöhen kann.

Der DAX-Chart

Damit sind wir heute am Schluss wieder bei der Target-Trend-Methode und unserem DAX-Chart gelandet, der uns bereits seit vielen Monaten begleitet:

 

Nach wie vor halten wir uns in der Nähe der oberen Linie des grauen Aufwärtstrendkanals auf. Hier konnte bisher kein Ausbruch gelingen.

Bei einem Wiedereintritt in den grünen Trendkanal müssten wir uns auf der unteren Linie des grauen Trendkanals nach Beta-Targets umsehen. Ansonsten bleibt das obere gelbe Beta-Target interessant und natürlich das Alpha-Target.

Wenn dieses auch noch getroffen wird, wäre es das dritte Alpha-Target hintereinander. Und zurzeit sieht es noch so aus, als würde es getroffen. Warten wir ab was passiert.

Viele Grüße

Jochen Steffens


US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens

Die Verbraucherpreise in den USA sind im November um 0,1 % gestiegen. Analysten hatten einen Anstieg um 0,2 %, nach zuvor ebenfalls 0,2 % erwartet.

Die Kernrate ist um 0,1 % gestiegen. Das lag in den Erwartungen und entsricht dem Vormonatswert.

Die Industrieproduktion ist im November um 0,4 % gestiegen. Analysten hatten einen Anstieg im Bereich zwischen 0,2 und 0,3 % prognostiziert, nach einem Anstieg von 0,2 % im Vormonat.

Die Kapazitätsauslastung liegt im November bei 75,2 %, nach zuvor 74,9 %. Das ist der höchste Wert seit Oktober 2008!

Insgesamt sehr gute Zahlen. Besonders beruhigend ist, dass nach dem Anstieg bei den Erzeugerpreisen nicht auch in die Verbraucherpreisen angestiegen sind. Trotzdem steigen natürlich in den USA die Inflationsgefahren.


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