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Inhaltsverzeichnis

Fonds in der Krise

Hinweis in eigener Sache: Da wir morgen eine Redaktionskonferenz haben, lesen Sie den nächsten Steffens Daily am kommenden Montag, den 13. Februar 2012

Vielleicht erinnern Sie sich, ich hatte hier im Steffens Daily mehrfach darauf hingewiesen, dass aufgrund der doch sehr schwierigen Marktentwicklung des Jahres 2011 viele Fonds unterdurchschnittliche Renditen erzielt haben. Und das hat sich offensichtlich ausgewirkt: Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 11 Mrd. Euro aus den klassischen Aktienfonds abgezogen! Das sind weniger gute Nachrichten für die Branche.

Umschichtung in ETFs

Doch etwas anderes bestätigt nun indirekt meine ebenfalls hier geäußerte Vermutung, dass die Anleger nach dem Crash 2008/9 im Jahr 2011 endgültig die Geduld verlieren werden, wenn die Fonds auch in so einem Jahr erneut in eine Underperformance geraten.  Denn ETFs, also die passiv gemanagten Fonds,  haben im vergangenen Jahr 8,8 Mrd. Euro einsammeln können. Es scheint hier zu Umschichtungen aus den aktiv gemanagten Fonds in ETFs gekommen zu sein. Und damit können sich die Fondsmanager nicht mehr, wie noch 2008/9, darauf berufen, dass es an den gesamten Mittelabflüssen des Marktes gelegen hat. Nein, es ist ein klares Veto gegen die klassischen Aktienfonds. Zumal es, wie hier vor kurzem beschrieben, im Jahr 2011 insgesamt einen deutlichen Zuwachs an Aktienären gab (siehe Steffens Daily vom Freitag, den 13.01.2012)

Und das hat natürlich seinen Grund. So lange es gut läuft und die Fonds Rendite erwirtschaften, sind die meisten Anleger zufrieden. Aber wenn die Performance des Fonds über mehrere Jahre schlechter als der DAX ausfällt, wird verkauft. Hinzu kommt, dass viele Anleger im Crash noch verstanden haben, dass da auch ein Fonds wenig machen kann, er kam zu überraschend. Doch in so einem Jahr wie 2011 sind die Anleger ohne Frage weniger nachsichtig.

ETF versus Aktienfonds

Zudem setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass die meisten Fonds auf Dauer die Indizes nicht schlagen. Und da sind ETFs eine gute Alternative, da sie zumindest die Performance des Index abbilden.

Ein weiteres Problem der Fonds

Es gibt Gründe, warum so viele Fonds Probleme damit haben, auf lange Sicht besser als ihre Benchmark zu sein. Da sind zum einen die zum Teil hohen Gebühren zu nennen. Diese muss ein Fonds erst einmal erwirtschaften. Und allein das ist oft schwer.

Fondsgelder fließen zyklisch

Doch ein weiterer Punkt erschwert das Leben der Fondsmanager zusätzlich. Die Masse der Anleger reagiert, wie wir wissen, zyklisch und zwingt damit auch die Fondsmanager zu zyklischem Verhalten. Das heißt: Wenn die Börsen lange angestiegen sind und die vergangenen Jahren gute Renditen erzielt wurden, ist es leicht, Menschen davon zu überzeugen, Geld in Fonds anzulegen. Am Ende eines Aufwärtstrends fließt also das meiste Geld in die Fonds.

Zu diesem Zeitpunkt müsste der Fonds eigentlich schon anfangen, seine Investitionsquote nach und nach zu senken (wie wir das zum Beispiel gerne in unseren Börsenbriefen tun). Er muss aber das einfließende Geld anlegen. Ansonsten gerät er unter Umständen, sollten die Börsen weiter steigen, in eine massive Underperformance. Also ist ein Fonds oft hoch investiert, wenn die Abwärtsbewegung einsetzt. Da Abwärtsbewegungen zudem gerne sehr dynamisch ablaufen, wird es entsprechend schwer, schnell zu handeln – was umso schwieriger wird, je größer und damit unbeweglicher der Fonds ist.

Wenn investiert werden muss, wird das Geld abgezogen..

Während eines Crashs und vor allem nahe dem Ende der Abwärtsbewegung ziehen hingegen sehr viele Anleger ihr Geld aus den Fonds. Das bedeutet, die niedrigste Kapitalquote hat ein Fonds oft, wenn der Markt ein Tief ausbildet. Durch die beständigen und mit weiter fallenden Kursen oft immer stärkeren Mittelabflüsse wird der Fondsmanager fast gezwungen zu verkaufen, und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem ein erfahrener Anleger sich schon wieder eher auf die „Käuferseite“ stellen würde.

Fazit: Die Fondsanleger werden also über das Verhalten der Anleger zu zyklischem Handeln genötigt, und das ist im Markt auf lange Sicht unprofitabel. Dieser Umstand und die Gebühren, die ja auch von der Rendite abgezogen werden, macht es für Fondsmanager so schwer, langfristig den Index zu schlagen.

ETFs

Und hierin liegt die Stärke des ETF. Diese bilden einfach den Index ab und haben gar nicht erst den Anspruch, diesen zu schlagen. Dafür sind die Gebühren sehr niedrig. Es ist also kein Wunder, dass auch wir bei Stockstreet bereits seit vielen Jahren ETFs als langfristige Anlage bevorzugen, auch wenn einige ETFs ebenfalls nicht völlig risikolos sind.

Zum Markt

Der DAX klemmt gerade ein wenig an einem untergeordneten Widerstand im Bereich der 6.840/50er Marke.

Hier sehen Sie diesen Widerstand eingezeichnet und die Punkte, an denen er bisher Relevanz (blaue Kreise) zeigte oder die stark umkämpft wurden (sonstige Markierungen).

Hintergrund des heutigen Anstiegs: In Griechenland ist es nun doch endlich zu einer Einigung gekommen. Doch Vorsicht ist geboten! Das muss nicht heißen, dass der Markt in den kommenden Tagen euphorisch steigt. Viele Anleger haben bereits im Vorfeld auf eine solche Einigung gewettet und könnten verkaufen, sobald die Kurse nicht weiter steigen. Buy the rumors, sell the facts – kaufe die Gerüchte, verkaufe die Fakten, heißt die entsprechende Börsenweisheit dazu. Für die Märkte ist diese Einigung, sobald sie offiziell bekannt gegeben war, Schnee von gestern. Sofort werden neue Themen gesucht, auf die gewettet werden können.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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US-Konjunkturdaten

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist um 15.000 auf 358.000 zurückgegangen. Analysten hatten hingegen einen Anstieg um 3.000 vorhergesagt. Der Wert für den gleitenden Vierwochendurchschnitt sinkt damit auf 366.250. Das ist der niedrigste Stand seit April 2008. 

Wir sehen nun im Gesamtbild eine seit Mai vergangenen Jahres existente Abwärtsbewegung im Vierwochenschnitt (grüne Linie) der Erstanträge. Zudem erkennen wir eine gewissen Dynamikanstieg der Abwärtsbewegung. Beides sind gute Signale für die US-Konjunktur. Und das erklärt vielleicht auch die entsprechend starke Bewegung der US-Indizes.

Die US-Lagerbestände sind um 1,0 Prozent auf saisonbereinigt 473,17 Milliarden Dollar gestiegen. Analysten hatten nur ein Plus von 0,5 Prozent erwartet. Der Umsatz im Großhandel stieg im Dezember um 1,0 Prozent auf saisonbereinigt 413,11 Milliarden Dollar, nach einem Plus von 0,5 Prozent im Vormonat.


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