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Inhaltsverzeichnis

Delle oder Absturz?

Die Prognose der US-Arbeitsmarktdaten anhand der mittelfristig ausgelegten Analyse der Daten des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) hat dieses Mal perfekt funktioniert (siehe Ausgabe vom Mittwoch, den 04.04.2012). Die Non-Farm-Payrolls, also die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft, ist nach dem offiziellen Arbeitsmarktbericht von vergangenem Freitag deutlich unter den Erwartungen geblieben. Statt der erwarteten 200.000 bis 230.000 neuen Stellen wurden lediglich dürftige 120.000 Stellen geschaffen.

Die Tendenz, die sich in den vergangenen Wochen bei den ADP-Daten gezeigt hat, setzt sich damit nun auch bei den offiziellen Zahlen durch. Die Märkte reagierten entsprechend negativ, lediglich der Nasdaq100 konnte sich entziehen.

Delle oder Absturz?

Die Frage bleibt damit weiterhin, ob es sich bei den sich verschlechternden US-Konjunkturdaten, auf die wir seit Wochen hinweisen, lediglich um eine kurze Delle handelt oder, ob es der Anfang eines erneuten Rückfalls der US-Wirtschaft in eine rezessive Phase ist. Zurzeit gehen wir davon aus, dass die Wirtschaft sich bald wieder stabilisieren sollte. Geschieht dies nicht, würde die Fed mit neuen Maßnahmen versuchen, die wirtschaftliche Expansion in den USA zu unterstützen. Allein die Hoffnung auf solche Nachrichten wird die Märkte wieder stützen.

Fragiles Umfeld

Aber Sie müssen trotzdem zurzeit sehr vorsichtig agieren, denn ohne Frage befinden wir uns aus wirtschaftlicher Sicht in einem höchst fragilen Umfeld. Da sind zum einen die Probleme in der EU zu nennen, die jederzeit wieder eskalieren können, aber auch die Entwicklung in China, die zumindest Anlass für Sorgenfalten bietet und natürlich auch der Ölpreis und die Entwicklung im Iran.

Konsolidierung überfällig

Auf der anderen Seite ist nach dem starken Anstieg der vergangenen Monate auch eine größere Konsolidierung nur vernünftig und wie immer müssen natürlich die Nachrichten in ihrer Dramatik dazu geeignet sein, dass sich die Anleger von ihren Aktien trennen. Wer sollte sonst warum verkaufen? Das heißt, bei jeder Konsolidierung nach einem stärkeren Anstieg müssen die Nachrichten schon vergleichsweise düster erscheinen. Da Konsolidierungen in Aufwärtstrends normal sind, sind auch in solchen Phasen düstere Nachrichten nur normal. Das dürfen Sie nicht aus den Augen verlieren.

Wann wird aus einer Konsolidierung ein neuer Abwärtstrend?

Die Frage, wann aus einer Konsolidierung ein neuer Abwärtstrend wird, ist leider nicht wirklich zu klären. Zwar wird hier jedes Mal gerne und viel spekuliert, Fakt ist aber, dass das niemand mit Sicherheit sagen kann.

Viel wichtiger, als hier den Stein der Weisen zu suchen, ist demnach, dass Sie Ihre Strategie an die Marktsituation entsprechend anpassen. Das bedeutet:

1. Minimieren Sie ihre Risiken bei weiter fallenden Kursen.
2. Nutzen Sie entsprechende Bodenbildungsversuche als Einstiegssignal auf der Longseite, rechnen Sie dabei aber damit, dass diese Böden durchaus auch schnell nach unten aufgelöst werden können.
3. Bilden Sie sich KEINE Meinung, ob die Rally nun zu Ende ist oder nicht! Das verhindert nur eine objektive Sicht. Traden Sie immer mit dem Trend, rechnen Sie dabei jedoch auch immer mit beiden Möglichkeiten und versuchen Sie Ihre Strategie so auszurichten, dass sie beide Szenarien möglichst gut berücksichtigt.
4. Lassen Sie sich nicht entmutigen: Gerade bei wirklichen Trendwechseln gehören Verluste zur Normalität und sind keine „Fehler“.

DAX bricht ersten Aufwärtstrend

Der DAX hat seinen ersten, sehr steilen Aufwärtstrend (blaue Linie) gebrochen. Im Bruch kam es zu einem typischen Gap-Down (Kurslücke nach unten), welches diesen Bruch bestätigte. Gleichzeitig mit diesem Gap wurde auch die blau gestrichelte Mittellinie des aktuellen Rechtecks nach unten aufgelöst. Aufgrund dieser beiden Faktoren wurde die untere Linie des aktuellen Rechtecks bei 6.467 Punkten zum Kursziel und natürlich auch das untere rote, aber weniger relevante Target aktiviert.

