In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Aus aktuellem Anlass zunächst ein kurzes Update zum DAX: Der DAX hat am Freitag die 7.251er-Marke gerissen und, wie für diesen Fall ...
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Inhaltsverzeichnis

Dax bricht 7.251er-Marke

Aus aktuellem Anlass zunächst ein kurzes Update zum DAX:

Der DAX hat am Freitag die 7.251er-Marke gerissen und, wie für diesen Fall angekündigt, eine höchst dynamische Abwärtsbewegung gestartet. So eröffnete er heute mit einem großen Gap-Down. Offensichtlich zieht das untere Alpha-Target bei 7.000 Punkten die Kurse an. Zuvor kann aber auch das Gap noch geschlossen werden. Solange die 7.251er Marke nicht wieder zurückerobert wird, hat sich das Bild damit deutlich (!) eingetrübt. Je nachdem, wie sich der Kursverlauf weiter entwickelt, sind auch 6.800 oder sogar 6.336 Punkte durchaus denkbar. Sie sollten also entsprechend vorsichtig auf der Long-Seite agieren, bis sich bullishere Zeichen zeigen.

Warum wir grundsätzlich noch von einer positiven Entwicklung im Sommer ausgehen, lesen Sie im folgenden Text.

Ihr

Jochen Steffens


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Drei Gründe für eine Sommer-Rally

die seit 2009 laufende zweijährige Rally ist seit geraumer Zeit merklich ins Stocken gekommen. Die Unsicherheit der Anleger ist fast mit Händen zu greifen. Vor allem externe Faktoren, wie lokale Unruhen und Naturkatastrophen, aber auch die weltweiten Schuldenkrisen sowie die Inflationsgefahren scheinen enorme Risiken zu bergen.

Trotzdem: Es gibt drei wichtige Gründe, warum ausgerechnet diese scheinbaren Bedrohungen für eine – eher seltene – Sommer-Rally sprechen!

1. Die fundamentale Lage: Konjunkturabschwächung wird harmlos bleiben!

Parallel zur jüngsten Fed-Sitzung Ende April veröffentlichte die US-Notenbank ihre neueste Konjunkturprognose. Danach schraubte die Fed ihre Erwartungen für die Entwicklung der US-Wirtschaft 2011 bereits wieder zurück (3,1-3,3 % Wachstum statt wie bisher 3,4-3,9 %). Und Befürchtungen, dass auch die Weltkonjunktur wieder nachlassen könnte (vor allem in den wichtigen Emerging Markets), treiben seit einiger Zeit die Investoren um und führen zu stagnierenden Aktienkursen.

In der vergangenen Woche nun deuteten die ZEW-Konjunkturerwartungen sogar auf eine mögliche Abschwächung der deutschen Wirtschaft – einer der Lokomotiven des bisherigen globalen Nachkrisenaufschwungs – hin. Der entsprechende Wert sank auf nun 3,1 Punkte (der Höhepunkt des laufenden Zyklus lag im August 2009 bei 57,7 Punkten) und droht damit, demnächst unter die Nulllinie zu rutschen.

Bemerkenswert ist allerdings insbesondere die Entwicklung der wenig beachteten Lageeinschätzung (siehe Chart) der an der ZEW-Umfrage beteiligten gut 300 Finanzexperten: Deren Wert stieg auf 91,5 Punkte und erreichte damit ein neues Allzeithoch. Da der mögliche Maximalwert 100 beträgt, also kaum noch Potenzial nach oben besteht, liegt der Schluss nahe, dass es demnächst auch in Deutschland nur noch schlechter werden kann...

ZEW-Konjunkturerwartungen

Quelle: ZEW

Droht also bald auch ein Rückschlag am Aktienmarkt?

NEIN, denn die reduzierte Konjunkturprognose in den USA wird die Fed sicherlich dazu bewegen, durch ihre Geldpolitik die Liquidität weiter hoch zu halten (niedrige Zinsen, quantitative Lockerung). Diese Liquidität sucht Anlagemöglichkeiten, und bei der hohen umlaufenden Geldmenge kann diese nur am Aktienmarkt sinnvoll „untergebracht“ werden.

Dabei erhalten die Investoren sogar noch Rückenwind von den Unternehmen! In der aktuellen Quartalssaison sind nicht nur die Ergebnisse, sondern vor allem die Prognosen noch sehr vielversprechend – und damit besteht genug Fantasie für weitere Kurssteigerungen!

2. Das Sentiment: Schuldenkrisen und Inflation – keine Bedrohung für die Aktienbörsen!

Aber bedrohen nicht die Schuldenkrisen in Europa (Griechenland scheint faktisch pleite) und den USA (der Haushaltsnotstand ist noch nicht überwunden) Märkte und Wirtschaft? Und bewirken die niedrigen Zinsen nicht eine starke Inflation, die unser Wachstum auffrisst?

