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Inhaltsverzeichnis

Hass-Mail-Indikator einmal anders…

Witzig - bei den ganzen Mails, die ich in dieser Woche erhalten habe, gab es eine, die den anderen komplett widersprochen hat: Darin werde ich bezichtigt, ich sei zu bearish! Die andere werfen mir eher vor, ich sei viel zu bullish und werde noch sehen, was ich davon habe.

Jemand unterstellte mir sogar, ich würde den DAX mit meinen Aussagen pushen. Schöne Vorstellung. Wenn mir das mal gelingen würde, es wäre die Lizenz zum Gelddrucken. Aber, und das ist die eigentliche wichtige Information hinter dieser Einleitung: Die Mails werden im Ton wieder aggressiver. Und es scheinen hauptsächlich die Bären zu sein, die mich anfeinden.

Der Hass-Mail-Indikator

Wenn Sie mich schon länger lesen, wissen Sie, dass ich sehr auf den sogenannten Hass-Mail-Indikator achte. Normalerweise erhalte ich Mails, in denen ich wüst beschimpft werde, wenn ich in der Nähe der Tiefs bullish werde oder an den Hochs bearish. Solche Mails haben sich als zuverlässiger Indikator erwiesen. Unruhig hingegen werde ich, wenn ich zu viele bestätigende Mails erhalte.

Aber in einem Aufwärtstrend „Hassmails“ wegen meiner bullishen Einschätzung zu kriegen, das ist selten. Und es hat wahrscheinlich auch einen ganz anderen Grund:

Die Nerven reißen

Viele bearishe Anleger sehen nun, wie der DAX von einem Hoch zum anderen steigt. Und das ist natürlich auch verwirrend, denn ohne Frage war die Euro-Krise vielleicht einer der dramatischsten Krise der vergangenen zwölf Jahre. „Wie kann es also sein, dass die Kurse jetzt nun wieder so steil steigen?“, fragen sich viele.

Und die meisten Anleger, die vor kurzem noch an den Untergang glauben oder glaubten, sind natürlich nicht investiert. Mit leeren Depots schauen sie den stark steigenden Kursen hinterher und wissen, sie sind nicht dabei. Bei jeder Konsolidierung hoffen sie, jetzt geht es wieder runter, jetzt werden wir den Zusammenbruch erleben. Wenn dann nach einer Konsolidierung doch wieder neue Hochs generiert werden, ist der Frust entsprechend groß und führt eben zu solchen Reaktionen.

Es sind drei Denkfehler:

  1. Es ist das, was so viele Menschen an den Börsen immer und immer wieder erleben. Die Börse tickt anders und reagiert auch ganz anders, als ein halbwegs vernünftiger und intelligenter Mensch erwarten würde. Und so scheint es diesen Menschen oft so, als würden alle anderen immer Gewinne machen, nur man selbst nicht, und das ist frustrierend. Das ist natürlich Unsinn. Schauen Sie sich die Umsätze an. Sie sind noch vergleichsweise niedrig, angesichts der stark steigenden Kurse. Und ich höre von vielen Seiten, auch von institutioneller Seite, dass tatsächlich noch sehr viele bei dieser Rally nicht wirklich dabei sind. Also nicht alle anderen machen jetzt die Gewinne, sondern sehr viele werden ebenfalls noch an der Seitenlinie stehen, den steigenden Kursen zuschauen und sich ärgern.

  2. Einer der häufigsten Fehler  ist, dass man Börse und die aktuelle Situation gleichsetzt. Die Krise ist ohne Frage weiterhin vorhanden und die Gefahren sind immer noch nicht beseitigt. Ich kann also vielen Kommentaren der Bären nur zustimmen. Aber, und das ist das Entscheidende, die Börse wettet. Und sie wettet auf die Zukunft. Im Moment wettet sie darauf, dass die Krise doch schneller vorbeigeht. Sollte sich diese Hoffnung nicht bestätigen, wird die Euphorie schnell wieder verfliegen. Doch Sie dürfen sich im kurzfristigen Traden niemals, egal was Sie auch denken, gegen solche Trends stellen. Wenn die Börsen steigen, dann steigen sie – Punkt! Es lohnt nicht zu denken, die Börse sei irrational oder alle anderen sind verrückt. Auch lohnt es sich nicht zu denken: „Ihr werdet alle noch sehen!“ Solche Gedanken sind tödlich für das eigene Trading. Das Einzige, was sich wirklich lohnt, und zwar finanziell, ist mitzuschwimmen! Natürlich immer mit der gebotenen Vorsicht. So seltsam und fast schon dumm es sich anhört: Wenn die Kurse steigen, muss man als Trader auf steigende Kurse setzen, wenn sie fallen auf fallende – egal was man auch denkt. Lassen Sie Ihre Überzeugungen beim Handel an den Börsen außen vor und Sie werden sofort viel erfolgreicher!

