In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Kommen wir heute wieder auf den DAX-Stundenchart zu sprechen, den ich Ihnen bereits am Dienstag vorgestellt hatte: Sie sehen, der DAX hat zunächs ...
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Inhaltsverzeichnis

Wilde Zockereien

Kommen wir heute wieder auf den DAX-Stundenchart zu sprechen, den ich Ihnen bereits am Dienstag vorgestellt hatte:

Sie sehen, der DAX hat zunächst einmal geliefert und ist bis zur 5.500er Marke gelaufen. Das ist insoweit ein erstes gutes Zeichen. Aber er hat diese Marke auch noch überwunden.

Jetzt fragt es sich, ob er direkt zur oberen Begrenzung des Abwärtstrendkanals durchläuft, oder doch eine Konsolidierung einsetzt.

Besser wäre es, wenn der DAX zunächst, wie Dienstag beschrieben, an dieser Marke stoppt und bis in den Bereich der 5.200er Marke fällt (siehe rote Linien). Damit würde sich, sofern anschließend die 5.550er Marke überwunden wird, ein verlässlicher Boden in Form einer Art inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) mit Kursziel 6.000 Punkten ausbilden.

Läuft er direkt bis zur oberen Linie des Abwärtstrendkanals und scheitert dort, wird der DAX seinen Abwärtstrend fortsetzten. Das wäre also eher bearish.

Bricht es aus dem Trendkanal nach oben aus, wird es zwar bullisher, aber es fehlt dann die Bodenformation.

Manchmal ist zu dynamisch auch schlecht

Hier sehen Sie einen der Fälle, in denen direkt weiter steigenden Kurse zunächst schlechter sind als eine kurze Konsolidierung. Auch so etwas ist in der Charttechnik möglich. Es kommt häufiger vor, als viele denken. Hier passt wohl der Spruch: Gut Ding will Weile haben…

5.000er Marke mit hohem Kaufinteresse

Auf jeden Fall zeigt sich, das, was ich hier seit Wochen beschreibe: Die 5.000er Marke ist eine wichtige Unterstützung, an der sich ein erhebliches Kaufinteresse zeigt. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob dieser bullishe Angriff auch nachhaltig bleibt.

Das sind natürlich alles nur Tendenzen. So richtig bullish wird es jedoch nach wie vor erst wieder, wenn die alten Hochs bei ca. 7.500 Punkten überwunden werden. Das sollte Sie nicht vergessen.

Verfallstag ohne größere Auswirkungen

Morgen ist wieder dreifacher Hexensabbat, der große Septemberverfallstag. Doch nach dem Crash sind hier Prognosen anhand des Open Interest nicht möglich. Die meisten älteren Positionierungen dürften bereits abgesichert sein, weil sonst viele Stillhalter morgen sehr viel Geld verlieren würden. Es kann aber auch sein, dass die aktuelle Stärke des DAX etwas damit zu tun hat, dass einige Stillhalter ihre Verluste minimieren wollen. Und somit werden der Montag und Dienstag interessant, die zeigen werden, ob die aktuelle Stärke nur ein Strohfeuer ist oder nicht.

Und wenn wir schon einmal beim Zocken sind:

2 Mrd. Dollar verzockt

Hätten Sie nicht auch gerne einmal die Möglichkeit, 2 Mrd. Dollar zu verzocken? Glauben Sie mir, das würde weniger Spaß machen, als man im ersten Augenblick denkt. Es könnte in Arbeit ausarten, wenn Sie absichtlich versuchen müssten, das Geld am Aktienmarkt (!) zu verlieren (ohne Tricks).

Aber offenbar haben einig Händler in Banken die Lösung gefunden, wie man schnell viel Geld verliert und das auch noch ohne Absicht (das ist wahrscheinlich das Geheimnis). Denn nach dem großen Skandal bei der Société Générale, als ein kleiner Händler namens  Jérôme Kerviel mal eben 5 Mrd. Dollar verzockte (allerdings mit einer Investitionssumme von 50 Mrd. Dollar) hat es nun die Schweizer Großbank UBS erwischt. Einer ihrer Händler soll dieses Mal 2 Mrd. Dollar verzockt haben. Dieser Verlust wird dazu führen, dass UBS im dritten Quartal einen Verlust ausweisen muss.

