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Inhaltsverzeichnis

Notenbanken in der Zwickmühle

Jetzt hat auch die Ratingagentur Standard & Poors’s die Kreditwürdigkeit Griechenlands auf Ramsch-Status, sprich CCC, gesenkt. Eigentlich müsste man meinen, dass die Börsen darauf reagieren und tief im Minus notieren. Doch genau das Gegenteil ist der Fall.  Der DAX überrascht mit einer kleinen Intraday-Rally und steht mit 1,7 % im Plus bei 7205 Punkten.

Nicht einmal der Euro reagiert. Er notiert leicht im Plus, zumindest im Verhältnis zum Dollar. Das zeigt wie „griechenlandmüde“ der Markt geworden ist.

 

Der Euro befindet sich nach wie vor in einem intakten Aufwärtstrend (siehe grünen Aufwärtstrendkanal). Lässt man die Probleme in der EU außen vor, ist diese Euro-Stärke auch nicht verwunderlich. Schließlich hat die EZB in der vergangenen Woche auf ihrer Sitzung angekündigt, die Leitzinsen im Juli erneut anheben zu wollen, und damit steigt die Zinsdifferenz zwischen der EU und den USA weiter an. Diese Zinsdifferenz sollte eben auch dazu führen, dass der Euro zum Dollar ansteigt. Hintergrund dieser Zinserhöhungen der EZB ist, dass nach neuen Prognosen für das Jahr 2012 sogar mit einer Inflation von 2,6 % gerechnet wird. Die Zielmarke für die EZB liegt allerdings bei unter 2 %.

Energie- und Lebensmittelpreise

Zurzeit wird in den Medien immer wieder darauf hingewiesen, dass die Inflation hauptsächlich durch steigenden Energie- und Lebensmittelpreise angetrieben sei. Dieses Argument wird angeführt, da die Energie- und Lebensmittelpreise sehr volatil sind und somit kein klares Bild auf die tatsächliche Preisentwicklung werfen. Es besteht bei dieser Argumentation allerdings die Gefahr, dass sie verharmlosend wirkt. Denn gefährlich wird es, wenn die Preisentwicklung besonders bei den Energie- und Rohstoffpreisen auf die Produktpreise übergreift. Da zum Beispiel in Deutschland die Wirtschaft boomt und gleichzeitig die Arbeitslosigkeit sinkt, wären solche Preiserhöhungen durchsetzbar. Geschieht das, wird entsprechend auch die Kerninflation anziehen. Das will - oder besser gesagt muss - die EZB verhindern.

Die Zwickmühlen der Notenbanken

Zurzeit befinden sich sowohl die EZB als auch die FED in einer Zwickmühle. Die europäische Zentralbank hat die Aufgabe, die Inflation zu bekämpfen. Das tut sie streng nach ihren Vorgaben, wobei sie aufgrund der Krise relativ bedächtig reagiert. Für die angeschlagenen Länder in der Euro-Zone sind steigende Zinsen jedoch belastend. Aber es wäre auch eine unlösbare Aufgabe, sowohl auf die Probleme dieser Länder zu achten und gleichzeitig die Inflation in Schach zu halten. Die EZB wird dementsprechend langsam und vorsichtig agieren, trotzdem aber die Zinsen weiter anheben.

In den USA ist die Notenbank verpflichtet, sowohl auf die Inflation als auch auf die Beschäftigung zu achten. Aktuell befinden sich die USA aber in eine Situation, in der dieser Spagat fast unmöglich ist. Die Inflation steigt an, ohne dass sich der US-Arbeitsmarkt auf einem nachhaltigen Erholungskurs befindet. Auch hier wird die Notenbank versuchen, das Problem zu lösen, indem sie nur sehr langsam auf die Inflation reagiert, zumal in den USA die Gefahr, dass sich die steigenden Energie- und Lebensmittelpreise auf die Kerninflation durchschlägt, angesichts des niedrigen Wirtschaftswachstums deutlich geringer ist. Trotzdem mehren sich die Stimmen in den USA, dass auch hier Zinserhöhungen notwendig werden.

Nicht immer gibt es Lösungen

Und wo ist der Ausweg? Der Mensch denkt und handelt lösungsorientiert – gerade in Krisenzeiten neigt er zu Aktionismus. Doch wie auf den Tag die Nacht folgt, wird auf einen Boom die Rezession folgen. Vielleicht sollten die Entscheider lernen, diese Zyklik einfach zu akzeptieren. Hin und wieder gibt es auch einfach keine Lösungen. So wenig wir das auch akzeptieren wollen.

Zum DAX

Der DAX ist heute mit einem erneuten Gap-UP Richtung 7.200er Marke gestartet (und hat damit ein erneutes Island-Gap mit dem Kursziel 7.314 Punkte erzeugt). Doch sollte man die Kursbewegungen in den nächsten Tagen nicht überbewerten. Denn wir befinden uns in der Verfallswoche. Bis zum großen Verfallstag am Freitag sind die Kursbewegungen wenig geeignet, um daraus mittelfristige Prognosen abzuleiten. Analysiert man die Positionierungen zum Verfallstag, bleibt, wie schon beschrieben, der Bereich zwischen 7.100 bis 7.200 Punkten Zielmarke.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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US-Konjunkturdaten

Die Erzeugerpreise sanken im Mai um 0,2%. Analysten hatten mit einem Anstieg um 0,1% gerechnet. In der Kernrate - ohne die volatilen Preise für Nahrungsmittel und Energie - stiegen die Erzeugerpreise um ebenfalls 0,2%. Das lag in den Erwartungen.

Trotz steigender Energie- und Rohstoffpreise sinken die Erzeugerpreise. Das belegt, dass die USA ein niedrigeres Inflationsproblem haben als Europa.

Die Einzelhandelsumsätze sind im Mai um 0,2% auf saisonbereinigt 387,12 Mrd. Dollar gesunken. Analysten hatten mit einem Minus von 0,6% gerechnet. Ohne Kfz erhöhten sich die Umsätze um 0,3%. Hier hatten Analysten einen Anstieg um 0,1% erwartet.

Die Lagerbestände in der US-Wirtschaft sind im April saisonbereinigt um 0,8% auf 1,497 Bill. Dollar gestiegen. Analysten hatten mit einem Zuwachs um 0,9% gerechnet.


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