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Inhaltsverzeichnis

DAX bald bei 10.000 Punkten?

Ohne Frage beeinflusste gestern die Nachricht vom Tod Osama bin Ladens die Börse. Doch die Reaktion war, wie von vergleichbaren Nachrichten gewohnt, nur kurz. Schwieriger wird die Frage, wie die Börsen auf die nun deutlich gestiegene Terrorgefahr reagieren werden.

Aber wir kennen die Börse, sie neigt dazu, sich sehr zügig an neue Gegebenheiten zu gewöhnen. Der atomare Super-GAU in Japan wurde ebenso schnell in den Börsenalltag integriert, wie die Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten. Statt eines Crashs gab es neue Jahreshochs, die Börsen stiegen also munter weiter. Und genauso wird auch die mögliche Terrorgefahr, sobald sie aus den Medien verschwunden ist, aus dem Bewusstsein der Anleger verschwinden.

Sollte es anschließen doch zu Terroranschlägen kommen, werden die Börsen ohne Frage wieder reagieren. Doch auch dann werden die Reaktionen nur kurz sein. Einzige Ausnahme: Einer dieser Terroranschläge hätte weitreichende wirtschaftliche Folgen. Doch in diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, warum es Terroristen ausgerechnet jetzt, wenn alle Sicherheitsorgane mit Anschlägen rechnen, eher gelingen sollte, einen größeren Anschlag durchzuführen, als in den vergangenen Jahren. Ich schätze die Gefahr großer und weitreichender Terroranschläge zurzeit nicht sonderlich höher ein als vergangene Woche. Allerdings sollte man mit "kleineren" Anschlägen durchaus rechnen.

Und damit zum DAX:

Wie geht es im DAX weiter

Heute sehen wir leichte Abschläge. Doch das ist nach dem Anstieg der vergangenen Tage nicht ungewöhnlich. Gleichzeitig wird das Jahreshoch von oben getestet (siehe schwarzer Pfeil) und auch das ist ein ganz normales Prozedere:

Der DAX sollte allerdings nicht mehr nachhaltig unter dieses Jahreshoch fallen. In diesem Moment würde die Gefahr, dass der Ausbruch nach oben lediglich ein Fehlsignal gewesen ist, massiv ansteigen. Hierauf müssen Sie achten!  

Aus Sicht der Target-Trend-Methode stellt sich das Bild allerdings etwas anders da. Hier sollte die Unterkante des aktuellen Rechtecks (bei 7.251 Punkten) nicht unterschritten werden. Erst dies wäre das eigentliche bearishe Zeichen.

Hohes Risiko

Die Gefahr eines Fehlsignals am Jahreshoch ist zurzeit sicherlich nicht unbedeutend, schließlich befindet sich der DAX immer noch innerhalb des breiten grünen Aufwärtstrends und hat dort fast wieder die obere Begrenzung erreicht. Hier wird die Luft bekanntlich dünner.

Hinzu kommt, dass weder der Nasdaq100 sein Jahreshoch, noch der S&P500 die wichtige 1.360er Marke (siehe Steffens Daily der vergangenen Woche) signifikant überwinden konnte.

Eigentliche Target-Prognose immer noch wenig zuverlässig

Ob eines der beiden Targets (gelber/roter Kreis) angelaufen wird, ist auch weiterhin schwer zu sagen, da die Verzerrungen durch die Ereignisse der vergangenen Monate immer noch die Prognosen erschweren. Das obere Target befindet sich allerdings außerhalb des grünen Trends;  es müsste somit zu einer Trendbeschleunigung kommen, sprich zu einem Ausbruch nach oben. Dazu ein Blick auf die fundamentale Seite:

Euro als Bremsklotz

Wie ich heute bereits in einem Interview mit dem Deutschen Anlegerfernsehen gesagt habe: Der steigende Euro könnte sich zum Bremsklotz für den DAX entwickeln. Der Euro-Anstieg belastet die deutsche Exportwirtschaft. Die extrem gute wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre in Deutschland, die zu einem entscheidenden Teil mit dem schwachen Euro zusammenhing, wird sich mit einem weiter steigenden Euro wieder abschwächen. Das ist eine Gefahr für den DAX.

