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Ein Konflikt mit einer gewissen Brisanz
US-Konjunkturdaten

Ein Konflikt mit einer gewissen Brisanz
von Jochen Steffens

Eigentlich wollte ich heute lediglich über die Ähnlichkeit der Entwicklung des Dow Jones nach dem großen Börsencrash 1929 und der Entwicklung des Shanghai A nach der Finanzkrise schreiben und daraus weitere Prognosemöglichkeiten ableiten. Doch dann kam die Meldung über die Ticker, dass Nordkorea 100-200 Granaten auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong geschossen hat.  Zwei Soldaten seien getötet, 17 weitere Soldaten und drei Zivilisten verletzt worden. Südkorea hat das Feuer erwidert.

Hintergrund der Eskalation sind südkoreanische Militärübungen in diesem Gebiet. Natürlich reagierten die Märkte prompt, der Dollar stieg und asiatische Indizes reagierten mit Kursverlusten.

Nur zwei Charts

Und auf einmal erhielten die beiden Charts eine gewisse Brisanz. Damit Sie verstehen, was ich meine, zunächst einmal die Charts und die entsprechenden Prognosen:

Oben sehen Sie die Entwicklung des Shanghai A Index der Gegenwart, unten die des Dow Jones in den 30er / 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Der Gleichlauf der Kursentwicklung über mehrere Jahre ist sehr verblüffend, auch wenn im Shanghai A alles etwas schneller abläuft. Gut, die Welt ist einfach schneller geworden, könnte man argumentieren.

Aufgrund der nach wie vor hohen Parallelität ist es durchaus angebracht, davon auszugehen, dass diese weiter fortgesetzt wird. Um eine Prognose für den Shanghai zu entwickeln, muss man sich demnach lediglich den weiteren Verlauf des historischen Dow Jones ansehen. Übertragen wir den Shanghai auf den Dow Jones, befinden wir uns in etwa dort, wo der rote Pfeil eingezeichnet ist.

Zwischenfazit

Daraus lässt sich ableiten, dass wir in den kommenden Wochen im Shanghai A eine kleine Konsolidierung wie im Dow Jones des Jahres 1943 sehen und dann an das Hoch vom August 2009 bei 3.650 Punkten laufen.

Der Shanghai A als Vorlaufindikator?

Da wiederum der Shanghai A in den vergangenen Jahren eine gewisse Vorlauffunktion für die US-Börsen hatte - ich hatte hier vor einigen Monaten bereits darüber geschrieben - könnte man die oben gewonnene Prognose wiederum auf die US-Indizes übertragen:

Dazu der Vergleich zwischen dem aktuellen Dow Jones (blau) seit 2007 und dem aktuellen Shanghai A Index (rot). Sie erkennen, dass im Crash der Shanghai A bereits in einen klaren und dynamischen Abwärtstrend überging, als der Dow Jones sein damals noch hohes Kursniveau verteidigte (siehe roter Pfeil). Auch bildete der Shanghai deutlich früher einen Boden aus, als der Dow Jones (grüne Pfeile). Und das letzte Bewegungshoch wurde im Shanghai-Index ebenfalls früher ausgebildet (blaue Pfeile). Selbst der Ausbruch im Shanghai über den Abwärtstrend fand wenige Tage vor dem Ausbruch des Dow Jones über seine bisherigen Hochs statt (siehe senkrechte Linie am 19.10.2010).

Fazit

Übertragen wir also die Prognose zum Shanghai A auf den Dow Jones müssen wir davon ausgehen, dass der US-Index nach einer kurzen Konsolidierung nachhaltig nach oben ausbricht.

Das Geschmäckle

Zum Schluss dieser Analyse wollte ich darauf hinweisen, dass diese allerdings einen kleinen Haken hat, denn ab 1941 befanden sich die USA mitten im 2. Weltkrieg. Und es ist leider nicht auszuschließen, dass dieser Krieg das typische Blasenverlaufsmuster gestört hat.

Wie gesagt, und dann kam die Meldungen zu Nord- und Südkorea. Bekannt ist, dass dem 2. Weltkrieg eine tiefe Weltwirtschaftskrise voraus ging. Es gibt zudem genügend Historiker, die eben derartige Wirtschaftskrisen in der Geschichte als eine der Ursachen für große Kriege benennen.

Der Dritte Weltkrieg?

Wenn man nun überlegt, dass sich an der Grenze zwischen Südkorea und Nordkorea eigentlich die USA und China gegenüberstehen und wir uns immer noch in einer Weltwirtschaftskrise befinden, könnte man auf die Idee kommen, dass dieser Konflikt in der aktuellen Situation eine ganz besondere Brisanz hat.

Aber es ist aus meiner Sicht  extrem unwahrscheinlich, dass sich die USA oder China zum aktuellen Zeitpunkt in den Konflikt so weit hineinziehen lassen, dass es zu einer offenen militärischen Auseinandersetzung zwischen den beiden Ländern und ihren Verbündeten kommt. Bei einem „Dritten Weltkrieg“ würde es nach wie vor keine Gewinner geben. Die Waffenarsenale der möglichen Kontrahenten haben seit Jahrzehnten ein derart zerstörerisches Potential, dass es am Ende eines solchen Krieges keine „bewohnbare Erde“ mehr gäbe. Kriege sind, das wissen wir noch aus der Zeit des Kalten Krieges, in der heutigen Zeit und in einem solchen Ausmaß weder kalkulierbar noch eingrenzbar. Und das ist wohl allen beteiligten Entscheidern bewusst. Die heutigen Kriege werden wohl eher auf wirtschaftlicher Basis geführt…

Und so bleibt dieser „mulmige“ Gedanke zum Glück lediglich ein theoretisches Gedankenspiel, so dass wir uns keine Gedanken über eine massive Eskalation machen müssen. Aber für Süd- und Nordkorea behält diese Krise natürlich ihre Relevanz. Und so hoffen wir, auch für die Menschen in dieser Region, dass es wie schon so oft in diesem Konflikt schlussendlich zu einer friedlichen Lösung kommt.

Viele Grüße

Jochen Steffens


US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens

Die US-Wirtschaft wächst mit einem Plus von 2,5 Prozent im dritten Quartal 2010. Analysten hatten mit 2,4 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg um 1,7 Prozent im zweiten Quartal.

Die Verkäufe bestehender Häuser sind im Oktober um 2,2 Prozent auf 4,43 Millionen Einheiten gesunken. Das entsprach den Erwartungen. Auf Jahressicht sind die Verkäufe um 25,9 Prozent eingebrochen. Der mediane Verkaufspreis sank um 0,9 Prozent auf 170.500 Dollar. 
 

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