In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Es gibt noch eine andere Theorie, warum gerade nichtamerikanische Indizes in nächster Zeit trotz der bekannten Gefahren zu den Gewinnern gehören ...
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Inhaltsverzeichnis

Jetzt noch langfristig anlegen?

Es gibt noch eine andere Theorie, warum gerade nichtamerikanische Indizes in nächster Zeit trotz der bekannten Gefahren zu den Gewinnern gehören könnten. Dahinter steht die Fragestellung, wer eigentlich angesichts all dieser Probleme, mit denen uns die Medien tagaus, tagein konfrontieren, noch Aktien kaufen will.

Fehlende Alternativen

Natürlich, es fehlen die Alternativen. Staatsanleihen, Festgeld, Tagesgeld - das alles sind nicht mehr die absolut sicheren Anlagen, die sie früher einmal waren. Es droht auf der einen Seite eine Inflation, die mögliche Gewinne bei vergleichsweise niedrigen Zinsen zunichtemachen kann, auf der anderen Seite bedrohen immer noch mögliche Pleiten diverser Euroländer die Stabilität des Euros.

Aktien sind Unternehmensanteile, und natürlich werden einige Unternehmen auch größere Krisen überstehen – Unternehmen zum Beispiel, die mit der Grundversorgung der Menschen zu tun haben. Zudem können Aktien auch eine Weile eine höhere Inflation kompensieren, da Inflation zunächst einmal die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erhöht, was sich wiederum positiv auf die Gewinnsituation einiger Unternehmen auswirken kann. Und dann sind natürlich Unternehmen, die über Grundstücke, Fabriken, Maschinen und andere Sachwerte verfügen, ebenfalls bei einer Inflation interessant.

Kurioserweise werden damit Aktien zurzeit durchaus zu einer vergleichsweise sicheren Anlage, zumindest wenn man die Möglichkeit hat, Crashs und diverse Kurseinbrüche auszusitzen oder diese sogar zu Nachkäufen zu nutzen.

Die chinesischen Einkäufer

Eine weitere Theorie geht davon aus, dass eine gewisse Unterstützung für die europäischen Aktienmärkte seitens der chinesischen Staatsfonds kommen wird. China verfügt nach wie vor über gigantische Devisenreserven von rund 3 Billionen Dollar. Und tagaus, tagein fließen Milliarden nach. Nach der Androhung einer Abwertung amerikanischer Staatsanleihen durch S&P werden chinesische Fondsmanager sicherlich ein wenig verunsichert sein. Sie werden also auch Alternativen suchen, um ihre Anlagen noch breiter zu diversifizieren. Das heißt, auch dieses Geld sucht Anlagemöglichkeiten. Wir haben schon bei den Krisen in Griechenland und Portugal gesehen, dass China sich anbot zu helfen, also zu investieren. Dieser Investitionsdruck Chinas hat sich nach der Androhung einer Herabstufung amerikanischer Staatsanleihen erhöht, und so wird der europäische und hier besonders der deutsche Aktienmarkt noch stärker in den Fokus chinesischer Fondsmanager rücken.  

Das hat übrigens auch damit zu tun, dass sich durch weiter steigende Zinsen in Europa die Zinsdifferenz zwischen den USA und Europa erhöht. Das wird (trotz aller Probleme) tendenziell den Euro stärken und lässt Investitionen im Euroraum aus chinesischer Sicht noch interessanter werden.

Kann man also jetzt auch als alngfristig orientierter Anleger noch einsteigen?

Anlageberatung in schlecht …

Vor einer Woche fragt mich ein langjähriger Freund, ob ich ihm nicht helfen könne, er hätte etwas Geld geerbt, dass er nun anlegen müsse. In Absprache mit seinem Bankberater wollte er neben Anleihen und Festgeld einen Teil in Aktien investieren. Der Bankberater war nicht faul und hatte ihm für den Aktienanteil auch gleich mehrere Fonds der eigenen Bank empfohlen.

Ich habe mir dann die empfohlenen Fonds angeschaut – und mich gefragt, was der „Berater“ eigentlich im Kopf hat. Nicht nur, dass die Fonds ebenfalls mindestens zu 50 - 60 % in Anleihen investiert war, nein, sie hatten nicht einmal ihre Benchmark-Indizes geschlagen.  

