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Krise? Welche Krise?

Krise? Welche Krise?
von Torsten Ewert

Verehrte Leserinnen und Leser,

Börsianer sind offenbar eine besondere Spezies. Sie scheinen außergewöhnlich leidensfähig zu sein. Jedenfalls lieben sie es offensichtlich, sich Sorgen zu machen: um die Konjunktur oder die Weltlage, Griechenland oder Irland, den Ölpreis und wieder die Konjunktur, den Dollar oder den Euro – und nochmals um Weltlage und Konjunktur.

Wer ist eigentlich „die Wirtschaft“?

Die üblichen Konjunkturdaten, z.B. vom Arbeitsmarkt, sind immer noch nicht sonderlich ermutigend. Folglich hält sich auch der Optimismus in Grenzen. Das scheint alles logisch, greift aber irgendwie zu kurz. Dazu spielen wir mal das „Narrenspiel“ (Ein „Narr“ stellt einfache, gern auch „dumme“ Fragen):

Wer oder was ist die Konjunktur? Das ist die Lage der Wirtschaft eines Landes? Und wer ist „die Wirtschaft“? Das sind alle wirtschaftlich tätigen Subjekte, also Unternehmen, Haushalte und der Staat. Und wie ist nun deren Lage???

Und damit sind wir bei der alles entscheidenden Frage, nämlich nach der Situation der Unternehmen – denn private Haushalte (Arbeitsplätze und Einkommen) und der Staat (Steuern und Transferleistungen) hängen letztlich immer von der Gewinnsituation der Unternehmen ab. Und weil die jüngste Quartalsberichtssaison fast vorüber ist, haben wir auch eine aktuelle und aussagekräftige Datenbasis.

Die überraschend gute Unternehmenssituation

Und insbesondere für die scheinbar so schwache US-Konjunktur ist die Situation sogar überaus erfreulich: Bei den S&P500-Unternehmen (auf die sich alle folgenden Angaben beziehen) lagen die Ergebnisse rund 5 % über den Erwartungen der Analysten. Diese „Übererfüllung“ geht zurück auf knapp 76 % der Unternehmen, die höhere Gewinne vermelden konnten. Fast genauso groß, nämlich rund 72 % ist die Zahl derjenigen Firmen, die im Jahresvergleich einen Gewinnanstieg vorweisen können.

Für das Wachstum einer Volkswirtschaft wichtiger sind jedoch die Umsätze. Hier war das Überraschungspotenzial naturgemäß geringer (Gewinnüberraschungen können auch auf „Bilanzkosmetik“ zurückgehen!), und lag mit einem Plus von 0,7 % nur wenig über den Erwartungen. Auch die Zahl der überraschenden Unternehmen war mit 56,6 % deutlich kleiner. Allerdings lag das Umsatzwachstum mit einem Zuwachs von 8,1 % auf einem sehr guten Niveau – von Krise also keine Spur.

Vergangenheit vs. Zukunft

Auf Basis der Ergebnisse des dritten Quartals ist nun eine fundierte Einschätzung des Gesamtjahres 2010 möglich. Und hier liegen die Erwartungen inzwischen bei einem Gewinnanstieg gegenüber dem Vorjahr von +44 %! Nun sind das alles fast schon „vergangene“ Zahlen, also ist insbesondere interessant, was 2011 bringen kann. Und hier erwarten die Analysten einen weiteren Anstieg von bis zu 15 %! Bei den Umsätzen lauten die Werte 4,9 % für 2010 und 5,7 % für 2011.

Für sich betrachtet sagen diese Zahlen noch nicht allzu viel aus. Schließlich gingen sowohl Umsätze als auch Gewinne im Krisenjahr 2009 drastisch zurück. Die Vergleichszahlen liegen als entsprechend niedrig. Aussagekräftiger ist also ein Mehrjahresvergleich auf Basis der absoluten Zahlen.

Dazu die folgende Übersicht, welche die operativen Gewinne der S&P500-Unternehmen in Indexpunkten darstellt:


Quelle: Standard & Poor’s

Schnelle und kräftige Erholung

Zwei Dinge sind dabei bedeutsam:

ERSTENS wird die Gewinnlage der Unternehmen bereits in diesem Jahr auf das Vorkrisenniveau von 2007 steigen. Und schon im kommenden Jahr werden die Ergebnisse des Rekordjahres 2006 erreicht oder sogar übertroffen sein.

Und ZWEITENS ist der diesjährige Anstieg von 44 % nach nur zwei Jahren Krise ohne Beispiel in der bisherigen Nachkriegsgeschichte des S&P 500. Eine so schnelle und nachhaltige Erholung gab es bisher nicht. Zum Vergleich: Nach dem Platzen der Internet-Blase 2001 dauerte es drei Jahre, bis es nach einem Einbruch von 32 % 2004 zu einem deutlichen Sprung von 24 % bei den Unternehmensgewinnen kam...

Mehr Mut zum Optimismus!

Natürlich lassen sich selbst diese Ergebnisse schlecht reden. Die Bankenrettung in den USA führte z.B. dazu, dass die Finanzunternehmen in diesem Jahr überproportional zu diesem Gewinnanstieg betragen werden, während sie 2008 noch für den ebenfalls beispiellosen Gewinneinbruch sorgten.

Und natürlich sind etliche Probleme mit der verbesserten Gewinn- und Umsatzsituation der Unternehmen noch lange nicht gelöst, z.B. die Verschuldung der Verbraucher und des Staates. Doch es gilt auch: Hätten sich die Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren auch nur darauf beschränkt, die Lage durch die pessimistische Brille zu betrachten, ständen sie heute deutlich schlechter da. Und das hätte – aufgrund der Bedeutung der Unternehmen für Wirtschaft und Konjunktur (siehe oben) – eine noch dramatischere Lage am Arbeitsmarkt und bei den Staatsfinanzen bedeutet...

Anleger in der Orientierungsphase

Möglicherweise besinnen sich also die Anleger darauf, dass eine gesundere Unternehmenssituation mittel- und langfristig auch eine Besserung der konjunkturellen Lage mit sich bringt. Und das in diesem Fall am Aktienmarkt auch am meisten zu verdienen ist.

Da es auch immer weniger lukrative Alternativen – z.B. am Anleihemarkt – gibt, würde eine verstärkte Tendenz zu Umschichtungen bald zu merklich steigenden Aktienkursen führen. Gut für diejenigen Anleger, die rechtzeitig eingestiegen sind...


Mit besten Grüßen

Torsten Ewert

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