In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Jetzt müssen Sie anfangen, vorsichtig zu werden, ohne dabei gleich in Panik zu verfallen. Der DAX hat es erneut nicht geschafft, das ehemalige ...
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Inhaltsverzeichnis

Ein bedenkliches Zeichen im DAX

Jetzt müssen Sie anfangen, vorsichtig zu werden, ohne dabei gleich in Panik zu verfallen. Der DAX hat es erneut nicht geschafft, das ehemalige Jahreshoch bei 7.441 Punkten nachhaltig zu überwinden. Er ist sogar mit einem Gap Down (einer Kurslücke nach unten) wieder unter das Jahreshoch (schwarze Linie) gefallen. Ein erster Warnschuss.

Diese Entwicklung gefällt mir überhaupt nicht, denn es fehlt offensichtlich an genügend Bullen, die oberhalb des Jahreshochs noch einsteigen wollen. Dass die Umsätze beim ersten Hoch relativ hoch gewesen sind und im zweiten nun abfallen, spricht ebenfalls dafür, dass hier ein erheblicher Verkaufsdruck auf ein sinkendes Kaufinteresse trifft. Auch das ist ein gefährliches Zeichen.

Die Gefahr einer nachhaltigeren Konsolidierung steigt somit. Aus Sicht der Target-Trend-Methode bleibt allerdings die entscheidende Linie der Widerstand bei 7.251 Punkten, sprich die Rechteckunterkante.

Der DAX aus einem anderen Blickwinkel

Wenn Sie Charts analysieren, kennen Sie das Problem: Schnell werden die Charts mit Linien überladen. Das gilt natürlich besonders für die Target-Trend-Methode. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, immer mal wieder einen neuen, jungfräulichen Chart aufzurufen, um mit den Analysen neu anzufangen. So ergeben sich schnell neue Perspektiven. Als Beispiel eine mögliche  Analyse nach klassischer Charttechnik:

 

Zeichnet man lediglich den Aufwärtstrend ein und lässt das alte Jahreshoch einmal außen vor, erkennt man, dass sich der DAX zurzeit in einem Dreieck aufhält (schwarze Linien). Solche Dreiecke sind in den meisten Fällen Fortsetzungsformationen. Das heißt, der Trend wird nach dieser kleinen Konsolidierung fortgesetzt. Allerdings ist die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Dreiecks-Formation nicht sonderlich hoch, der bullishe Charakter wird lediglich in ca. 60-65 % der Fälle bestätigt. Trotzdem, aus Sicht dieser Analyse, wirkt der Chart wesentlich bullisher! Und deswegen ist es auch noch zu früh, um in gepflegte Panik zu verfallen.

„Wenn, dann“-Prognosen

Aber Sie kennen das, der Charttechnik liegt in den meisten Fällen eine „wenn, dann!“ Verbindung zu Grunde. Wenn dies und jenes geschieht, dann wird es bullisher/bearisher. Und diese „wenn, dann“-Formulierungen sind einer der Gründe, warum gerade unerfahrene Börsianer die Charttechnik als wenig aussagekräftig empfinden. Wenn das Dreieck nach unten verlassen wird, ist es ein bearisher Hinweis. Doch dann gibt es wieder neue Linien, Unterstützungen und andere Dinge, die zu neuen „wenn, dann“-Prognosen führen. Wann weiß man denn endgültig, dass man jetzt verkaufen oder kaufen muss?

Die Antwort darauf ist ganz einfach: hinterher! Dann aber todsicher.

Und hinterher sind die meisten Börsianer schlauer, und haben es hinterher meistens natürlich auch schon bereits vorher gewusst.

Es ist viel komplexer

Die wirkliche Welt ist wie immer alles andere als einfach. Letzten Endes wissen Sie nie, was morgen an den Märkten passieren wird. Das ist auch absolut unmöglich. Sie können sich der Wahrheit, sprich dem Börsenerfolg, ausschließlich über Wahrscheinlichkeiten nähern. Um bei diesem aktuellen Beispiel zu bleiben, erläutere ich einmal, wie verquert wir Charttechniker denken und versuche das sogar in Zahlen zu pressen.

Ich möchte aber darauf hinweisen, dass dies alles eher „gefühlte“ Zahlen sind, die lediglich veranschaulichen sollen, wie man an eine solche Analyse herangeht:

Das charttechnische Denkspiel

Wir legen fest, dass alles über 50 Punkte bullish (also positiv für den weiteren Verlauf) und alles unter 50 Punkte bearish (negativ) ist. Gerechterweise  fangen wir mit der Bewertung der aktuellen Situation bei einem neutralen Unentschieden, also mit 50 Punkten an. Dieser Punktestand entspricht zudem der prozentualen Eintrittswahrscheinlichkeit für weiter steigende Kurse.

1. Wir befinden uns in einem massiven Aufwärtstrend, der seit 2009 anhält: Das gibt pauschal 20 Punkte auf das Bullenkonto: Ergebnis 70 Punkte

2. Wir befinden uns seit geraumer Zeit (Februar) in einer eher seitwärts gerichteten Bewegung. Da der Aufwärtstrend durch diese Konsolidierungen unterbrochen ist und Konsolidierungen in einigen Fällen auch zu Hochs mutieren, ziehen wir 5 Punkte ab -  obwohl Konsolidierungen auch Fortsetzungsformationen sind: Es bleiben 65 Punkte.

