In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Seit dem ersten 3-Jahres-Tender der EZB am 21. Dezember konnte der DAX von 5.700 auf knapp 7.200 Punkte zulegen. Ein Zuwachs von über 1.500 Punkten bzw ...
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Inhaltsverzeichnis

Wo ist der Sand im Getriebe des Goldpreises?

Seit dem ersten 3-Jahres-Tender der EZB am 21. Dezember konnte der DAX von 5.700 auf knapp 7.200 Punkte zulegen. Ein Zuwachs von über 1.500 Punkten bzw. 26 Prozent innerhalb von nur 3 Monaten. Auch andere Anlagekategorien konnten profitieren. Insbesondere dem Goldpreis traute man ein besonders hohes Kurspotential zu, doch trotz der Liquiditätsflut kam es hier “nur“ zu einem Zuwachs von knapp 18 Prozent.

Zweiter Tender konnte bereits keinen Schwung mehr verleihen

Selbst die zweite Geldspritze am 29. Februar, die mit rund 530 Mrd. Euro sogar noch einmal größer ausfiel, konnte dem Goldpreis keinen Schwung mehr verleihen, während der Aktienmarkt noch eine Schippe drauflegen konnte. Zwar notiert der DAX zum heutigen Zeitpunkt unverändert gegenüber Februar, doch steht er gegenüber Gold, welches fast 7 Prozent einbüßte, deutlich besser dar.

 

In diesen Charts sieht man den Vergleich von Gold und DAX in Bezug auf die jeweiligen EZB-3-Jahres-Tender.

 

War die Liquiditätsflut nicht immer DAS Argument FÜR Gold-Käufe?

Edelmetalle brechen überraschend ein

Verwunderlich ist auch die Tatsache, dass genau zu dem Zeitpunkt, als die Meldung über die Höhe des zweiten EZB-Tenders über die Ticker lief, gerade Gold und Silber stark unter Druck gerieten (siehe lange rote Kerze im Gold-Chart). Silber verlor aus dem Stand sogar über 9%, obwohl doch gerade die Liquiditätsflut immer für die steigenden Edelmetallpreise verantwortlich gemacht wurde (und wird). Wo ist da der Sand im Getriebe des Goldpreises? Sie dürfen nun fröhlich darüber spekulieren, warum es gerade bei einer weiteren Finanzspritze von 530 Mrd. Euro zu fallenden Edelmetallpreisen gekommen ist.

Großteil der Liquidität fließt umgehend zurück

Ein Grund dafür könnte sein, dass die Geschäftsbanken aufgrund von fällig gewordenen früheren Refinanzierungsgeschäften bereits umgehend 222 Mrd. Euro an die EZB zurückzahlen mussten. Der Zufluss an die Kreditinstitute belief sich also netto "nur" auf 310 Mrd. Euro. Zudem wurde das Geld zunächst nicht investiert, sondern zwischenzeitlich die Rekordsumme von 776,9 Mrd. Euro bei der Europäischen Zentralbank geparkt.

Nachfrage ungebrochen

Es ist keinesfalls so, als wäre die Nachfrage nach Gold zurückgegangen. Bestes Beispiel dafür ist die Türkei. Genau wie hierzulande, lautet auch in der Türkei seit der Finanzkrise die Devise: Vertraue keiner Bank - kaufe lieber Gold. Und so waren die Türken im vergangenen Jahr die viertgrößten Goldkäufer der Welt. Die Einfuhren verdoppelten sich von 2010 auf 2011. Die Goldbörse in Istanbul ist nach Transaktionsgröße die zweitgrößte der Welt.

Zentralbank will an das Gold der Landsleute

Nun will der Chef der türkischen Zentralbank, Erdem Basci, sogar an das Gold seiner Landsleute, weil die Türken ihr Gold zu Hause horten und nicht bei der Bank lagern. Während in den türkischen Banken Gold im Wert von 8,6 Mrd. Dollar liegt, was immerhin ein Anstieg um 270 Prozent im vergangenen Jahr bedeutet, soll allerdings nach Schätzungen der Deniz Bank insgesamt Gold im Wert von 300 Mrd. Dollar unter den Kissen der Türken lagern - also mehr als das 30-fache.

Verschiedene türkische Zeitungen berichten, dass die Regierung in Kürze ein Programm vorstellen will, dass die Türken dazu bringen soll, ihre Ersparnisse ins Bankensystem einzubringen. Basci will mit dieser geplanten Aktion gleich drei Probleme lösen: den Finanzsektor stärken, die türkische Sparquote erhöhen und das Handelsbilanzdefizit des Landes senken. Denn der Großteil des Goldes wird importiert, und das belastet die Handelsbilanz.

Ähnliche Pläne in Indien

Ein ähnliches Problem hat Indien. Neu-Delhi hatte zuletzt angekündigt, mit einer Goldsteuer der Kauflust der Bürger entgegenwirken zu wollen.

In beiden Fällen könnte dies die Nachfrage nach weiterem Gold belasten. Und weil die Börse zukünftige Entwicklungen antizipiert, könnte dies eben zu sinkenden Goldpreisen führen. Allerdings gibt es weitere Gründe für nicht mehr ganz so steil steigende oder gar fallende Kurse. Wir hatten hier bereits eingewendet, dass Gold nicht mehr das Allheilmittel sein wird, für welches es in der nahen Vergangenheit gehalten und angepriesen wurde, insbesondere wenn die Anleger, die an den Aktienmärkte auf ein Ende der Krise setzen, Recht behalten werden. Fakt ist, dass erst mit einem Anstieg über 1.800 USD Entwarnung für die Goldbullen gegeben werden kann.

Schauen Sie auf folgenden Chart - zurzeit befindet sich Gold in einem klaren Abwärtstrend:

Noch ist es allerdings nicht sicher: Ist es nur eine große Konsolidierung (in Form einer Art abc-Konsolidierung) in einem noch größeren Aufwärtstrend oder ist es der Anfang eines Abwärtstrend. Ich weiß, diesbezüglich gehen die Meinungen bei Ihnen weit auseinander.

Die Entscheidund wir wahrscheinlich schlussendlich mit der Frage, ob diese aktuelle Krise nun zu Ende ist oder nicht, fallen. Bis dahin bleibt viel Platz für viele Diskussionen.

Viele Grüße

Ihr

Stockstreet-Team


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