Das obere grüne Target verlor mit der beschriebenen Entwicklung, wie auch schon bei der vorherigen Analyse für den Fall des Trendbruchs beschrieben, an Bedeutung. Zwar kann es noch erreicht werden, aber dafür müsste sich erst an der 6.467er Marke eine Umkehrformation bilden. Sollte die untere Rechteckkante auch noch gebrochen werden, verliert das grüne Target komplett seine Relevanz.

Trompete wurde nach unten aufgelöst

In den vergangenen Wochen haben wir uns hier häufiger mit der Trompete im Euro-Stoxx-Future beschäftigt. Um die Chartanalyse abzuschließen, hier nun die Auflösung:

Sie sehen, dass die Trompete (blaue Linien) nach unten verlassen wurde. Damit wurde ein bearishes Signal ausgebildet. In den vergangen Handelstagen wurde auch noch die rote Aufwärtstrendlinie gebrochen. Beides sind zusammengenommen doch eher sehr unschöne Hinweise.

Gegenbewegung wahrscheinlich

Zwar kann es jetzt zu einer Gegenbewegung an diese Linien (vor allem deren Kreuzungspunkt) nach oben kommen, aber das Bild würde sich erst wieder leicht verbessern, wenn der Kursverlauf den Aufwärtstrend zurückerobert. Nach den Verlusten der vergangenen Handelstage ist auch in den anderen Indizes eine Gegenbewegung wahrscheinlich.

Euro-Stoxx 50: Keine bullishen Signale in Sicht

Wie sehr die Situation in Europa die Anleger belastet, zeigt sich wohl am deutlichsten im Langfristchart des Euro-Stoxx-50- Index (also nicht der Future wie oben):

Der sehr finanzlastige Euro-Stoxx sendet im Gegensatz zu den amerikanischen Indizes und dem DAX insgesamt bearishe Signale. Er ist in den vergangen Wochen an dem großen Abwärtstrend der Crashs seit 2008 gescheitert. Ein Überwinden dieser Linie wäre eine erste Bestätigung für die Bullen gewesen. Aber diese blieb aus und das ist natürlich gefährlich. Insgesamt blieb die Aufwärtsbewegung im Vergleich zu anderen Indizes sehr schwach. Und der große Unterstützungsbereich unterhalb der 2.000er Marke kann auch sehr schnell wieder ins Spiel rücken. Hierauf sollten Sie in den kommen Monaten unbedingt achten, denn das wäre ein klares Zeichen für eine erneute Zuspitzung der aktuellen Finanzkrise.

Fazit und Zusammenfassung:

Insgesamt sehen wir verschiedene Faktoren, welche die aktuelle Konsolidierung eingeleitet haben und weiterhin unterstützen. Faktoren, deren Analysen Sie in den vergangenen Wochen zum Teil schon sehr früh (oft vor allen anderen Medien) im Steffens Daily gelesen haben: Zunächst war der Markt deutlich überkauft. Dann verschlechterten sich die US-Konjunkturdaten. Das Ausbleiben von QE3 enttäuschte die Hoffnung vieler US-Anleger, war aber aus unserer Sicht vorhersehbar. Die etwas schwierigere Entwicklung in China belastet zusätzlich. Auch der steigende Ölpreis wirkt sich dämpfend aus und wird mittlerweile überall als Belastungsfaktor diskutiert. In diesem Zusammenhang muss auch die jederzeit mögliche Eskalation im Iran genannt werden. Jetzt erleben wir wieder eine bisher nur leichte Verschärfung der Krise in der EU.

Mit den weiter fallenden Kursen werden natürlich sofort auch wieder die Massenmedien negativer und berichten entsprechend. Wie früher schon erwähnt: Lassen Sie sich davon keinesfalls beeinflussen! Lassen Sie Ihre Überzeugungen, welche auch immer das sind, außen vor und traden Sie lediglich das, was Sie sehen.

Noch ist es nur eine Konsolidierung, aber das Gefahrenpotenzial ist angesichts der immer noch höchst angespannten Situation der weltweiten Finanzmärkte durchaus hoch. Die Charts werden wie immer den Ton angeben. In den kommenden Wochen sollten Sie zudem vermehrt einen Blick auf den Euro-Stoxx 50 werfen.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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