Da der Preisdruck in der Euro-Zone ansteigt, wird die EZB die Zinsen weiter anheben. Die Fed hat hingegen in ihrem vergangenen Statement deutlich gemacht, dass sie die Zinsen noch eine Weile unverändert niedrig belassen wird. Damit wird die Zinsdifferenz zwischen den USA und Europa in den kommenden Monaten zunehmen. Und das sollte den Euro weiter stärken.

Euro-Raum interessant für ausländisches Kapital

Dieser Euro-Anstieg macht Europa allerdings für ausländische Investoren, die aus dem Dollar raus wollen, interessant. Sie können im Euro-Raum investieren und damit gewisse Risiken abfedern. Steigt der Euro und der DAX, machen sie Gewinne. Steigt der Euro und der DAX läuft seitwärts, machen sie ebenfalls Gewinne. Fällt der Euro, könnte das den DAX unterstützen, und sie könnten selbst in diesem Fall Gewinne machen. Aus Sicht der ausländischen Investoren gibt es direkt mehrere Szenarien, die funktionieren könnten. Das macht europäische Aktien zurzeit zu einer guten Alternative.

Zumal ausländische Investoren zudem über eine Investition in den europäischen Wertpapiermarkt das Risiko des Dollarverfalls diversifizieren können. Und dieser Punkt wird insbesondere auch chinesische Groß-Anleger (so auch die Staatsfonds) interessieren, da der Yuan an den Dollar gekoppelt ist.

Euro-Stärke führt zur Euro-Stärke

Das Problem ist: Je mehr Geld aus dem Dollar-Raum in den Euro-Raum fließt, desto stärker wird der Euro. Allerdings könnte dieses Geld eine Zeit lang die negativen Aspekte eines steigenden Euro für die Aktienmärkte überkompensieren, insbesondere wenn dieses Geld in den Aktienmarkt investiert wird!

Das längerfristige Bild

Mittelfristig wird ein steigender Euro allerdings zu einem Problem. Besonders für die sowieso schon geschwächten Euro-Länder könnte das den Todesstoß bedeuten. Das sollten Sie im Auge behalten!

Wie und ob der deutsche Aktienmarkt mit dieser Situation fertig werden wird, wird sich in letzter Konsequenz an den Allzeithochs des DAX entscheiden:

Mit der 8.150er Marke beschäftigt sich der DAX schon seit dem Jahr 2000. Hier wird also die letzte Entscheidung fallen, ob die Rally weiter geht oder es zu einem erneuten Kurseinbruch kommt, der im schlimmsten Fall bis an die hier grau eingezeichnete, eher theoretische Trendlinie führt. Da dieses Allzeithoch derart markant ist, wird hier auch die Entscheidung fallen, wie sehr ein steigender Euro und steigende Rohstoffpreise das weitere Wirtschaftswachstum in Deutschland beeinträchtigen werden.

Sollte die 8.150er Marke nachhaltig überwunden werden (Achtung, auch hier ist die Gefahr eines Fehlsignals sehr hoch!) ist die nächste Zielmarke sofort (!) die 10.000-Punkte-Marke. Entscheiden sich die Anleger also, dass trotz eines steigenden Euro die Chancen höher als die Risiken sind, werden wir vielleicht noch in diesem Jahr die 10.000-Punkte-Marke sehen. Scheitert der DAX, müssen wir mit einem Kursrückgang rechnen, der sogar bis zur 5.000-Punkte-Marke reichen kann. Sie sehen, die kommenden Wochen / Monate werden auch aus Sicht des großen Bildes höchst interessant.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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