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Inhaltsverzeichnis

Knackt der DAX die 7.000-Punkte-Marke?

Mit den heutigen Kursgewinnen im DAX hat sich nun auch der deutsche Index an die Bewegungshochs von Anfang März herangetastet und zwischenzeitlich sogar wieder die 7.000er Marke überwunden. Mit diesem Anstieg hat sich der DAX nun an der Entwicklung in den US-Indizes ausgerichtet, die allerdings ihre Bewegungshochs gestern bereits überwunden hatten. Und das war sicherlich auch das entscheidende Signal für den positiven Verlauf des DAX.

Die Fake-SKS ist natürlich nun hinfällig. Da es sich aber sowieso nicht um eine Schulter-Kopf-Schulterformation gehandelt hat, stört das nicht weiter, es passt vielmehr ins Bild. Wenn man bereits so früh wie hier im Steffens Daily auf entsprechende Entwicklungen hinweist, passiert es hin und wieder, dass die Börse einen einfach mal überholt. Aber es geht immer darum, möglichst rechtzeitig vorbereitet zu sein. Schließlich haben sich viele Anleger bereits von solchen Fake-SKS irritieren lassen. Umso besser, dass es dieses Mal gar nicht dazu gekommen ist.

Die 7.000er Marke

Trotzdem kann es natürlich gut sein, dass der DAX auch bei diesem Anlauf an die 7.000er Marke erneut scheitert. Das bleibt abzuwarten. Allerdings ist es durchaus ein positives Zeichen, dass die US-Indizes bereits heute ihre Hochs überwunden. haben. Mir gefällt nur nicht, dass es bereits vor der ebenfalls heute stattfindenden Zinssitzung geschehen ist. Offensichtlich wird in den USA neben anderem (siehe dazu die US-Konjunkturdaten weiter unten) auf ein verändertes Statement gewettet. Wie gestern beschrieben, denke ich jedoch, dass diese Hoffnung enttäuscht wird. Aber vielleicht wissen die Amis mehr?

Wir werden es nachher erfahren. Denken Sie aber daran, dass das Ergebnis aufgrund der Umstellung der Sommerzeit in den USA bereits um 19.15 Uhr, statt wie gewohnt um 20.15 Uhr MEZ veröffentlicht wird.

ZEW-Index weiter zu positiv

Die Entwicklung des ZEW-Index hat alle Erwartungen übertroffen. So stieg der Index um 16,9 Zähler auf 22,3 Punkte. Analysten hatten lediglich mit 10 Punkten gerechnet. Der Index erreicht damit den höchsten Stand seit Juni 2010! Interessanterweise sinkt aber der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage leicht um 2,7 Zähler auf 37,6 Punkten. Hier wurde ein Plus von 43,3 Punkten erwartet.

Die Erwartungen sind hoch, aber die Einschätzung der aktuellen Lage verschlechtert sich. Hieraus ergeben sich zwiespältige Interpretationen. Offensichtlich erwarten aber die Finanzexperten, dass es nach der kleinen Abschwächung nun wieder zu einem massiven Wachstum kommt.

Sie wissen, ich mag es nicht, wenn die Finanzexperten zu euphorisch werden. Allerdings sind das natürlich alles noch keine Extremwerte. Zudem wird hier in Europa gerade das Ende der Krise gespielt. Ich frage mich nur, was geschieht, wenn sich zeigen sollte, dass die Krise doch noch nicht zu ist.

Chinas Handel im Defizit 

Und wie ich schon sagte, es gibt einige dunkle Wolken am Himmel der ungetrübten Bullenfreuden. Da ist zum einen der Ölpreis zu nennen, aber das Thema hatten wir bereits. Hinzu gesellt sich heute auch noch eine andere Meldung:

Das größte Handelsdefizit seit 20 Jahren ist…

China hat im Februar mit einem Minus von 31,5 Mrd. Dollar das größte Handelsdefizit seit 20 Jahren ausgewiesen.  Das hat natürlich zu einem gewissen Teil mit dem Neujahrsfestivitäten zu tun. In diesem Jahr fiel dieses auf den Januar, im letzten Jahr fand es im Februar statt. Das verzerrt die Werte deutlich, da in China viele Unternehmen in dieser Zeit eine Woche geschlossen haben.

…auf den zweiten Blick gar nicht so groß…

Und hier liegt auch schon die Lösung dafür, warum die Märkte nicht sonderlich reagierten. Nimmt man nämlich, um diese Sonderfaktoren auszugleichen, beide Monate zusammen (das ist in China eine gängige Praxis für die ersten beiden Monate des Jahres) und vergleicht diese mit den beiden ersten Monaten des Jahres 2011, sieht das Bild bereits ganz anders aus. Hier verbleibt dann für beide Monate lediglich ein Handelsbilanzdefizit von nur 4,3 Mrd. Dollar und das ist der viel aussagekräftigere Wert.

Belastende Faktoren

Trotzdem bleibt ein Defizit. Und tatsächlich ist eine weltweit geringere Nachfrage nach chinesischen Waren zu verzeichnen. Gerade aus Europa sind die Exporte spürbar zurückgegangen. Hier brauchen wir sicherlich nicht nach dem Warum zu fragen, die Krise hat einfach Auswirkungen. 

Aber es gibt natürlich noch eine Reihe weiterer Faktoren, die das Wachstum in China belasten. So bekämpft China zurzeit die Inflation im Lande, indem die Zentralbank Liquidität aus dem Markt nimmt. Und tatsächlich, die Teuerung sank im Februar von zuvor 4,5 auf nunmehr 3,2 Prozent (obwohl auch hier sicherlich die Festivitäten einen Einfluss hatten). Liquidität ist aber eine Voraussetzung für das Wirtschaftswachstum. Verringert sich die Liquidität, kann das zu einem schwächeren Wachstum führen.

7.000er Marke geknackt? 

Wir müssen also in diesem Aufwärtstrend an den Märkten sowohl die Entwicklung des Ölpreises als auch die Entwicklung in China weiter genau beobachten. Bis jetzt scheint die Börse diese Punkte allerdings noch nicht zu bewerten.  Der DAX schließt 1,37 % im Plus bei 6.995 Punkten. Er konnte die 7.000er Marke als noch nicht nachhaltig überwinden. Wenn das mal kein Fehlsignal wird. Ich bin nun wirklich gespannt, ob die Fed irgendetwas Neues meldet – etwas, dass die Märkte begeistern kann.

Andererseits, wir haben Verfallswoche, da spielen die Märkte grundsätzlich gerne mal ein wenig verrückt. Auch das darf man nicht vergessen.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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US-Konjunkturdaten

Die US-Einzelhandelsumsätze erhöhte sich im Februar wie erwartet um 1,1 Prozent, nachdem sie im Januar (revidiert) um 0,6 Prozent gestiegen waren. Der Einzelhandelsumsatz ist eine der wesentlichen Stützen der amerikanischen Wirtschaft. Der Anstieg ist natürlich erfreulich und ein weiterer Grund für den heutigen Kursanstieg.

Trotzdem muss bei dieser Zahl auch der bekannte Effekt bedacht werden, dass die steigenden Energiepreise ebenfalls einen Einfluss haben. So steigt der Umsatz bei Tankstellen um 3,3 Prozent, was nahezu ausschließlich an den teureren Benzinkosten liegt. Trotzdem halten sich die US-Konsumente trotz dieses Anstiegs bei anderen Bereichen nicht zurück. Und das wiederum wird positiv bewertet.


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