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Inhaltsverzeichnis

Ein Potpourri an Nachrichten zur Krise

Jetzt fehlt von den 17 Euro-Ländern nur noch die Zustimmung der Slowakei. Und die Debatte darüber hat wahrscheinlich das Ende der aktuellen Regierungs-Koalition zur Folge. Die Regierungschefin Iveta Radicova hat angekündigt, die Vertrauensfrage zu stellen. Die Opposition hat auf der anderen Seite angedeutet, dass die Slowakei der Erweiterung so oder so zustimmen werde. Es könnte aber zu einer zweiten Abstimmung kommen. Die Stimmen der Opposition sind notwendig, da der Koalitionspartner (SaS) nicht an der Abstimmung teilnehmen will. Es ist also damit zu rechnen, dass das Prozedere sich noch einige Tage hinzieht.

Eine Systemkrise

Unterdessen hat Jean-Claude Trichet vor einem Komitee des Europäischen Parlaments die aktuelle Krise als "Systemkrise" bezeichnet, die entschieden bekämpft werden muss, da die finanzielle Stabilität der EU als Ganzes gefährdet sei. Trichet wird sein Amt als Chef der Europäischen Zentralbank in diesem Monat abgeben. Seine insgesamt achtjährige Amtszeit begann, kurz nachdem der erste Börsencrash seine Tiefs erreicht hatte, im Juni 2003. Gerade die vergangenen Jahre waren von großen Finanzkrisen gezeichnet. Die Geschichtsbücher werden entscheiden, ob seine Amtszeit im Nachhinein als Erfolg oder Misserfolg betrachtet wird.

Nächste Kredittranche an Griechenland wurde genehmigt

Und als letzte Nachricht in diesem politischen Potpourri: Die Troika (eigentlich ein Dreigespann für Fuhrwerke, wird aber auch im Zusammenhang mit Führungsspitzen verwendet, die mit drei Menschen oder Institutionen besetzt sind), also das Dreigespann Europäische Kommission, Europäische Zentralbank (EZB) und Internationaler Währungsfonds (IWF), hat die Zustimmung für die nächste Kredittranche an Griechenland erteilt – allerdings mit dem Hinweis, dass die ursprünglichen Ziele des Sparprogramms nicht erreicht werden.

Sinn und Unsinn des ganzen Theaters

Ein Grund für das ganze Theater ist: Es wird auf  Zeit gespielt. Je mehr die Länder und Banken Zeit haben, sich auf den Ernstfall vorzubereiten, desto weniger dramatisch wird dieser ausfallen. Und so wird alles getan, um einen schnellen Zusammenbruch zu verhindern. Gleichzeitig wird den Märkten langsam und vorsichtig die Dramatik der aktuellen Situation immer bewusster gemacht.

Die Märkte reagieren schließlich immer erst einmal hysterisch, doch genauso schnell passen sie sich diversen Gefahren an (preisen sie ein) und reagieren dann kaum noch auf Nachrichten eines Themenkreises. Dieser Gewöhnungseffekt ist eine Eigenart der Märkte, die man kennen muss. 

Positive Nachrichten

Doch es gibt auch weitere positive Nachrichten: Gerade hat Italien Anleihen im Umfang von 9,5 Mrd. Euro platziert und trotz aller Sorgen sind die Renditen auch hier, wie in Spanien, gesunken! Zum Beispiel sank die Rendite für eine einjährige Anleihe von zuvor 4,15 auf jetzt 3,57 Prozent.

Lösungen und ein neuer Fokus

Morgen will zudem der Präsident der EU-Kommission, Jose Manuel Barroso, einige Vorschläge zur Lösung der Schuldenkrise in der EU und zur Bankenrekapitalisierung vorlegen.

Heute startet nachbörslich mit den Zahlen von Alcoa die neue US-Berichtssaison. Mit der Erweiterung des Euro-Rettungsschirms und weiteren Vorschlägen zur Bankenrekapitalisierung könnte die Schuldenkrise in den kommenden Wochen zumindest für eine Weile in den Hintergrund treten. Natürlich nur, so lange nicht neue Hiobsbotschaften die Märkte treffen.

Und damit zu den Charts:

Gestern hatte ja auch schon Torsten Ewert auf die Genauigkeit der Charttechnik hingewiesen. Dieses Mal möchte ich das anhand der klassischen Charttechnik tun, nämlich in unserem alten DAX -5 Minuten- Chart. Ich habe in den vergangenen Wochen einige Mails zum Thema Charttechnik erhalten, z.B.: „Herr Steffens, Sie glauben wirklich noch an Charttechnik?“ Auch: „Das kann doch nicht ihr Ernst sein, dass sie in so einer Situation auf einen DAX 5-Minuten-Chart zurückgreifen!“ und ähnliches.

Ja, die Charttechnik ist verrufen: Das liegt meistens an dem Umstand, dass zu viele glauben, es wäre eine Art Wissenschaft - man könnte also "sichere" Prognosen ableiten. Dabei wird vergessen, dass die meisten charttechnischen Analysen lediglich Wahrscheinlichkeitsberechnungen sind. Alles andere ist Unsinn.

Doch die Ergebnisse sind trotzdem immer wieder erstaunlich. Schauen wir uns dazu einfach den Chart an, den sie bereits kennen. Hier zeigt sich, wie perfekt sich der DAX zurzeit an die hier vorgestellten Linien hält:

Nachdem Ausbruch aus dem Rechteck lief der DAX punktgenau an die rote Trendlinie (die wie alle Linien in diesem Chart schon vorher hier im Steffens Daily vorgestellt wurden) - siehe grüner Pfeil. Anschließend wurde die obere Rechteckkante des roten Rechtecks gleich zwei Mal genau von oben getestet (siehe schwarzer Pfeil). Danach lief der DAX punktgenau an den 5.871er Widerstand (blauer Pfeil). Nach einem Doppel-Test folgte der Test der roten Trendlinie von oben (roter Pfeil).

Angesichts solcher klarer Ergebnisse und eindeutiger Beweise kann ich die Kritik an der Charttechnik nicht verstehen. Aber es gehört halt auch viel Erfahrung dazu, die „richtigen“ Linien vorher einzuzeichnen…

Und diese Perfektion zeigt sich, obwohl die Zeiten zurzeit mehr als schwierig sind, da so viele politische Entscheidungen die Börsen  beeinflussen. Aber gerade in solchen Zeiten bleibt doch quasi nur noch die Charttechnik …

Und aktuell gilt: Wird nun auch noch der Widerstand bei 5.871 nachhaltig (!) überwunden, ist der Weg nach oben frei und eine Bodenformation abgeschlossen – in diesem Fall werden wir auch wieder zu den Tagescharts wechseln.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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