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Inhaltsverzeichnis

Ist der DAX bei 5.000 Punkten unterbewertet?

Die Schweizer Nationalbank (SNB) hat heute auf den anhaltend starken Schweizer Franken reagiert und setzt eine Mindestgrenze zum Euro fest. Sie will nun über Interventionen am Devisenmarkt Kurse unter 1,20 Franken je Euro nicht mehr tolerieren. Hintergrund dieser Maßnahmen ist, dass diese Stärke des Schweizer Franken mittlerweile erheblich die Exportwirtschaft der Schweiz.

Auch Zentralbanker sind Teil der Masse, die gerne falsch reagiert…

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass solche Notfallmaßnahmen natürlich immer erst dann getätigt werden, wenn eigentlich Alles schon gelaufen, also das Kind im Brunnen quasi schon ertrunken ist. Denn glauben Sie nicht, dass Zentralbanker anders reagieren, als der gemeine Anleger. Schauen wir uns dazu den Chart an:

Man sieht, dass der letzte Abverkauf des Euros zum Schweizer Franken ein klassischer „Sell Off“, also ein Ausverkauf gewesen ist, der genau bis zu einer extrem wichtigen psychologischen Unterstützung, nämlich der Parität, reichte. Als erfahrener Trader würde man nun sagen, das war es jetzt erst einmal. Es sollte nun eine längere Erholungsphase folgen und an der Art dieser Erholung wird man erkennen, ob es sich tatsächlich um einen finalen Sell Off gehandelt hat oder ob die Tiefs noch einmal gerissen werden.

Aber Notenbanker sind eben keine Börsianer. Die Schweizer Nationalbank konnte wohl nicht mehr warten: Das Erreichen der Parität hat offensichtlich zu blank liegenden Nerven geführt. Allerdings werden wir so natürlich auch nie erfahren, ob eine Notenbank wieder einmal im Tief reagiert hat – es sei denn, die Probleme in der EU werden plötzlich gelöst und der Euro macht sich zu einer dramatischen Rally auf. Das wäre dann natürlich ein eindeutiges Zeichen.

Mit dieser Maßnahme stellt sich die Schweizer Nationalbank gegen den Markt. Interessant wird sein, ob sie das auf Dauer durchhalten kann. Theoretisch natürlich schon, denn sie kauft ja mit Franken, die sie selber unbegrenzt drucken kann, den Euro. Doch unbegrenztes Gelddrucken führt im eigenen Land zur Inflation, vor allem wenn die Wirtschaft im eigenen Lande boomt. Es könnte also sein, dass die Inflation die SNB irgendwann dazu zwingt, von ihrem Vorhaben abzukommen.

Der DAX und die 5.000er Marke

Ich hatte darauf hingewiesen, dass der DAX die 5.000er Marke noch einmal sehen will. Diese für den DAX extrem relevante Marke ist einfach zu wichtig und das schon seit 14 Jahren!!! Schauen wir uns auch hierzu den Chart an:

Sie sehen, dass der Bereich um die 5.000-Punkte Marke seit 1997 eine zentrale Bedeutung für den DAX hatte. Man könnte fast sagen, dass es eine Art Mitte der großen Seitwärtsbewegung ist, in der wir seit 1996/1997 stecken. Auf jeden Fall fluktuiert er seit 14 Jahre um diese 5.000er Marke.

Abbau einer Übertreibungsphase  

Diese Seitwärtsbewegung baut im Prinzip immer noch die große Übertreibungsphase bis zum Jahr 2000 ab. Allerdings sollte das nun so langsam auch geschehen sein. Die Unternehmen in Deutschland sind sicherlich seit 1996 deutlich gewachsen. Die Inflation hat zudem zu einer Abwertung des Euro geführt, so dass diese Seitwärtsbewegung inflationsbereinigt eine Art Abwärtstrend darstellt.

Auch der deutschen Konjunktur geht es vergleichsweise gut. So gesehen ist die 5.000er Marke mittlerweile sicherlich die Grenze zur massiven Unterbewertung. Das Problem des DAX ist also politischer Natur, sprich es geht um die Probleme im Zusammenhang mit der Schuldenkrise.

Wenn, dann….

Sobald diese Probleme irgendwie gelöst werden, wird der DAX nach oben ausbrechen. Dafür spricht auch ein charttechnisches Signal: Schaut man sich nämlich die Tiefs an, so sehen wir eine klare Aufwärtstrendlinie (untere rote Linie), die einen entsprechen anwachsenden Druck der Bullen anzeigt.  Und das macht auch Sinn, wenn man sich das Wachstum der deutschen Schlüsselindustrie, nämlich der Automobilindustrie, anschaut. Unten drücken also das reale Wachstum sowie die niedrigen Zinsen, nach oben ist der DAX durch die Probleme in der EU begrenzt. Das ist das aktuelle Spiel.

Wenn Unterbewertungen abgebaut werden

Stellen Sie sich dazu vor, dass die Branchen, die zurzeit massiv unterbewertet sind, wie zum Beispiel die Banken und die Versorger, diese Unterbewertung abbauen und massive Kursgewinne erzielen. Dann kann der DAX schnell nach oben ausbrechen. Auch das ist durchaus möglich.

Die entsprechenden Zeichen

Doch zuvor sollten wir auf die charttechnischen Signale warten. Ich hatte geschrieben, dass der DAX wahrscheinlich noch einmal die 5.000-Punkte-Marke testen, wenn nicht sogar unterschreiten, will. Er kann selbst im bullishen Worst-Case-Szenario sogar noch einmal an diese untere rote Trendlinie laufen (siehe zum Beispiel den Schnittpunkt mit dem blauen Rechteck). Bis dahin ist aus langfristiger Sicht die Welt der Bullen noch in Ordnung.

Sollte aber die Aufwärtstrendlinie nachhaltig gebrochen werden (Achtung, in Crashphasen sind kurze Einbrüche unter wichtige Unterstützungen durchaus nicht selten), wird es bearisher. Dann müssen wir mit einer Fortsetzung der Seitwärtsbewegung rechnen.

Kollabiert der Finanzmarkt

Ein solches Szenario wird wahrscheinlich dann eintreten, wenn die Probleme in der EU nicht zufriedenstellend gelöst werden. Und auch hier gilt leider wieder, wie schon seit einigen Monaten: Entscheidend für den weiteren Verlauf werden politische Entscheidungen, die wir nicht absehen können – denn niemand weiß, was letzten Endes im Zuge einer Ausweitung der Krise entschieden wird. Die Märkte zwingen zurzeit die Politik zu Aktionen und die Politik versucht alles, um sich nicht zwingen zu lassen. Ich frage mich, wer dieses Spiel gewinnen wird. Aber um wirtschaftliche Zusammenhänge geht es schon lange nicht mehr. Wir erleben gerade einfach die längsten politischen Börsen, die ich jemals mitgemacht habe…

Viele Grüße

Jochen Steffens


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