Aus Fehlern lernen, warum?

Lernen die Banken eigentlich nicht dazu? Ich hätte gedacht, dass nach dem Fall bei der SocGen die Kontrollmechanismen bei den Banken dramatisch verschärft wurden. Aber das war wohl nichts. Wahrscheinlich hat der Crash einen etwas zu optimistischen Handler, der mit nicht genehmigten Summen operierte, auf dem falschen Fuß erwischt.

Tja, im Crash sind alle gleich, die großen und die kleinen Jungs. Und das Verrückte ist, alle machen sie die gleichen Fehler. Sie beherrschen weder die Angst noch die Gier. Und das ist Mindestvoraussetzung, um als Trader erfolgreich zu sein.

Einige wissen es vielleicht, ich habe eine Vorliebe für Biographien, also den Werdegang bekannter Persönlichkeiten. Mit würde interessieren, ob dieser Händler ein ähnliches Persönlichkeitsprofil wie Jérôme Kerviel hat. Ich bin gespannt, was dazu in den kommenden Wochen veröffentlicht wird.

Zum Schluss ein kleiner Hinweis für Daytrader:

Morgen sollten Sie gerade, was das Intraday-Trading anbetrifft, sehr vorsichtig sein – ganz besonders im Bereich der Zeiten, wo abgerechnet wird. Da die Sachlage derart uneindeutig ist, wird es auch schwer zu bestimmen, wo die Stillhalter die Kurse hinhaben wollen. Ich meide grundsätzlich die Verfallstage fürs Daytrading – und da morgen auch noch schönes Wetter wird, sollten Sie vielleicht lieber einen der letzten schönen Sommertage genießen.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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US-Konjunkturdaten

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg in Woche bis zum 10. September um 11.000 auf 428.000 Anträge an. Analysten hatten hingegen nur mit 414.000 Erstanträgen gerechnet. Der Vierwochenschnitt stieg um 4.000 auf 419.500 Erstanträge.

Im Diagramm erkennen Sie, dass wir mittlerweile wieder einen Anstieg sehen. Das ist natürlich wenig erfreulich. Die 400.000er Marke will einfach nicht fallen.

 Die Verbraucherpreise stiegen in den USA gegenüber dem Vormonat um 0,4%. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Anstieg von nur 0,2% gerechnet, nach 0,5% im Vormonat. Die Kernrate ohne Nahrungsmittel und Energie stiegen um 0,2% und lagen damit in den Erwartungen. Auf Jahressicht stiegen die Verbraucherpreise um 3,8%. Die Kernrate kletterte um 2,1%.

Wir sehen zumindest in den Verbraucherpreisen ein Anziehen der Inflation. Sollte das weiter gehen, wird es der FED schwer fallen, die Zinsen noch bis 2013 niedrig zu halten. Hier müssen wir genau aufpassen, wie sich die Preise weiter entwickeln.

Das Leistungsbilanzdefizit in den USA sank auf 118,0 Mrd. Dollar nach 119,6 Mrd. Dollar im ersten Quartal. Analysten hatten mit einem Wert von 123,0 Mrd. Dollar gerechnet.

Die Realeinkommen sind im August um 0,8% gefallen, nach einem unveränderten Wert im Juli. Das durchschnittliche Wocheneinkommen lag bei saison- und inflationsbereinigt 349,00 Dollar, nach 351,79 Dollar zuvor.

Der Philly-Fed ist im September von zuvor minus 30,7 im August auf nunmehr minus 17,5 Punkte gestiegen. Analysten hatten mit einem Wert von minus 12,0 gerechnet.

 

Immer noch kein Plus, aber zumindest eine leichte Verbesserung. Trotzdem unterstützen die heutigen US-Konjunkturdaten nicht das zuletzt verbesserte Bild. Hier müssen also weitere Zahlen abgewartet werden.


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