Die Umschuldung Griechenlands wird auch auf politischer Ebene nun nicht mehr ausgeschlossen, obwohl die offiziellen Stellen immer noch das Gegenteil behaupten. Damit ist dieser Fall von den Börsen definitiv eingepreist. Das zeigt auch die Schwäche des europäischen Bankensektors in den vergangenen Monaten und die dort mittlerweile zu erkennenden Anzeichen einer Bodenbildung (siehe Chart):

STOXX-600-Banken-Index 

Quelle: MarketMaker

Derzeit geht es wohl nur noch um die Modalitäten und darum, den Beteiligten eine „gesichtswahrende“ Zustimmung zu ermöglichen...

Ein Beispiel: Die EZB, bisher eine heftige Gegnerin einer griechischen Umschuldung, rudert offenbar bereits zurück. Bei der jüngsten Notenbanksitzung Anfang Mai blieb nicht nur eine weitere Zinserhöhung sowie jeder Hinweis darauf aus – die europäische Notenbank verzichtete darüber hinaus auf jede „verbale Zinserhöhung“ in ihrer Erklärung und präsentierte sich damit überraschend zahm.

Der drastische Euro-Einbruch danach zeigt, dass die Botschaft an den Märkten angekommen ist. Zinserhöhungen sind also auch in Europa so bald kein Thema mehr. Damit bleibt auch hier die Liquidität weiter hoch (siehe 1.).

Natürlich steigen dadurch die Inflationsgefahren deutlich. Aber das ist für Aktien durchaus von Vorteil. Denn niedrigere Zinsen und hohe Inflationsraten machen Anleihen extrem unattraktiv. Auch deshalb bleibt den Anlegern zu Aktien kaum eine Alternative...

3. Die Charts: Konsolidierung – aber kein Kurseinbruch!

Obwohl all diese Punkte schon seit längerem bekannt sind, lässt die Rally-Fortsetzung noch auf sich warten. Ursachen hierfür waren hauptsächlich externe Ereignisse: neben den bereits genannten Entwicklungen vor allem die Unruhen in Nordafrika und die Katastrophe in Japan.

André Kostolany sagte „Können die Kurse nicht steigen, müssen sie fallen.“ Im Umkehrschluss bedeutet das also, Kurse, die trotz aller Negativschlagzeilen nicht fallen, sind bullish! Diese bullishe Gegenwehr lässt sich auch an den Charts ablesen, z.B. im S&P 500:

S&P 500 

Die aktuelle „Demarkationslinie“ im US-Leitindex verläuft bei etwa 1.331 Punkten. Der Intraday-Chart seit Februar zeigt eine Vielzahl von Umkehr- und Fehlsignalen auf diesem Niveau (grüne und rote Pfeile), die sich auch auf Tagesebene mit weiteren Fehlsignalen fortsetzen. Auffallend ist dabei, dass die grünen Pfeile, also die Bullensignale, eindeutig überwiegen (etwa im Verhältnis 2:1).

Sicher, noch fehlt der entscheidende Ausbruch nach oben, aber während der Quartals- und Hauptversammlungssaison ist das durchaus normal. Hier warten die Anleger zunächst die Unternehmensprognosen ab (siehe 1.). Dass dabei die Regel „Sell in May...“ nicht gewirkt hat, ist ein weiteres bullishes Zeichen...

Fazit

Aus allen Blickwinkeln – der fundamentalen, der sentiment- und der charttechnischen Perspektive – sind die Aussichten für eine Sommer-Rally sehr gut.

Wenn die Post abgeht, werden viele Unentschlossene und etliche Investoren, die unlängst „sicherheitshalber“ verkauften, wieder versuchen aufzuspringen. Dann stehen die Kurse schnell 5, 7 oder 8 % höher. Im DAX käme in diesem Fall bereits das Allzeithoch in Reichweite! Damit wäre der Blick der Anleger dann endgültig nur noch aufwärts gerichtet...

Wirkliche Gefahr für die Aktienbörsen ginge dann vermutlich nur von einem erneuten unerwarteten externen Ereignis aus. Wobei – auch die tragische Katastrophe in Japan konnte die Börsen in ihrem Vorwärtsdrang nur kurzzeitig aufhalten...

Sicherlich, Miss Börse hat stets eine Überraschung für ihre Jünger parat. Nur liegt diese – jetzt, wenn alle unsicher werden! – eindeutig auf der Bullenseite. Seien Sie also nicht überrascht, wenn der Börsenzug plötzlich mit Volldampf wieder anfährt!

Mit besten Grüßen

Torsten Ewert


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