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Inhaltsverzeichnis

Alle Widerstände überwunden

Als geneigter Leser des Steffens Daily werden Sie vielleicht bemerkt haben, dass ich mich gestern doch etwas verwundert über den Kursanstieg im Vorfeld der Fed-Sitzung zeigte. Ich fragte mich sogar: "Aber vielleicht wissen die Amis mehr?" Nach meinen Analysen machte dieser Anstieg nämlich wenig Sinn. Und tatsächlich, das Fed-Protokoll brachte auch nichts wirklich Neues.

Die Fed weist lediglich darauf hin, dass sich die Arbeitslosenquote verbessert hat, aber auf hohem Niveau bleibt. Auch die Unternehmensinvestitionen gehen offensichtlich nicht mehr zurück, sondern ziehen ebenso wie die Ausgaben der privaten Haushalte an. Bei der Inflationserwartung betont die Fed hingegen, dass die gestiegenen Öl- und Gaspreise einen allerdings nur kurzfristigen Anstieg der Inflation zur Folgen haben wird. Insgesamt hat sich die Analyse der Fed zum vergangenen Statement leicht verbessert, aber die Punkte, um die es dabei geht, waren allgemein bekannt.

Fed-Statement ohne Reaktion

Und so gingen die Kurse der US-Indizes zunächst, wie auch für die Situation erwartet, nach der Veröffentlichung des Fed-Statements um 19.15 Uhr leicht zurück. Dann aber startete 45 Minuten später eine dynamische Rally. Hintergrund war, dass die Notenbank überraschend ankündigte die Veröffentlichung für den Stresstest von Donnerstag auf Dienstag dieser Woche vorzuziehen. Die getesteten US-Banken haben diesen Stresstest größtenteils bestanden. Lediglich vier Institute scheiterten, darunter auch die Citigroup, die aus diesem Grund knapp 4 % im Minus ist. Einige Analysten behaupten jetzt sogar, dass dieser Stresstest das Ende der Finanzkrise in den USA einleitet.

Mit dieser Entwicklung konnte niemand rechnen… wirklich niemand? JP Morgan hatte am Dienstag bereits im Vorfeld überraschend angekündigt aufgrund des bestandenen Stresstests die Dividende zu erhöhen und ein 15 Mrd. Dollar Aktienrückkaufprogramm einzuleiten. So sah sich die Fed gezwungen, den Veröffentlichungstermin vorzuverlegen. Die Ergebnisse sind also im Vorfeld durchgesickert und das war der eigentliche Grund für die Stärke der Indizes im Vorfeld der Zinssitzung der Fed. So wird das ganze Bild auch wieder stimmig - wenn es auch unbefriedigend ist, dass so etwas passiert...

Fakt ist, der relativ problemlos bestandene Stresstest erfreute die Anlegerherzen und somit sind nun alle Widerstände in den Charts, mit denen die Indizes seit Wochen kämpfen, nach oben aufgelöst worden.

Dow Jones überwindet Widerstandsbereich

Der Dow Jones steigt über 13.000 Punkte und konnte gleichzeitig auch die Hürde bei 13.140 Punkten überwinden. Damit ist er sogar auch aus dem breiten Widerstandsbereich, den ich hier schon häufig vorgestellt hatte, nach oben ausgebrochen. So schnell kann es gehen.

S&P500 knackt die 1.370er Marke

Der S&P500 hat die 1.370 Punkte Marke mit dem gestrigen Anstieg nachhaltig überwunden:

DAX auf dem Weg zu den Hochs des vergangenen Jahres

Und der DAX hat die 7.000er Marke geknackt:

Im Dax müssen wir nun damit rechnen, dass das nächste Kursziel 7.600 Punkte heißt. Allerdings steht dem, wie schon beschrieben, die obere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals (hier grün) im Weg.

Eventuell löst sich das wie folgt: Ein Anstieg an diese Linie, ein Backtest der 7.000er Marke und dann ein Anstieg auf die 7.600er Marke. Das wäre zumindest die gesündeste Art, die für einen weiteren Anstieg sprechen würde.

Kleiner Hinweis

Insgesamt sollten Sie aber nicht vergessen, dass wir uns noch in der Verfallswoche befinden. In dieser sind charttechnische Signale, selbst wenn sie so deutlich wie im vorliegenden Fall sind, immer mit Vorsicht zu genießen. Das nur als Hinweis. Grundsätzlich muss man aber nach diesem Ausbruch davon ausgehen, dass es jetzt weiter nach oben geht.