  3. Der dritte Denkfehler ist etwas schwieriger zu vermitteln: Es ist eigentlich egal, was die Börse macht. Und wenn einzelne Aktien am Tag 1.000 Prozent machen, es geht beim Traden eben NICHT darum, diese Aktien im Depot zu haben. Versucht man das, läuft man nur allem hinterher und wird nie oder nur sehr selten Erfolg haben. Es geht beim Traden darum, egal was auch am Markt geschieht, gelassen und abseits von Euphorie und Panik die normalen Chancen zu suchen. Die, die man erkennen und beherrschen kann. Chancen, denen ein gesundes Chance-Risiko-Verhältnis zugrundeliegt. Wenn Sie also bearish waren und auf einmal eine Rally startet oder bullish sind und alles zusammenbricht: Lassen Sie sich niemals von den Reaktionen der Börse mental beeinträchtigen. Zucken Sie vielmehr mit den Schultern, denken Sie: Börse ist nun mal so und schauen, was Sie vielleicht mitnehmen können.

Was Sie aber unter keinen Umständen machen sollten: Immer nur auf die Aktien schauen, welche die beste Performance erwirtschaftet haben. Das macht einen kaputt – und auch wenn mir das vielleicht einige nicht glauben, die nachhaltigen Gewinne macht der Trader, der nach berechenbaren Chancen sucht. Wenn man aber immer hofft, die Top-Performer-Aktie zu erwischen, wird man viele Enttäuschungen erleben.

Fazit: Die wieder einmal sehr aggressiven Mails weisen darauf hin, dass noch viele Menschen an der Seitenlinie stehen und den steigenden Kursen hinterherschauen. Aus den oben genannten Gründen ist es kein typisches Signal für ein Top. Diese hohe Nervosität der Bären könnte aber ein Hinweis auf eine nahende und dann größere Konsolidierung sein. Der Indikator ist beim genauen Timing allerdings nicht sehr präzise. Vielleicht also erst im Bereich der 7.600er Marke.

Den Bären kann ich nur sagen: Im September vergangenen Jahres haben die Bullen das gleiche Spiel durchgemacht, jetzt sind halt wieder die Bären dran. Ein stetiges Hin und Her.

Am allerbesten ist es aber, sich möglichst wenig um „bullish“ oder „bearish“ zu kümmern und einfach das zu handeln, was man sieht. Im Moment sind die Trends noch in Ordnung – also würde ich die Shorts sein lassen und in Konsolidierungen Longs kaufen und zwar genau so lange, bis die Wahrscheinlichkeiten wieder in Richtung der Bären kippen. Das kann jeden Tag geschehen, aber auch noch viele Jahre dauern. Das weiß aktuell niemand…

Viele Grüße

Jochen Steffens


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US-Konjunkturdaten

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind um 14.000 auf 351.000 zurückgegangen. Analysten hatten einen Rückgang um 5.000 erwartet. Der Vierwochendurchschnitt bliebt konstant bei 355.750.

Zumindest ist der ansatzweise zu erkennende Aufwärtstrend wieder unterbrochen. Ein deutlicheres Signal wäre es aber, wenn die Erstanträge sogar noch unter die 300.000er Marke fallen würden.

Die Erzeugerpreise sind im Februar um 0,4 Prozent gestiegen. Analysten hatten mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet, nach plus 0,1 Prozent zuvor. Auf Jahressicht legten die Erzeugerpreise im Februar wie erwartet um 3,3 Prozent zu. Der Kernrate (ohne Berücksichtigung von Lebensmitteln und Energie) stieg um 0,2 Prozent, nach einem Plus von 0,4 Prozent. Das lag in den Erwartungen.

Der Philly-Fed-Index stieg von 10,2 Punkten auf nunmehr 12,5 Zähler. Analysten hatten nur mit einem Anstieg auf 12,0 Punkte gerechnet.

Wir sehen einen beständigen Anstieg im Philly-Fed-Index in den vergangenen Monaten. Das ist ein Hinweis auf ein zunehmendes wirtschaftliches Wachstum in der Region und insoweit ein positives Zeichen.


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