3. Gerade wurde das Allzeithoch überwunden, das ist für sich genommen ein starkes Bullensignal und gibt noch mal 10 Punkte oben drauf: 75 Punkte (sprich sehr bullish).

 4. Die Anschlussdynamik nach dem Ausbruch blieb aus: 7 Punkte Abzug:  68 Punkte.

5. Entsprechend der oben zuerst genannten Analyse: Der Rückfall mit einem Gap unter das Jahreshoch trotz eines kleinen Umsatzhochs im ersten Hoch: 10 Punkte Abzug:  Bleiben nur noch 58 Punkte.

6. Gemäß der zweiten Analyse: Der aktuelle Aufwärtstrend im kurzfristigen Bild ist noch in Ordnung: 5 Punkte plus: 63 Punkte.

7. Der DAX konsolidiert in diesem Aufwärtstrend: 3 Punkte Abzug (siehe Begründung bei Punkt 2): 60 Punkte.

8. Somit landen wir zurzeit mit 60 Punkten im leicht bullish Terrain.

Der weitere Verlauf, die „Wenn, danns!“

Wenn jetzt das Dreieck, sprich die Konsolidierung nach unten gebrochen wird, müsste man weitere 3 Punkte abziehen: 57 Punkte.

Bricht dann auch noch der (rosafarbene) Aufwärtstrend, weitere 5 Punkte: bleiben magere 52 Punkte.

Und wenn dann noch die für uns relevante 7.252er Marke (untere Rechteckkante) nach unten aufgelöst wird, rutschen wir, zumindest im kurzfristigen Bild, in den bearishen Bereich, sprich unter die 50-Punkte-Punkte Marke.

Sollten sich die Kurse dann wieder erholen oder an wichtigen Unterstützungen einen Boden ausbilden, kann die Punktzahl allerdings auch schnell wieder bullish werden.

Doch Charttechnik ist nicht alles! Dazu müssten Sie natürlich noch die gesamten fundamentalen und globalpolitischen Faktoren einfließen lassen.

Man kann das nicht so schematisch sehen

Es wird also schnell klar, dass dieses Punkteprinzip nicht wirklich funktioniert, beziehungsweise viel zu komplex wäre. Es dient hier, wie gesagt, lediglich der Veranschaulichung wie man diese Analysen jeweils zu werten hat.

Der Gesamteindruck

Aber es ergibt sich tatsächlich aus all diesen Analysen sowohl charttechnischer und fundamentaler Art ein Gesamteindruck. Und dieser führt zu Kauf-/Verkaufsentscheidungen. Und das ist das eigentliche Geheimnis des Börsenerfolgs, mehr ist es nicht – ein Spiel mit den Wahrscheinlichkeiten.

Um jedoch die börsenrelevanten Faktoren tatsächlich in ihrem jeweiligen Kontext richtig einordnen und gewichten zu können, bedarf es viel Erfahrung. Und hier verbirgt sich dann auch der Grund, warum es schlussendlich so schwierig ist, an den Börsen langfristig erfolgreich zu bleiben. Ohne langjährige Erfahrung wird es nahezu unmöglich, die jeweiligen Analysemethoden und Ergebnisse entsprechend ihrer Bedeutung einordnen zu können.

Aber es  funktioniert! Dieses Spiel mit Wahrscheinlichkeiten haben wir im Stockstreet-Premium-Trader in den vergangenen sechs Jahren sehr erfolgreich angewendet und damit sogar als einer der wenigen Börsendienste den Crash gemeistert.

Fazit der Analyse:

Zurzeit gibt es mehrere, sich noch widersprechende, Analysen. Bleibt das Bild bullish, wird es vielleicht sogar bullisher, wenn endlich Aufwärtsdynamik entsteht oder werden weitere wichtige Marken nach unten verletzt, und der Gesamteindruck rutscht in den negativen Bereich?

Es wird darauf ankommen, was geschieht. Wenn, dann…

Viele Grüße

 Jochen Steffens


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US-Konjunkturdaten

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 44.000 auf 434.000 gefallen. Analysten hatten mit einem Rückgang um 46.000 gerechnet.

Zum Glück ist erst einmal der Aufwärtstrend wieder unterbrochen, das ist insoweit positiv, allerdings sind Werte über 400.000 nach wie vor deutlich zu hoch.

Die Umsätze des US-Einzelhandels sind im April um 0,5 % gestiegen. Analysten hatten mit einem Anstieg um 0,6 % gerechnet, nach einem Anstieg auf 0,9 % zuvor (revidiert von 0,4 %).

Die Einzelhandelsumsätze ohne PKW stiegen um 0,6 % und damit wie von den Analysten erwartet, nach 1,2 % zuvor (revidiert von 0,8 %).

Insgesamt robuste Zahlen, die keine größere Auswirkung auf den Markt hatten.

Auffälliger war da schon, dass sich die US-Erzeugerpreise um 0,8% erhöhten. Hier hatten Analysten lediglich einen Anstieg von 0,7% prognostiziert, nach 0,7% zuvor.

Die Kernrate, ohne die volatilen Preise von Nahrungsmitteln und Energie, erhöhte sich um 0,3%. Analysten hatten mit 0,2% gerechnet, nach um 0,3% zuvor. Auf Jahressicht stiegen die Erzeugerpreise um 6,8%.

Wir sehen hier einen nachhaltigen Inflationsdruck, der sich durchaus auch noch weiter verstärken könnte.


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