Das Fed-Statement im Wortlaut:

Zum Abschluss noch die Übersetzung des Fed-Statements

(Die Textpassagen des Januar-Statements, die verändert wurden, sind durchgestrichen und durch die neuen ersetzt.)

Die Informationen, die seit dem Treffen des Offenmarktausschusses im Januar eingegangen sind, weisen darauf hin, dass die US-Wirtschaft ungeachtet der Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums mäßig gewachsen ist. [Während die Indikatoren auf eine Verbesserung der allgemeinen Arbeitsmarklage hindeuten, bleibt die Arbeitslosenrate erhöht.] Die Arbeitsmarktlage hat sich weiter verbessert; die Arbeitslosenrate hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verringert, bleibt aber erhöht. [Die Ausgaben der privaten Haushalte haben sich weiter verbessert, das Investitionswachstum der Unternehmen hat sich jedoch verlangsamt und der Immobiliensektor bleibt unter Druck.] Die Ausgaben der privaten Haushalte und die Unternehmensinvestitionen haben sich weiter ausgeweitet. [Die Inflation ist in den vergangenen Monaten etwas zurückgegangen und die längerfristigen Inflationserwartungen sind stabil geblieben.] Die Inflation ist in den vergangenen Monaten etwas zurückgegangen, obwohl die Preise für Öl und Gas kürzlich gestiegen sind. Die längerfristigen Inflationserwartungen sind stabil geblieben.

In Übereinstimmung mit dem gesetzlichen Auftrag will der Ausschuss maximale Beschäftigung und Preisstabilität fördern. Der Ausschuss erwartet, dass sich das Wirtschaftswachstum in den kommenden Quartalen weiter mäßig entwickelt und rechnet daher damit, dass die Arbeitslosenrate nur langsam auf das Niveau fällt, welches der Ausschuss mit seinem [oben genannten] Doppel-Mandat vereinbaren kann. Die Belastungen in den globalen Finanzmärkten bergen nach wie vor erhebliche Abwärtsrisiken für die wirtschaftlichen Aussichten. [Der Ausschuss rechnet ebenfalls damit, dass die Inflation in den kommenden Quartelen auf oder unter dem Level bleibt, das mit dem Doppel-Mandat zu vereinbaren ist.] Der jüngste Anstieg der Öl- und Gaspreise wird die Inflation kurz anheizen, aber der Ausschuss rechnet damit, dass die Inflation anschließend wieder auf oder unter das Level zurückfällt, das mit dem Doppel-Mandat zu vereinbaren ist.

Um eine stärkere wirtschaftliche Erholung zu unterstützen und um sicherzustellen, dass die Inflation weiterhin auf dem Niveau bleibt, das dem Doppel-Mandat entspricht, erwartet der Ausschuss die Beibehaltung des stark akkommodierenden geldpolitischen Kurses. Dazu beschloss der Ausschuss heute das Zielband für den Leitzins bei 0 bis 1/4 Prozent beizubehalten und geht derzeit davon aus, dass die wirtschaftlichen Bedingungen, einschließlich der niedrigen Ressourcenauslastung und einer gedämpfte Inflationsaussicht auf mittlere Sicht, das außergewöhnlich niedrige Leitzinsniveau mindestens bis Ende 2014 rechtfertigen.

Der Ausschuss beschloss ferner, wie im September angekündigt, mit dem Programm, die durchschnittliche Laufzeit ihrer Bestände an Wertpapieren zu erhöhen, fortzufahren. Der Ausschuss behält seine derzeitige Politik bei, Tilgungszahlungen aus dem Bestand von öffentlichen Anleihen und hypothekenbesicherten Papieren von US-Körperschaften in [neue] öffentliche hypothekenbesicherten Papieren zu reinvestieren sowie auslaufende Staatsanleihen bei den Auktionen zu erneuern. Der Ausschuss wird regelmäßig die Größe und Zusammensetzung der Wertpapierbestände überprüfen und ist bereit, deren Größe so anzupassen, wie es für die Förderung einer stärkeren wirtschaftlichen Erholung in einem Umfeld der Preisstabilität angemessen erscheint.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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