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Inhaltsverzeichnis

Das Haar in der Suppe seltsamer Rohstoff-Nachrichten

Dieses Mal ist nicht der Ölpreis schuld. Nein, dieses Mal soll es eine Aussage von Ian Ashby gewesen sein, welche zunächst australische Rohstoffaktien in den Keller schickte, denen dann auf dem Fuße die asiatischen und schließlich auch die europäischen Aktienmärkte folgten. Ian Ashby ist der Leiter der Eisenerzsparte des australisch-britischen Rohstoffkonzerns BHP-Billiton, neben Vale und Rio Tinto eines der drei größten Rohstoffunternehmen der Welt.

Auswüchse der Nachrichtenübermittlung?

Es geht dabei um Aussagen, die am Rande einer in Perth stattfindenden Erz-Konferenz australischer Minenbetreiber getätigt wurden. Aussagen, die im Zusammenhang mit der Prognose des chinesischen Premierministers Wen Jiabao beim 11. Volkskongress stehen, dass sich das chinesische Wirtschaftswachstum auf 7, 5 Prozent abschwächen wird (wie auch schon berichtet).

Und hier fangen die Auswüchse der Nachrichtenübermittlung an. Die Nachricht, die um die Welt ging, war, dass Ian Ashby davon ausgehe, die Eisenerznachfrage in China werde sich „stark abschwächen“. Hört sich doch gefährlich an. Aber es ist schon eine Dramatisierung. Bei genauerem Recherchieren findet man etwas frühere Nachrichten, die schreiben, dass Ian Ashby erwarte, dass das chinesische Nachfragewachstum in den einstelligen Prozentbereich absacken werde oder schon auf dieses Niveau zurückgegangen sei.

Das war geschehen

Schaut man sich die australischen Originalnachrichten an, hört sich das alles schon wieder ganz anders an:

Danach ist Ian Ashby bei dieser Konferenz Spekulationen entgegengetreten, konkrete Expansionspläne von BHP-Billiton seien aufgrund der niedrigeren Wachstumsprognose in China in Frage gestellt. Laut Ashby werden diese ganz im Gegenteil mit (Zitat) „Volldampf“ vorangetrieben. (Anm. d. Red.: Das allein hört sich schon kaum noch pessimistisch an). Zudem weist er darauf hin, dass sich die chinesische Stahlerzeugung in diesem Jahr im Bereich von 1 bis 1,1 Mrd. Tonnen bewegen werde. 2011 wurden hingegen „nur“ 700 Mio. Tonnen Stahl produziert, nach 620 bzw. 672 im Jahr 2010 (je nach Veröffentlichung) – auch das ein deutlicher Anstieg. Doch im weiteren Verlauf folgten die Aussagen, um die es geht.

Die Originalzitate

Dazu die Originalzitate von Ian Ashby:

„The really high double-digit numbers of the last seven or eight years…clearly, we don’t have those anymore,"

Die wirklich hohen zweistelligen Werte der vergangenen sieben oder acht Jahre, die haben wir eindeutig nicht mehr.

"So you are getting into steel growth that is less than pure GDP growth."

So gehen wir in ein Stahl-Wachstum über, das geringer ist als das reine BIP-Wachstum.

"But the thing for us is that the size of the steel pie has gotten so big, which translates into the iron ore demand, and there is still plenty of opportunity to grow in that."

Aber die Sache für uns ist doch die, dass der [weltweite] Stahlanteil [Chinas] so groß geworden ist und dieser direkt die Eisenerznachfrage bedingt, dass da noch sehr viel Platz für weiteres Wachstum ist.

Das klingt doch eigentlich sehr optimistisch. Vor allem, wenn man sich zudem bewusst macht, dass ein jährlich zweistelliges Wachstum einer Stahlproduktion rein mathematisch schon auf Dauer nicht durchzuhalten ist.

Für Ian Ashby sind die Wachstumsraten Chinas im Stahl- und damit im Eisenerzsektor zudem inzwischen eher zweitrangig. China produziert mittlerweile rund 50 % der weltweiten Stahlmenge. Dieser Anteil ist damit derart unvorstellbar groß, dass allein mit der Befriedigung des dadurch bedingten Eisenerzbedarfs die drei Großen (BHP Billiton, Vale, Rio Tinto) genug Wachstumspotenzial sehen.

So wurde bei dieser „Stillen Post“ der Nachrichtenübermittlung ganz nebenbei auch völlig ignoriert, dass sich zum Beispiel David Joyce, zuständig für Expansionsprojekte bei Rio Tinto, auf der gleichen Konferenz ebenfalls sehr optimistisch zeigte, genauso wie die Teilnehmer dieser Konferenz insgesamt.

Das Haar in der Suppe

Ja, hier haben Anleger offensichtlich das Haar in der Suppe gesucht und gefunden. Aber es ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich Nachrichten an den Börsen entwickeln. Es ist eines der Probleme des Internetzeitalters, dass sich Nachrichten rasend schnell verbreiten, ohne dass noch eine wirkliche Recherche betrieben wird. Jeder schreibt von jedem ab und so entsteht schnell dieses Stille-Post-Phänomen.

Zusätzlich belasteten aber auch Nachrichten aus China und Russland, nach denen die dortigen Wachstumsprognosen für den Automobilabsatz gesenkt wurden, speziell deutsche Autowerte.

DAX

Der Kursrückgang im DAX macht aber auch ohne solche Nachrichten Sinn. Dazu noch einmal die aktuellen Aufwärtstrends:

Die Charts zeigen, dass es in dem aktuellen Bereich einfach schwer für den DAX wird. Er steht nun an den oberen Begrenzungen zweier Aufwärtstrends. Und so sind auch die heutigen Kursverluste aus Sicht der Bullen noch kein Problem. Ohne dass sich das bullishe Bild verschlechtert, können die Kurse auch wieder bis hinunter auf die blaue Linie fallen. Dabei ist das heutige Geschehen bisher nichts weiter als der Test der 7.000er Marke von oben.

Hier müssen wir tatsächlich abwarten, was passiert. Ein Grund bearish zu werden, besteht dabei aus charttechnischer Sicht aber zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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