Wenn der Berater schon vernünftigerweise die Anlagesumme auf Anleihen, Festgeld und Aktien verteilen will, muss er natürlich im Bereich der Aktienanlage doch Fonds empfehlen, die nicht auch noch in Anleihen investiert sind. Ganz zu schweigen davon, dass man schon Fonds auswählen sollte, die ihre Qualität durch eine Outperformance in den vergangenen 10 oder sogar 15 Jahren regelmäßig bewiesen haben.

Ich war ehrlich gesagt fassungslos!

Aber es ist wieder das typische Spiel: Der Bankberater empfiehlt die Produkte aus dem eigenen Haus, egal wie sie sich entwickelt haben.

Selbst ist der Mann / die Frau

Es hilft leider nichts, man muss sich selbst informieren und mitdenken. Und bei den Beratern ist es wie in allen Berufen, es wird gute und schlechte geben. Umso wichtiger ist es, gerade bei Geldangelegenheiten, ein wenig Mühe aufzubringen, damit man nachher nicht als Depp dasteht.

Wie Sie wissen, bin ich im Zusammenhang mit den großen Indizes sowieso kein Freund von aktiv gemanagten Fonds. Die Gebühren sind zu hoch, und die Rendite oft auf lange Sicht niedriger als die Benchmark-Indizes. Aber das ist ein anderes Thema.

Wie steigt man in den Markt ein

Es ging dann letzten Endes darum, wie man sinnvoll in den Aktienmarkt einsteigt. Schließlich ist der DAX in den vergangenen beiden Jahren gut gelaufen und notiert wieder in der Nähe seiner alten Hochs. Es gibt also sicherlich bessere Zeitpunkte einzusteigen (zum Beispiel nach einem Crash).

Die schwierige Frage ist in diesem Zusammenhang: Geht die Rally jetzt weiter? In diesem Falle wäre es natürlich gut, jetzt einzusteigen. Was aber ist, wenn der der DAX an seinem Jahreshoch oder etwas höher an seinem Allzeithoch scheitert, um dann wieder einzubrechen?

Mit viel Geduld

Eigentlich ist es ganz einfach. Da man ja nie genau weiß, ob es ein günstiger Zeitpunkt ist, einzusteigen, teilt man die zu investierende Summe in drei Teile:

Den ersten Teil investiert man sofort. Dies für den Fall, dass die Märkte von nun an steigen. Geschieht das, freut man sich über die Gewinne und wartet größere Konsolidierungen ab, um die zweite und dritte Position in den Markt zu drücken. In dieser Zeit legt man das Geld verzinslich an, um wenigstens einen gewissen Inflationsausgleich zu gewährleisten.

Gehen die Märkte nach diesem Einstieg in eine Konsolidierung über, freut man sich auch. Schließlich hat man noch Geld in der Hinterhand und erhält jetzt Aktien zu deutlich günstigeren Kursen. Nach einer Konsolidierung von 15-20 % platziert man demnach die zweite Position. Wichtig: Nicht auf die Verluste der ersten Position achten. Diese sind bei einem Nachkauf schnell wieder kompensiert, sofern der Markt dann steigt. Geschieht dies, wartet man, bis die alten Hochs wieder überwunden sind und investiert die dritte Position in eine spätere Konsolidierung hinein.

Weiten sich die Verluste, nachdem man die zweite Position investiert hat, noch aus, steigt man mit der dritten Position entweder ein, wenn der Index wieder 15-20 % eingebrochen ist oder wenn ein nachhaltiger Boden zu erkennen ist.

So wird der Einstandskurs erneut verringert, was aus langfristiger Sicht ein großer Vorteil ist.

Reduziertes Risiko

Mit dieser Methode reduzieren Sie die Risiken erheblich. Schließlich setzen Sie so nicht auf einen Zeitpunkt, an dem dann alles stimmen muss. Aber sie erfordert ein gewisses Maß an Geduld und kühler Kalkulation. Doch langfristig wird sich diese Form des Einstiegs auszahlen.

Schönes Wochenende

Jochen Steffens


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